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Tigermücke auf La Gomera entdeckt: Behörden handeln

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Tigermücke auf La Gomera entdeckt: Behörden aktivieren Überwachungssystem

Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Regierung hat über die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit die Entdeckung von Larven und ausgewachsenen Exemplaren der Tigermücke (Aedes albopictus) auf einer Finca im Mündungsgebiet der Schlucht von Valle Gran Rey auf La Gomera gemeldet. Damit ist erstmals ein Vorkommen dieses invasiven Insekts auf der Insel bestätigt worden.

Bürgerhinweis führte zu den ersten Funden

Bereits in der vergangenen Woche war über die für die entomologische Überwachung auf den Kanaren eingerichtete institutionelle E-Mail-Adresse eine Bürgermeldung eingegangen. Darin wurde auf das Vorkommen kleiner Mücken mit einem ungewöhnlich häufigen Stichmuster auf einer Finca in der Schlucht von Valle Gran Rey hingewiesen. Bei der Inspektion des Geländes durch Mitarbeiter des Universitätsinstituts für Tropenkrankheiten und öffentliche Gesundheit der Kanaren (IUETSPC) der Universität La Laguna wurden Exemplare gesammelt, die eindeutig als Aedes albopictus identifiziert wurden, wie das Gesundheitsministerium in einer Mitteilung erläuterte.

Überwachungssystem reagiert mit Fallen und Aufklärung

Nach diesem Fund wurde das Kanarische Entomologische Überwachungssystem aktiviert. Im Rahmen dieses Systems wurden bereits verschiedene Fallentypen aufgestellt sowie Inspektionen in der betroffenen Zone durchgeführt. Zudem werden die Anwohner dieses Bereichs der Gemeinde über die Anwesenheit der invasiven Mücken informiert. Die bisher vorliegenden Hinweise deuten darauf hin, dass es sich um eine versehentliche und punktuelle Einschleppung des Vektors über Material handelt, das Eier der Tigermücke enthalten haben könnte.

Autonomer Ausschuss legt Maßnahmenpaket fest

Am Dienstagmorgen trat der Autonome Ausschuss für entomologische Überwachung der Kanaren zusammen. An dem Treffen nahmen Vertreter der Inselregierung (Cabildo) von La Gomera, der Gemeindeverwaltung (Ayuntamiento) von Valle Gran Rey und der Gesundheitsdirektion der Region sowie Mitglieder der Generaldirektion für öffentliche Gesundheit und des IUETSPC teil. Gemeinsam wurden die durchzuführenden Maßnahmen beschlossen.

Das Überwachungssystem sieht vor, dass die Generaldirektion für öffentliche Gesundheit und das Institut für Tropenkrankheiten und öffentliche Gesundheit die Inspektionen im Fundgebiet aktivieren, mögliche Brutstätten beseitigen und weitere Fallen aufstellen, um festzustellen, ob sich weitere Exemplare in der Zone befinden. Darüber hinaus werden alle Institutionen, Unternehmen und Personen, die in diesem Gebiet von La Gomera tätig sind, sowie die Anwohner über die geplanten Maßnahmen informiert. Zudem erhalten sie Empfehlungen, um die Vermehrung der Mücken und die Entstehung neuer Brutstätten zu verhindern. Der Gemeindeverwaltung von Valle Gran Rey obliegt es, wie vereinbart, die Begasungs- und Reinigungsarbeiten in der betroffenen Zone durchzuführen.

So erkennt man die Tigermücke

Die Tigermücke (Aedes albopictus) ist eine schwarz-weiß gestreifte Mücke, die kleiner ist als die auf den Kanaren üblichen Arten. Sie tritt bevorzugt in städtischen Umgebungen auf und hat sich darauf eingestellt, sich in kleinen, vom Menschen geschaffenen Wasseransammlungen fortzupflanzen. Sie ist in anderen geografischen Regionen, in denen bestimmte Krankheiten endemisch sind, ein Überträger dieser Erkrankungen – was auf den Kanaren jedoch nicht der Fall ist.

