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San Marcos Strand: Rettungsplan für Icods verfallene Bucht

Ein Strand im Dornröschenschlaf

Der Strand von San Marcos in Icod de los Vinos ist schon lange nur noch eine Karikatur seiner selbst. Seit mindestens zehn Jahren wartet dieses Kleinod an der Nordküste Teneriffas darauf, aus seinem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Die Ansprüche sind klar: Es muss dem Verfall Einhalt geboten werden, und vor allem muss der Sand zurückkehren, der den Strand einst so besonders gemacht hat.

Am Donnerstag fiel die Entscheidung

Diesen Donnerstag öffnete sich plötzlich ein Fenster der Hoffnung: Der Inselrat von Teneriffa, das zuständige Cabildo, verabschiedete eine institutionelle Vereinbarung mit dem Ziel, die Rettung definitiv auf den Weg zu bringen. Diese wegweisende Entscheidung fiel während der Vollversammlung im Inselpalast von Teneriffa.

Fast einstimmiger Beschluss

Eingebracht wurde der Antrag von der Sozialistischen Fraktion. Alle politischen Kräfte gaben grünes Licht – mit Ausnahme von Vox, die an der Sitzung nicht teilnahm. Der Kern des Beschlusses: Die kanarische Regionalregierung wird aufgefordert, die ausstehenden Verwaltungsverfahren zu beschleunigen und mit größter Dringlichkeit zu handeln. Konkret geht es darum, das Umweltprüfungsverfahren für das Projekt einzuleiten und den erforderlichen sektoralen Bericht in Hafenangelegenheiten zu erstellen, der für die endgültige Genehmigung notwendig ist.

Der jahrelange Stillstand

Das Problem ist altbekannt: Der Strand befindet sich seit Langem in einer Abwärtsspirale des Verfalls. Das letzte geplante Sanierungsprojekt steckt seit Jahren in der Sackgasse. Erst vor wenigen Tagen hatte der Bürgermeister von Icod, Javier Sierra (von der Bürgerplattform AI), Videos veröffentlicht, in denen er seinen Amtsvorgänger und heutigen Vizeminister für Infrastruktur der Regionalregierung, Francis González (von der Kanarischen Koalition CC), öffentlich für die Blockade des Wiederherstellungsplans verantwortlich machte.

Was der Beschluss konkret fordert

Mit dem Beschluss vom Donnerstag wird nun die Regionalregierung aufgefordert, im Haushalt ausreichende finanzielle Mittel bereitzustellen – vorzugsweise bereits im Jahr 2026, spätestens jedoch 2027. Nur so könne die Durchführung der Bauarbeiten sichergestellt werden. Dies soll in Abstimmung mit der spanischen Zentralregierung geschehen, die ihrerseits aufgefordert wird, die Finanzierung des Projekts durch die Verlängerung oder den Abschluss neuer Kooperationsvereinbarungen zu garantieren.

Appell an Madrid

Ganz konkret verlangt das Plenum die Unterstützung der Madrider Regierung. Sie soll die Verlängerung des alten Kooperationsabkommens vorantreiben, das damals die Übertragung von Mitteln an die Kanaren ermöglichte. Sollte das nicht möglich sein, müsse ein neues Abkommen geschlossen werden, das die notwendigen Gelder für die Bauarbeiten sicherstellt. Der Inselrat ist überzeugt: Ohne diese finanzielle Rückendeckung aus Madrid wird ein Fortschritt unmöglich sein. Deshalb unterstreicht das Gremium die Notwendigkeit einer koordinierten Antwort aller Verwaltungsebenen, um eine Verlängerung des jetzigen Zustands zu verhindern, der die Entwicklung des gesamten Nordens von Teneriffa direkt beeinträchtigt.

Der Inselrat bietet seine Hilfe an

Der Inselrat von Teneriffa bekräftigt seine Bereitschaft, aktiv an der technischen Umsetzung mitzuwirken. Man bietet Unterstützung in allen Bereichen an, in denen sie benötigt wird, und erwägt sogar, bei Bedarf eigene Haushaltsmittel für die Insel bereitzustellen, um die Bauarbeiten notfalls aus eigener Kraft zu garantieren.

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