Neuer Wohnraum in Icod de los Vinos: 17 Sozialwohnungen geplant
Die Gemeinde Icod de los Vinos auf Teneriffa treibt den Bau von bezahlbarem Wohnraum voran. Auf einem gemeindeeigenen Grundstück von 1.808 Quadratmetern sollen 17 öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Das Areal liegt an einer Querstraße der zentralen Cecilio Montes, die direkt zum Friedhof führt und unmittelbar neben dem Tagespflegezentrum für Senioren der Drachenbaumstadt liegt.
Erschließungsarbeiten ausgeschrieben
Die Stadtverwaltung hat die Bauarbeiten für die Erschließung des Geländes ausgeschrieben – inklusive Versorgungsleitungen, Straßenbeleuchtung und grundlegender Infrastruktur. Die Frist für die Angebotsabgabe läuft noch bis zum 20. Mai dieses Jahres. Die Bauzeit ist auf fünf Monate veranschlagt, das Budget liegt bei über 400.000 Euro. Nach Abschluss dieser grundlegenden Maßnahmen wird die Gemeinde das erschlossene Grundstück an die Inselregierung (Cabildo) von Teneriffa übergeben, die die eigentlichen Wohnungen im Rahmen des Programms „Activa Suelo“ errichten wird.
Ein Novum seit zwei Jahrzehnten
Es handelt sich um das erste kommunale Wohnungsbauprojekt dieser Art seit 20 Jahren. Die städtebauliche Maßnahme sieht auch die Anlage einer neuen Straße vor, da das Grundstück derzeit weder bebaut ist noch über eine Zufahrt zu den künftigen Gebäuden verfügt. Diese neue Fahrbahn wird sowohl die Anbindung an die neue Wohnsiedlung als auch an die Cecilio Montes verbessern.
Herausforderungen des vulkanischen Untergrunds
Das Erschließungsprojekt sieht vor, das Geländeniveau anzupassen, um die geplanten neuen Straßen realisieren zu können – eine notwendige Maßnahme aufgrund der benachbarten Bebauung. Zudem müssen Teile des bestehenden Trinkwassernetzes umverlegt werden, um sie an die Veränderungen in der Hauptverkehrsader Cecilio Montes anzupassen. Die Projektplaner empfehlen aufgrund des vulkanischen Ursprungs des Bodens, das Erdreich abzutragen und die Fundamente auf festem Gestein zu gründen.
Mehr als nur ein Bauprojekt: Der Wohnungsbau als Gemeinschaftsaufgabe
Die Stadtverwaltung betont, dass sie die Schaffung von öffentlichem Wohnraum vorantreibt – auch ohne dafür eigentlich zuständig zu sein. „Wir sind dennoch verpflichtet, demjenigen, der die Häuser bauen kann – in diesem Fall dem Cabildo – öffentliche Grundstücke oder derzeit ungenutzte Wohnungen zur Verfügung zu stellen, die sich in unserem Besitz befinden“, so die Verantwortlichen. In diesem Zusammenhang arbeitet das kommunale Unternehmen Icodemsa bereits an der Ausarbeitung der Ausschreibungsunterlagen für die Sanierung der Wohnungen von Moleiro im Stadtteil Santa Bárbara. Dabei handelt es sich um 58 Reihenhäuser, deren Bau 2008 eingestellt wurde. Sie wurden damals von der Gemeinde Icod unter Bürgermeister Cheo Dorta (PSOE) gefördert. Insgesamt kommen die kommunalen Wohnungsbauprojekte in dieser Legislaturperiode auf 75 öffentliche Wohneinheiten.