Die Tigermücke sticht tagsüber, besonders in der Morgendämmerung und in der Abenddämmerung. Ihr Stich löst eine starke entzündliche Reaktion mit erheblichem Juckreiz aus. Sie bewegt sich in Bodennähe und erzeugt kein summendes Geräusch. Nur die Weibchen stechen, da sie sich für ihre Fortpflanzung von Blut ernähren müssen. Zudem benötigen sie Wasser (Brutstätten), um ihren Entwicklungszyklus abzuschließen: Sie legen ihre Eier vor allem in kleinen Behältern mit Wasseransammlungen ab, aus denen die im Wasser lebenden Larven schlüpfen, bis schließlich die ausgewachsene Mücke schlüpft. Mücken, die Menschen stechen, müssen sich in unmittelbarer Nähe ihrer Opfer vermehren. Die wirksamste Maßnahme gegen sie ist daher die Kontrolle oder Beseitigung ihrer Brutstätten.

Bevölkerung zur Mithilfe aufgerufen

Das Gesundheitsministerium appelliert an die Mithilfe der Bevölkerung, um mögliche invasive Mücken zu identifizieren und ihre Brutstätten zu beseitigen. Bürger werden gebeten, Fotos von möglichen Aedes-Vorkommen oder von starken entzündlichen Reaktionen nach Stichen an die E-Mail-Adresse [email protected] zu senden. Dabei sollen der genaue Fundort sowie eine Kontakttelefonnummer angegeben werden.

Das Ministerium betont, dass das Überwachungssystem selbst Larven und Eier invasiver Mücken frühzeitig und zuverlässig erkennt – noch bevor es zu Stichen in der Bevölkerung der Insel kommt. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bislang ausschließlich auf der gemeldeten Finca Stiche festgestellt wurden und das Vorkommen der Mücke nicht bedeutet, dass Krankheiten wie Dengue, Zika, Gelbfieber oder Chikungunya übertragen werden. Diese Krankheiten sind auf den Kanaren nicht heimisch, abgesehen von vereinzelten importierten Fällen.

Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen

Die erste Präventionsmaßnahme besteht darin, jegliche Wasseransammlungen zu kontrollieren und zu beseitigen, denn selbst kleinste Mengen – etwa der Deckel einer Flasche – können zu einer Brutstätte werden. Dazu wird empfohlen, Sand in die Untersetzer von Blumentöpfen zu geben und den Anbau von Pflanzen direkt in Wasser (Efeutute, Bambus, Geldbaum und Ähnliches) zu vermeiden, indem man sie in Erde umtopft. Im Außenbereich sollten leere Blumentöpfe, Flaschen, Eimer, Gießkannen und andere Behälter umgedreht aufbewahrt werden.

Weiterhin wird geraten, Wasseransammlungen in Gärten, auf Dachterrassen, Balkonen oder Terrassen nach dem Gießen oder nach Regenfällen zu vermeiden, Tier-Tränken täglich zu reinigen und das Wasser zu wechseln sowie Wasserbehälter und alle Gefäße zur Regenwassersammlung gut abzudecken.

Bisherige Erfolge des Überwachungssystems

Seit der Einführung des Entomologischen Überwachungsdienstes der Kanaren im Jahr 2019 wurden die Ausbrüche der Aedes-aegypti-Mücke auf Fuerteventura (2023) sowie auf La Palma und im Viertel El Toscal in Santa Cruz de Tenerife (2024) für beendet erklärt und die Mücken ausgerottet. Im März 2025 wurde der Ausbruch von Aedes albopictus in einem Gewächshaus in Tacoronte offiziell beendet, und im Juli desselben Jahres galt die Tigermücke im Viertel La Vuelta de los Pájaros in der Inselhauptstadt Santa Cruz de Tenerife als ausgerottet.

Weiterhin offen sind hingegen die Ausbrüche durch nachgewiesene Exemplare von Aedes albopictus am Flughafen Teneriffa Süd und in der Gemeinde Tuineje auf Fuerteventura sowie von Aedes aegypti im Hafen von Santa Cruz de Tenerife, am Muelle Santa Catalina und im Viertel Piletas in Las Palmas de Gran Canaria.

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