Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Schwere Magen-Darm-Erkrankung im Urlaubsparadies
Zehn Mitglieder einer britischen Familie behaupten, während ihres Urlaubs in einem Ferienkomplex in Jandía auf Fuerteventura an einer schweren Magen-Darm-Erkrankung gelitten zu haben. Dies teilte die britische Anwaltskanzlei Irwin Mitchell mit, die die Betroffenen vertritt. Die Gruppe aus elf Personen aus West Yorkshire verbrachte im Juli und August 2025 zwei Wochen mit All-inclusive-Verpflegung auf der Insel.
Erkrankung schon kurz nach der Ankunft
Laut der Kanzlei erkrankten zehn der Familienmitglieder nur wenige Tage nach ihrer Ankunft, und vier leiden auch Monate später noch unter den Folgen. Die Familie war nach Fuerteventura gereist, um den 60. Geburtstag von Joyce Arandall zu feiern. Doch mehrere Mitglieder begannen schon kurz nach dem Einchecken in den Ferienkomplex unter Erbrechen, Durchfall, starken Bauchschmerzen, Übelkeit und intensiver Erschöpfung zu leiden.
Rachel und Andrew Constable geben an, am 24. Juli erkrankt zu sein, nachdem sie im Restaurant der Anlage zu Abend gegessen hatten. Joyce Arandall zeigte drei Tage später erste Symptome. Die Kanzlei führt aus, dass einige der Betroffenen während des restlichen Urlaubs weiter unter Beschwerden litten und mehrere bis heute gesundheitliche Probleme haben.
Vorwürfe gegen den Ferienkomplex
In den von Irwin Mitchell vorgelegten Aussagen beschreiben die Betroffenen angebliche Mängel sowohl in den Zimmern als auch im Gastronomiebereich. Unter anderem geben sie an, verschmutzte Bettwäsche und Handtücher vorgefunden zu haben, ebenso Kakerlaken in einigen Zimmern sowie treibende Rückstände im Pool. Zudem behaupten sie, dass im Restaurant kalte Speisen, innen noch gefrorene Produkte und sogar rohes Hähnchen serviert worden seien. Diese Angaben stammen aus den Schilderungen der Gäste und den Untersuchungen ihrer Anwälte.
Ein Todesfall als Vorgeschichte
Der neue Fall erhält besondere Brisanz durch ein Ereignis im selben Ferienkomplex. Irwin Mitchell vertritt auch vier weitere britische Touristen, die sich nach einem Aufenthalt dort im Jahr 2024 erkrankten – darunter die Witwe des 70-jährigen Leslie Green. Green und seine Frau erreichten die Anlage am 1. Oktober 2024. Er erkrankte wenige Tage später, wurde in ein Krankenhaus auf Fuerteventura eingeliefert und verstarb am 4. November.
Eine im Jahr 2025 im Vereinigten Königreich durchgeführte forensische Untersuchung kam zu dem Schluss, dass er an den Folgen einer Erkrankung starb, die er nach dem Verzehr von teilweise gegartem Hähnchen erlitten hatte.
Rechtliche Schritte gegen den Reiseveranstalter
Die Kanzlei Irwin Mitchell hat angekündigt, im Namen der Familie rechtliche Schritte gegen Jet2holidays einzuleiten, den Reiseveranstalter, bei dem die Reise gebucht wurde. Die Anwältin Jennifer Hodgson erklärt, die eingegangenen Aussagen wiesen Ähnlichkeiten mit anderen Beschwerden über dieselbe Unterkunft auf, und hält es für notwendig, zu klären, ob ein Muster vorliegt. Die Kanzlei hat zudem weitere Personen, die nach einem Aufenthalt in der Anlage gesundheitliche Probleme erlitten haben, dazu aufgerufen, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen, um die Untersuchung zu untermauern. Bislang liegt keine Stellungnahme des Ferienkomplexes zu den neuen Vorwürfen vor.
Die neuesten Nachrichten von den Kanaren
Tägliche News, Wetterwarnungen und praktische Infos – direkt von den Inseln, auf Deutsch. Wir leben hier und wissen, was los ist – bevor die Medien darüber berichten. Alles erscheint auf unserem WhatsApp-Kanal – ohne Umwege, ohne Algorithmus.

