Strandrettung in Icod de los Vinos am Ende: 100.000 Euro Schulden gefährden Sicherheit am San Marcos
Die Lage am beliebten Strand San Marcos in Icod de los Vinos ist ernst. Der Gemeinderat schuldet dem beauftragten Rettungsdienst seit zwei Jahren die Bezahlung offener Rechnungen. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Eladio Díaz Rodríguez, hat nun ein Ultimatum gestellt: Sollte die Gemeinde nicht zahlen, werde seine Firma den Dienst am 1. Juli einstellen.
Kein Geld seit zwei Jahren: Die prekäre Lage der Rettungsfirma
„Es ist unmöglich, dass sie uns seit zwei Jahren keine einzige Rechnung bezahlen“, klagt Díaz Rodríguez verzweifelt. Er betont, dass der Zeitpunkt für diese öffentliche Anklage nun günstig sei, da die Zustände am Strand San Marcos bereits für politischen Zündstoff zwischen der regierenden Koalition aus AI und PSOE und der oppositionellen Coalición Canaria sorgen. Die Gesamtschuld beläuft sich auf über 100.000 Euro, verteilt auf mehr als 15 offene Rechnungen. Die Gemeinde ist durch ein rechtskräftiges Urteil zur Zahlung verpflichtet.
Gemeinde bestätigt Schulden, hofft auf außergerichtliche Einigung
Die Stadtverwaltung von Icod de los Vinos bestätigt die Schulden, gibt aber an, eine außergerichtliche Einigung zur Begleichung der Beträge anzustreben. Die regierende Koalition sieht die Ursache des Problems im Beginn der Dienstleistungserbringung während der vorherigen Legislaturperiode unter der Führung der CC. Damals, so die Behauptung, sei die Arbeit mit einer prekären Auftragsvergabe aufgenommen worden. Eladio Díaz räumt ein, dass es auch unter der nationalkistischen Führung zu Zahlungsverzögerungen gekommen sei, fügt jedoch hinzu: „Nach dem rechtskräftigen Urteil wurden die Rechnungen bezahlt.“
Existenzielle Notlage: Die Firma steht vor dem Ruin
Der Geschäftsführer der Rettungsfirma zeichnet ein düsteres Bild der finanziellen Situation seines Unternehmens: „Das ist nicht mehr tragbar. Wir haben bereits Schulden und zahlen jetzt Zinsen, weil die Gemeinde Icod de los Vinos nicht bezahlt.“ Besonders verärgert ihn der Kontrast zu anderen Ausgaben der Stadt: „Der Bürgermeister Javier Sierra prahlt damit, Geld für die Renovierung des Strandes, für Feste und andere Dinge zu haben. Aber uns zahlt er keine einzige Rechnung.“
Kommunikation blockiert: Bürgermeister reagiert nicht
Die Kommunikation mit der Stadtverwaltung sei katastrophal, so Díaz Rodríguez. „Wir haben einen Brief an Sierra geschickt, auch per E-Mail, aber er antwortet nicht einmal. Wenn wir mit dem zuständigen Stadtrat sprechen, versichert er uns, dass sie an einer Lösung arbeiten“, beschreibt er die frustrierende Situation. Trotz der ausbleibenden Zahlungen habe der Rettungsdienst jedoch keinen einzigen Tag ausgesetzt. „Wir haben am Strand San Marcos einige sehr kritische Situationen verhindert, die in unseren täglichen Berichten festgehalten sind“, betont der Geschäftsführer stolz.
Ausblick: Licitierung als einziger Ausweg
Die Firma wartet nun auf die Ausschreibung dieser Arbeiten, „um alles zu regularisieren und mit allen Sicherheiten arbeiten zu können“. Ob die Gemeinde Icod de los Vinos die drohende Einstellung des Rettungsdienstes noch abwenden kann, bleibt abzuwarten. Die Sicherheit der Badegäste am Strand San Marcos hängt am seidenen Faden.

