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Teneriffa baut sechs neue Wasserreservoirs – 23,7 Millionen für die Landwirtschaft

Weniger Abwasser ins Meer, mehr Wasser für die Felder

Die Kanareninsel Teneriffa rüstet sich für die Zukunft der Wasserversorgung. Der Inselrat für Wasserwirtschaft (Ciatf) treibt den Bau von insgesamt sechs großen Rückhaltebecken voran, die gleichmäßig über den Norden und Süden der Insel verteilt werden. Ziel ist es, die Speicherkapazität für aufbereitetes Wasser drastisch zu erhöhen, die Landwirtschaft zuverlässiger zu versorgen und langfristig die Einleitung von Abwässern ins Meer zu stoppen.

Diese sechs Becken sind geplant

Konkret handelt es sich um folgende Projekte: das Becken „Las Charquetas“ in Guía de Isora, je eines in Arico und Güímar, sowie die Becken „Las Llanadas“ in Los Realejos, „Pasada del Santo“ in Santa Úrsula und „Los Corraletes“ in Tacoronte. Die Projekte befinden sich in unterschiedlichen Phasen – von der laufenden Bauausführung über die Planungs- und Genehmigungsphase bis hin zur Suche nach Finanzierungsquellen.

Ein Jahrhundertereignis für die Wasserwirtschaft

Vorgestellt wurden die Vorhaben auf dem internationalen Fachkongress „BalVert“ – einer Konferenz zu Rückhaltebecken und Abwassereinleitungen, auf der sich Branchenexperten austauschten. Die Schirmherrin der Veranstaltung, Blanca Pérez, Inselrätin für Natur, Nachhaltigkeit, Sicherheit und Notfälle, betonte die strategische Bedeutung der Projekte. Das oberste Ziel des Cabildos, also der Inselregierung, sei es, den Wasserkreislauf zu schließen und die Einleitungen ins Meer Schritt für Schritt zu reduzieren.

Herausforderung Trockenperioden

Pérez unterstrich, dass Teneriffa vor einer dringenden Herausforderung stehe: der Speicherung von aufbereitetem Wasser, insbesondere in Zeiten, in denen die landwirtschaftliche Nachfrage geringer sei. Die neuen Anlagen sollen es ermöglichen, Wasserreserven aufzufangen und zu bewahren, die bislang ungenutzt im Meer landeten. Das führe zu einer deutlich effizienteren Nutzung der vorhandenen Wasserressourcen.

Leuchtturmprojekt im Süden: 8,5 Millionen für „Las Charquetas“

Das am weitesten fortgeschrittene Projekt ist das Becken „Las Charquetas“ in Guía de Isora. Die Inbetriebnahme ist noch für dieses Jahr geplant. Die Investition beläuft sich auf rund 8,5 Millionen Euro. Mit einem Fassungsvermögen von 253.000 Kubikmetern wird das Reservoir künftig landwirtschaftliche Bewässerung mit aufbereitetem Wasser aus der neuen Kläranlage im Westen der Insel speisen.

Arico: 15,2 Millionen Euro für 137.000 Kubikmeter

Ein weiteres Großprojekt ist das künftige Becken in Arico. Es wird eine Kapazität von mehr als 137.000 Kubikmetern haben – die geschätzten Kosten liegen bei 15,2 Millionen Euro. Die endgültige Ausführung steht jedoch noch aus. Sie ist abhängig von der Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der staatlichen Wassergesellschaft Acuaes.

Güímar: Planung läuft, Kläranlage arbeitet bereits

Das Becken in Güímar befindet sich derweil in der Planungsphase. Es wird aufbereitetes Wasser aus der kommunalen Kläranlage des Valle de Güímar aufnehmen, die bereits seit März 2025 in Betrieb ist.

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