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Leo: KI soll Bürokratie auf den Kanaren entfesseln

Eine KI für weniger Bürokratie

Sie heißt „Leo“ und ist ein Werkzeug der künstlichen Intelligenz (KI), das die Kanarischen Inseln fit für die Zukunft machen soll. Das Ziel: ein moderneres, effizienteres und wettbewerbsfähigeres Verwaltungsmodell, das Investitionen anzieht, Arbeitsplätze schafft und auf die wahren Bedürfnisse der Gesellschaft eingeht. Mit diesen Worten präsentierte der Vizepräsident und Wirtschaftsminister Manuel Domínguez am Dienstag das neue Instrument. Damit wollen die Kanaren das Image einer langsamen, behäbigen Verwaltung ablegen.

Schluss mit langen Wartezeiten

„Leo“ soll Bearbeitungszeiten verkürzen, Verfahren vereinfachen und die Kommunikation zwischen Bürgern, Unternehmen, Selbstständigen, Gründern und den öffentlichen Institutionen erleichtern. „Diese technologische Lösung ist nur der erste Schritt eines ehrgeizigeren Plans zur Modernisierung der internen Abläufe öffentlicher Einrichtungen“, erklärte Domínguez. Der zweite Mann der kanarischen Regierung betonte, dass Bürokratie nicht länger ein Hindernis für diejenigen sein dürfe, die auf den Inseln investieren, gründen oder Arbeitsplätze schaffen wollen.

Bürokratie als Bremse – nicht länger!

„Bürokratie darf nicht länger eine Bremse für die Entwicklung sein. Der Einsatz von KI-Werkzeugen wird es uns ermöglichen, den Bedürfnissen der Bürger zuvorzukommen, schneller zu antworten und für mehr Transparenz im gesamten Verwaltungsprozess zu sorgen“, betonte der Vizepräsident und Wirtschaftsminister. „Leo“ wird über die Website www.emprenderencanarias.es verfügbar sein und Bürger sowie Unternehmen Schritt für Schritt durch ihre Anliegen lotsen. Dabei passt sich das System an die Art der wirtschaftlichen Tätigkeit und den Standort des jeweiligen Projekts an.

Das Ende der Behördenschleifen

Ein zentraler Pluspunkt: „Leo“ vernetzt die verschiedenen Verwaltungsebenen – Gemeinden, Inselregierungen (Cabildos), die Regionalregierung und den Staat. Dies ist einer der größten Flaschenhälse für all jene, die bei verschiedenen Behörden Genehmigungen, Lizenzen, Erlaubnisse und Dokumente einholen müssen. Domínguez bekräftigte: „Mit dieser Initiative machen die Kanarischen Inseln einen entscheidenden Schritt“ hin zu einem neuen Miteinander zwischen Verwaltung und Gesellschaft.

Teil einer großen Strategie

Das KI-Projekt ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Verwaltungsvereinfachung. Dazu gehören ein Postfach zur Meldung von Hürden und Verbesserungsvorschlägen, ein intelligenter digitaler Ordner zur Bündelung von Dokumenten und Automatisierung von Prozessen, ein zentraler Ansprechpartner für alle Verwaltungsebenen sowie ein runder Tisch aus öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, um echte Probleme zu identifizieren. Abgerundet wird das Paket durch eine Überprüfung der Vorschriften mit dem Ziel, Doppelstrukturen und veraltete Gesetze zu streichen.

Weniger Unsicherheit, mehr Tempo

Mit dieser technologischen und organisatorischen Offensive will Domínguez die künstliche Intelligenz zu einem Hebel der institutionellen Modernisierung machen. Das Ergebnis: weniger Unsicherheit, weniger unnötige Lasten und eine Verwaltung, die schneller auf das Tempo der realen Wirtschaft reagieren kann.

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