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Kanaren: Stärkster Einbruch bei Wohnungskäufen in Spanien

Kanaren mit stärkstem Einbruch bei Immobilienkäufen

Die Kanarischen Inseln waren im Januar 2026 die spanische Autonome Gemeinschaft mit dem stärksten Rückgang bei Kaufverträgen für Wohnimmobilien. Die Zahl der Transaktionen sank um 22,7% im Vergleich zum Januar des Vorjahres. Dies geht aus der Immobilienregisterstatistik des Kollegiums der Registerbeamten hervor. Auch die Anzahl der neu aufgenommenen Hypotheken ging auf den Inseln deutlich zurück, und zwar um 19,9%.

Gesamttrend in Spanien: Weniger Käufe, mehr Hypotheken

Im gesamten Spanien startete das Jahr mit 56.776 Wohnimmobilienkäufen. Das entspricht einem Rückgang von 7% gegenüber Januar 2025 und ist der stärkste Einbruch seit Juni desselben Jahres. Insgesamt wurden im Januar etwa 113.600 Kaufverträge aller Art registriert, ein Minus von 4,2% – der größte Rückgang seit Mai 2024.

Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der neu abgeschlossenen Hypotheken landesweit um 4,1% auf insgesamt 50.800. Davon entfielen 40.087 auf Wohnimmobilien, was einem Zuwachs von 5,5% entspricht. Damit setzt sich ein Trend fort: Seit nunmehr 19 Monaten in Folge steigt die Zahl der Hypotheken, sowohl insgesamt als auch speziell für Wohnungen und Häuser.

Hypothekenquote erreicht neuen Höchststand

Die Registerbeamten betonen die deutlich robustere Entwicklung im Hypothekensektor im Vergleich zu den Kaufverträgen. Inzwischen machen Hypotheken auf Wohnimmobilien 78,9% der entsprechenden Kaufverträge aus – ein Rekordwert, der die zunehmende Fremdfinanzierung von Immobilienkäufen unterstreicht.

Regionale Unterschiede: Gewinner und Verlierer

Die stärksten Zuwächse bei Wohnungskäufen verzeichneten im Januar die autonomen Städte Melilla (+53,8%) und Ceuta (+10,5%) sowie Navarra (+20,4%). Deutliche Rückgänge von über 15% gab es neben den Kanaren (-22,7%) in Madrid (-20,8%), Kastilien-La Mancha (-18,5%) und Asturien (-15,5%).

Bei den Gesamtkaufverträgen (inklusive Gewerbe, Grundstücke etc.) lagen ebenfalls Melilla (+89,3%), Navarra (+21,8%) und Ceuta (+16,9%) vorn. Die stärksten Rückgänge verzeichneten hier Madrid (-20%), die Kanaren (-15,7%), Aragonien (-11,7%) und Asturien (-11%). In absoluten Zahlen führte Andalusien mit über 12.000 Wohnimmobilientransaktionen und mehr als 21.000 Gesamttransaktionen.

Hypothekenmarkt: Kanaren im Negativtrend

Bei den Hypotheken für Wohnimmobilien verzeichneten im Januar dreizehn Regionen Zuwächse. Besonders stark stiegen die Zahlen in Ceuta (+32,4%), Extremadura (+31,3%), Navarra (+29,4%) und Andalusien (+19,8%). Die deutlichsten Rückgänge gab es in Aragonien (-26,4%), La Rioja (-21,4%) und auf den Kanarischen Inseln (-19,9%).

Bei den Hypotheken für alle Immobilientypen sieht das Bild ähnlich aus: In dreizehn Regionen gab es Zuwächse, angeführt von Ceuta (+61,8%), Navarra (+29,3%), Extremadura (+28,3%) und Andalusien (+17%). Die stärksten Rückgänge meldeten Aragonien (-36,9%), La Rioja (-16,7%) und erneut die Kanaren (-14,7%). In absoluten Zahlen überschritten Andalusien, Katalonien, Madrid und Valencia die Marke von 5.000 Hypotheken für alle Immobilientypen. Spitzenreiter bei Wohnimmobilienhypotheken war Andalusien mit 9.100 Neuabschlüssen, gefolgt von 11.100 Hypotheken insgesamt.

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