san miguel de abona neuer bebauungsplan

San Miguel de Abona: Neuer Bebauungsplan steht vor Inkrafttreten

Genehmigung nach langem Verfahren

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den ergänzenden Generalbebauungsplan (Plan General de Ordenación Supletorio, PGOS) für San Miguel de Abona am 30. Dezember 2025 genehmigt. Der Gemeinderat der südteneriffischen Gemeinde hat diesen Beschluss mit den Stimmen der regierenden Coalición Canaria (CC) ratifiziert. Die Kommunalverwaltung „vertraut“ darauf, dass die kanarische Landesregierung das Dokument noch in diesem Monat im Amtsblatt der Kanarischen Inseln (Boletín Oficial de Canarias, BOC) veröffentlicht – dem Moment, in dem der Plan offiziell in Kraft tritt. Dies habe die zuständige Regionalministerium für Raumordnung, territorialen Zusammenhalt und Wasser dem Rathaus mitgeteilt.

Kritik an mangelnder Transparenz

Die oppositionelle PSOE fordert indes, den Zugang zum Dokument zu erleichtern. Auch Anwohner bemängelten in einer Stellungnahme, dass sie weder die Pläne noch die wesentliche Dokumentation des Bebauungsplans einsehen könnten. Die Gemeindeverwaltung verteidigt das Verfahren und weist darauf hin, dass der Plan von der öffentlichen Gesellschaft Gesplan ausgearbeitet und zunächst von der Kanarenregierung gebilligt wurde. Anschließend habe man „streng alle Fristen für die öffentliche Auslegung eingehalten“. Die Pläne seien sogar zweimal öffentlich ausgelegt worden, um Bürgern die Möglichkeit zur Stellungnahme zu geben.

Über tausend Einwendungen eingegangen

Während dieses Verfahrens habe der neue Bebauungsplan für San Miguel de Abona „mehr als tausend Einwendungen von Privatpersonen sowie einige Verbesserungsvorschläge der Gemeindeverwaltung“ erhalten. All dies sei mit dem Ziel geschehen, „das bestmögliche Dokument für die Zukunft von San Miguel de Abona zu garantieren“. Bürgermeister Arturo González (CC) betonte, dass der Plan eine „Schlüsselinstrument“ für die Entwicklung der Gemeinde sei. Er stellte klar, dass der Generalbebauungsplan „in keinem Fall Enteignungen vorsieht“ und rief angesichts „unzutreffender und böswilliger Informationen“ – eine versteckte Anspielung auf die oppositionelle PSOE – die Bevölkerung zur „Ruhe“ auf.

Bürgermeister betont: Plan ist noch nicht in Kraft

González lud die Einwohner ein, „sich über verlässliche offizielle Quellen zu informieren und sich von Desinformation fernzuhalten“. Er hob hervor, dass der Generalplan noch nicht in Kraft sei: „Die offizielle Veröffentlichung hat noch nicht stattgefunden, und erst wenn sie im Amtsblatt der Kanarischen Inseln erscheint, beginnt die gesetzliche Frist für sein Inkrafttreten.“ Der Bürgermeister erinnerte daran, dass der derzeit gültige Bebauungsplan aus dem Jahr 1987 stamme. Daher sei es „unverzichtbar, über ein aktuelles Instrument zu verfügen, das das Wachstum der Gemeinde mit Garantien, Ausgewogenheit und Weitblick ordnen kann“.

Grundlage für geordnete Entwicklung

Der neue Generalbebauungsplan sei „schlüssel- und grundlegend für die kommunale Entwicklung“. Er werde es ermöglichen, „das Wachstum, das San Miguel de Abona erlebt, geplant anzugehen und gleichzeitig zu gewährleisten, dass alle Bedürfnisse der Bevölkerung abgedeckt sind“. Sobald der Plan in Kraft trete, könne das Dokument wie jeder Bebauungsplan auch punktuell geändert werden, um es an neue, festgestellte Erfordernisse anzupassen, so González.

Individuelle Beratung für Grundstückseigentümer geplant

Nach der offiziellen Veröffentlichung und dem Inkrafttreten des ergänzenden Generalplans werde die Gemeindeverwaltung von San Miguel de Abona den Bürgern das „Municipal Technical Office“ (Oficina Técnica Municipal) zur Verfügung stellen. Dieses Büro werde individualisierte Informationen für diejenigen anbieten, die wissen möchten, wie das Dokument ihre Grundstücke behandelt. „Wir möchten, dass alle Nachbarn die Möglichkeit haben, sich präzise über ihren Einzelfall zu informieren“, erklärte Arturo González. Das Rathaus stehe den Bürgern zur Verfügung, „um jegliche Zweifel im Zusammenhang mit dem Dokument auszuräumen“.

Appell an Sachlichkeit und Zuversicht

Angesichts der Äußerungen der örtlichen Sozialisten verteidigte der Bürgermeister abschließend den neuen Bebauungsplan gegenüber der Bevölkerung: „Wir stehen vor einer guten Nachricht für San Miguel de Abona, denn die Genehmigung des Generalbebauungsplans ist ein grundlegender Schritt für die Zukunft der Gemeinde. Es ist wichtig, dass jede Bewertung auf der Grundlage zuverlässiger und vollständiger Informationen erfolgt.“

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