Schlüsselhilfe für die Gemeinden wird fortgesetzt
Die Regierung der Kanarischen Inseln hat eine der wichtigsten finanziellen Unterstützungsleitungen für die Gemeindeverwaltungen wiedereröffnet: die Finanzierung der Stadtplanung. Die Generaldirektion für Raumordnung und territorialen Zusammenhalt unter Leitung von Onán Cruz hat 2,3 Millionen Euro aktiviert, um das Programm zur Förderung der Erstellung, Aktualisierung oder Änderung kommunaler Planungsinstrumente sofort zu starten. „Es ist ein Schlüsselinstrument, das sich in den letzten zwei Jahren als wesentlich erwiesen hat, um Bauland zu erschließen, Einrichtungen zu planen und neuen Wohnraumbedarf zu decken“, so Cruz.
Vom Stillstand zur strukturellen Politik
Nach dem Stillstand, den dieses Programm in den Jahren 2021 und 2022 unter der damaligen Regierung des ‚Blumenpakts‘ bedeutete, hat das Ministerium für Territorialpolitik unter Manuel Miranda seit 2023 insgesamt acht Millionen Euro bereitgestellt. Der Minister hat in mehreren Auftritten im Parlament betont, dass „die kommunale Stadtplanung im Zentrum der Strategie“ der Regionalregierung stehe. Als bemerkenswertes Detail führt Generaldirektor Cruz an: „Allein im Jahr 2005 beliefen sich die Anträge der Gemeinden auf Hilfen auf acht Millionen – das ist genauso viel wie das gesamte Geld, das wir in drei Jahren investiert haben.“ Seiner Ansicht nach spricht diese Zahl „für sich selbst und zeigt, wie wichtig die von uns angebotene Hilfe ist.“
„Das Ziel ist es zu verhindern, dass viele Gemeinden, insbesondere die kleineren, weiterhin Rückstände anhäufen, weil sie die technischen, juristischen und wirtschaftlichen Kosten für die Fortführung ihrer Pläne nicht tragen können“, insistiert Cruz. Nach der zweijährigen Inaktivität in dieser Förderlinie und aufgrund der Wohnungsnot, die den Archipel betrifft, begann das Ministerium für Territorialpolitik 2023 mit direkter Hilfe für den Inselrat von La Palma und die von der Tajogaite-Eruption betroffenen Gemeinden.
Steigende Investitionen und praktische Unterstützung
Ab 2024 wurde die reguläre öffentliche Ausschreibung mit einem Volumen von 2,3 Millionen Euro wiederaufgenommen, und 2025 wurde das Programm mit zwei Ausschreibungen und einer zusätzlichen Aufstockung um 500.000 Euro gestärkt. Die offizielle Planung sieht vor, den ursprünglichen Haushalt auch in diesem Jahr um eine weitere halbe Million Euro aufzustocken; das entsprechende Verfahren ist bereits in Bearbeitung. Über die Investition hinaus ist die politische Botschaft klar: Die Regionalregierung will, dass die Unterstützung der Planung aufhört, eine punktuelle Maßnahme zu sein, und zu einer strukturellen Politik wird.
Die Lesart ist auch praktisch. Ohne aktualisierte Bauleitplanung verlieren die Gemeinden die Fähigkeit, ihr Wachstum zu steuern, Wohnbauland zu entwickeln, öffentliche Einrichtungen vorzusehen oder Infrastrukturen mit rechtlicher Sicherheit umzusetzen. Die Wiederaufnahme dieser Hilfen zielt genau darauf ab, diesen Stau zu beseitigen. Auf einem Archipel, wo die Debatte über Bauland, Wohnraum und territorialen Ausgleich immer mehr an Gewicht gewinnt, rückt die kommunale Planung damit wieder in den Vordergrund als eines der grundlegenden Werkzeuge, um zu definieren, wie und wohin die Inseln wachsen.
Dreifache Unterstützung für die Gemeinden
Das Ministerium für Territorialpolitik hat zudem das „Virtuelle Büro für die demografische Herausforderung“ (OVRD) eingerichtet, ein technisches Unterstützungsbüro, und wird in Kürze einen virtuellen Rechtsberatungsdienst anbieten. Diese drei Maßnahmen sind Teil des ‚Dreizacks‘ der Unterstützung für die Gemeinden, der ins Leben gerufen wurde, um „den Impuls zur Aktualisierung der Stadtplanung auf den Kanaren zu unterstützen“, wie Cruz betont. „Die Raumordnung ist der Schlüssel, um eine geordnete und zusammenhängende Entwicklung der Inseln aufrechtzuerhalten“, insistiert der Generaldirektor.
Daten zeigen deutlichen Aufwärtstrend
Die Analyse der Daten in der Generaldirektion zeigt deutlich die Entwicklung dieser Hilfen in den letzten Jahren und wie die verschiedenen Gemeinden die Ordnung ihrer Gebiete beschleunigt haben. Im Jahr 2019 wurden 26 Anträge mit einer durchschnittlichen Höhe von 36.156 Euro bewilligt. 2020 verdoppelte sich der Gesamtbetrag nahezu auf 1,8 Millionen Euro, verteilt auf 38 Hilfen mit einem Durchschnitt von 49.826 Euro. Der Trend setzte sich 2024 fort, als die Zuschüsse 2,3 Millionen Euro bei 33 Anträgen erreichten, und gipfelte 2025 mit 21 Bewilligungen. Zwischen 2019 und 2025 verzeichnen die Daten 118 Bewilligungen.
Diese Gemeinden erhielten die höchsten Gesamtsummen
In der kumulierten Verteilung des Zeitraums stechen mehrere Gemeinden aufgrund des Gesamtvolumens der erhaltenen Zuschüsse hervor. An der Spitze liegt Teror mit 445.771 Euro, gefolgt von Tijarafe (426.027 Euro), Pájara (407.427 Euro), Mogán (396.174 Euro) und Arafo mit 363.500 Euro. Die Daten zeigen auch einen besonderen Fall: Gáldar ist die Gemeinde, die am häufigsten als Begünstigte auftaucht – mit 17 Bewilligungen in vier Jahren. Allerdings bleibt der Betrag der erhaltenen Hilfen (168.410 Euro) hinter dem anderer Gebiete mit weniger, aber dafür höher dotierten Anträgen zurück.

