Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Die Faszination hält an
Zwei Tage sind vergangen, doch die Faszination für die Sonnenfinsternis ist ungebrochen. Die Nachfrage nach medizinischer Beratung zu Augenschutz steigt, ebenso das Interesse daran, von wo aus sich das zweite Ereignis der iberischen Eclipse-Serie am besten beobachten lässt. Doch eines ist bereits jetzt klar: Das Institut für Astrophysik der Kanarischen Inseln (IAC) blickt nach vorne – und bereitet seine ganz eigene Landung vor.
Der große Auftritt in Palencia
Am 12. August 2026 reiste ein Team des IAC nach Palencia, um dort die totale Sonnenfinsternis zu untersuchen. Das Ziel: Durch die Analyse der Sonnenkorona besser zu verstehen, wie Sonnenstürme entstehen – und diese in Zukunft präziser vorhersagen zu können. Denn solche Stürme können Satelliten beschädigen, die für Telekommunikation und Stromnetze überlebenswichtig sind.
Der Standort in Palencia erwies sich als wahrer Glücksgriff. Während der etwa zwei Minuten dauernden Totalität lieferte er dem wissenschaftlichen Team hochauflösende Bilder der Korona. Nachdem der Mond die Sonne „gebissen“ hatte, begann die nächste Phase: die mühsame Arbeit des Vergleichs. Die während der Finsternis aufgenommenen Bilder wurden mit Computermodellen abgeglichen, die im Vorfeld erstellt worden waren. Die ersten Ergebnisse sind äußerst vielversprechend – die Übereinstimmung liegt bei über 70 Prozent.
Von Palencia nach Marokko: Das Projekt NATE
Die gewonnenen Daten wird das Team in den kommenden Wochen nun minutiös auswerten. „Das Ziel ist es, solche Sonnenstürme vorhersagen zu können und ihre Auswirkungen zu minimieren“, erklärt Jorge Pérez, Koordinator des Projekts NATE (North Africa Telescope Eclipse), im Gespräch mit der Cadena SER Canarias.
Doch die eigentliche Bewährungsprobe steht noch bevor: Am 2. August 2027 wird eine weitere totale Sonnenfinsternis den Süden Spaniens und Nordafrika streifen – mit einer Dauer von bis zu sechs Minuten. Genau dafür rüstet sich das IAC jetzt. Für dieses Spektakel sucht das Institut bereits junge Talente: Studierende und Wissenschaftler von den Kanarischen Inseln sollen rekrutiert werden, um an Trainings und der Auswahl der Beobachtungsstandorte im kommenden Jahr teilzunehmen. Geplant ist, in Marokko ein Netzwerk von Teleskopen aufzubauen, um die Korona zu beobachten und während der wenigen Minuten der Totalität wertvolle Daten zu sammeln.
Die Idee dahinter ist ambitioniert: Schüler der Oberstufe und Studierende der ersten Universitätssemester von den Kanaren und aus Marokko sollen die Beobachtungen selbst anleiten. So sollen sie zu den Führungskräften von morgen werden – in der Astronomie und darüber hinaus.
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