Kaufen auf den Kanaren wird zum Luxus
Die Immobilienpreise in Spanien geben weiterhin nicht nach – und die Kanarischen Inseln bilden da keine Ausnahme. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der durchschnittliche Schätzwert einer Wohnung in Spanien bei stolzen 2.315,70 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg von knapp 14 Prozent, wie das spanische Ministerium für Wohnungsbau und Stadtentwicklung soeben mitteilte.
Teneriffa schlägt Gran Canaria – der Inselvergleich
Im kanarischen Archipel ist Santa Cruz de Tenerife die teuerste Provinz für den Immobilienkauf. Hier werden pro Quadratmeter durchschnittlich 2.264,70 Euro fällig – ein Anstieg von 15,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit liegen die Preise auf Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro deutlich über dem Wert des Vorjahres.
Knapp dahinter rangiert die Provinz Las Palmas mit einem Quadratmeterpreis von 2.203 Euro, was einem Plus von 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Auch auf Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura ziehen die Preise somit kräftig an. Die Differenz zwischen beiden Provinzen beträgt 61,70 Euro pro Quadratmeter. Konkret bedeutet das: Wer eine 80 Quadratmeter große Wohnung kaufen möchte, muss in der Provinz Santa Cruz de Tenerife rund 4.936 Euro mehr bezahlen als auf der Nachbarinsel Gran Canaria.
Kanaren erreichen beinahe das spanische Preisniveau
Trotz dieser Unterschiede bewegen sich beide kanarischen Provinzen bereits oberhalb der 2.200-Euro-Marke und nähern sich damit rasant dem landesweiten Durchschnitt von 2.315,70 Euro pro Quadratmeter an. Die Daten bestätigen den enormen Druck, der auf dem Wohnungsmarkt auf den Inseln lastet. Die Immobilien haben sich innerhalb des letzten Jahres massiv verteuert – auf Teneriffa mit 15,7 Prozent sogar noch stärker als auf Gran Canaria mit 11,5 Prozent. In beiden Fällen treiben die Schere zwischen knappem Angebot und steigender Nachfrage die Preise unaufhörlich nach oben.
Die Spitzenreiter und Schlusslichter in Spanien
Bundesweit bleiben die teuersten Provinzen für Wohneigentum Madrid, die Balearen, Guipúzcoa, Barcelona und Málaga. Madrid führt die Liste mit 4.047,50 Euro pro Quadratmeter als einzige Provinz an, die die 4.000-Euro-Marke knackt. Es folgen die Balearen (3.885,60 Euro), Guipúzcoa (3.419,70 Euro), Barcelona (3.207,70 Euro) und Málaga (2.988 Euro).
In der Valencianischen Gemeinschaft ist Alicante mit 1.991,70 Euro pro Quadratmeter (plus 15,7 Prozent) am teuersten, dicht gefolgt von Valencia. In Navarra erreichte der Schätzwert 1.934,30 Euro (plus 12,5 Prozent). In Aragonien stieg der Preis in Saragossa um 16 Prozent auf 1.905 Euro. Das absolute Schlusslicht bildet Teruel mit etwas mehr als 1.000 Euro pro Quadratmeter (1.003,80 Euro).
In Galicien liegen die Provinzen preislich dicht beieinander. Spitzenreiter ist Pontevedra mit 1.784,50 Euro (plus 14 Prozent), gefolgt von A Coruña mit 1.710,70 Euro (plus 13,8 Prozent). Asturien notiert bei 1.752,20 Euro (plus 15,4 Prozent). In Kastilien-La Mancha ist Guadalajara mit 1.670,80 Euro (plus 14,5 Prozent) am teuersten, während Ciudad Real mit 827,50 Euro (plus 10,7 Prozent) das günstigste Pflaster der Region bietet. Auch Cuenca liegt hier noch unter der 1.000-Euro-Marke.
In Kastilien und León sind die Preise ebenfalls ähnlich, den höchsten Wert weist Segovia mit 1.479,40 Euro (plus 19,1 Prozent) auf, am günstigsten ist Zamora mit 933,70 Euro (plus 9,7 Prozent). In La Rioja kostet der Quadratmeter 1.440 Euro (plus 10,5 Prozent), in Murcia 1.330,20 Euro (plus 13,4 Prozent). Am wenigsten tief in die Tasche greifen müssen Käufer in der Extremadura, wo beide Provinzen noch unter 1.000 Euro liegen: Badajoz mit 987,50 Euro (plus 5 Prozent) und Cáceres mit 946,80 Euro (plus 8,1 Prozent).

