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„Ich breche dir die Zähne“: Eklat im Rathaus von Telde

Drohung im Gemeinderat: „Ich breche dir die Zähne“

Im Rathaus von Telde auf Gran Canaria ist es während der jüngsten Gemeinderatssitzung am Freitag zu einem handfesten Eklat gekommen. Der Bürgermeister der Stadt, Juan Antonio Peña von der Partei „Ciudadanos por el Cambio“ (Ciuca), zeigt sich zutiefst empört über das Verhalten der Vox-Stadträtin Rita Esmeralda Cabrera. Der Vorfall ereignete sich während des Tagesordnungspunktes für Anfragen und Anregungen.

Was genau geschah im Plenarsaal?

Laut Schilderungen soll die Stadträtin, ohne dass es einen erkennbaren vorherigen Konflikt gab, den Bürgermeister bedroht haben. Mehrere anwesende Zeugen berichten, Cabrera habe zu Peña gesagt: „Si te ríes te rompo los dientes“ – auf Deutsch: „Wenn du lachst, breche ich dir die Zähne.“ Die Vox-Politikerin bestreitet diese konkrete Formulierung und behauptet stattdessen, sie habe lediglich gesagt, dass ihr „die Zähne knirschen“ („que le chirriaban los dientes“).

Partei des Bürgermeisters verurteilt „unwürdiges Verhalten“

Die Partei des Bürgermeisters, Ciuca, die die Mehrheit in der Gemeindeverwaltung stellt, reagierte noch in der Nacht zum Samstag mit einer scharfen Stellungnahme. Darin verurteilt sie den Vorfall aufs Schärfste und bezeichnet die Äußerungen der Vox-Vertreterin als „Beleidigungen und direkte Drohungen gegen den Bürgermeister“. Dies sei ein „Verhalten, das für jeden öffentlichen Vertreter unwürdig“ sei. Ciuca betont, dass es sich nicht um einen Einzelfall handle, sondern um ein Verhaltensmuster, das „jede politische Grenze überschreitet und die grundlegenden Regeln des institutionellen Zusammenlebens verletzt“.

Forderung nach öffentlicher Entschuldigung

Aus diesen Gründen fordert Ciuca nun eine öffentliche Entschuldigung von Vox. In der Erklärung heißt es besorgt: „Es beunruhigt uns, dass es bis heute weder eine Entschuldigung seitens der Stadträtin noch ihrer politischen Partei gegeben hat. Wenn die Absicht der Stadträtin ist, das zu leugnen, was zahlreiche Zeugen, die an der Sitzung teilnahmen, gehört haben, beunruhigt uns das noch viel mehr.“ Die Partei schließt mit einem deutlichen Appell: „Lügen ist nicht die Lösung, denn die Bürger verdienen keine Stadträte, die ihre Ressourcen verwalten, wenn sie, bevor sie Regierungsämter besetzen, lügen.“ Der Vorfall wirft ein grelles Schlaglicht auf die aufgeheizte politische Stimmung in der Gemeinde.

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