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Luxus-Flotte im Trockendock: Las Palmas wird zum Spezialisten

Fünf Luxusliner im Trockendock: Gran Canaria glänzt mit Spezialwissen

Der Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria verzeichnet in diesen Tagen eine bemerkenswerte Aktivität im Segment der Luxuskreuzfahrten. Gleich fünf Einheiten liegen trocken in den Anlagen der Werft ASTICAN, wo hochwertige Reparatur-, Wartungs- und Umbaumaßnahmen durchgeführt werden. Wie die Hafenbehörde mitteilt, handelt es sich um die Luxusschiffe Le Austral und Le Boréal der Reederei Ponant, die von internationalen Einsätzen in polaren Expeditionsgebieten kommen. Dazu gesellen sich die Sea Cloud Spirit, ein exklusiver Dreimast-Segelkreuzer mit einer Länge von 138 Metern, der Ocean Explorer von Quark Expeditions, ein luxuriöses Expeditionsschiff für Polarregionen, sowie die Hanse Explorer, ein luxuriöses Expeditions-Megayacht mit Eisbrecherfähigkeiten, speziell für die Erkundung polarer und entlegener Zonen konzipiert.

Pionierarbeit für die Umwelt: Neue Bugwülste made in Canarias

Neben den üblichen Reparaturarbeiten an solchen Schiffen sticht besonders ein Eingriff an den beiden Ponant-Schiffen hervor. Die Werft installiert ihnen neue, in ASTICAN selbst entworfene und gefertigte Bugwülste. Es handelt sich um eine Pionierleistung auf den Kanarischen Inseln, die darauf abzielt, die Energieeffizienz der Schiffe zu verbessern und ihre Umweltauswirkungen zu verringern. „Dass zum ersten Mal auf den Kanaren Bugwülste gefertigt und verbaut werden, um die Effizienz der Schiffe zu steigern und ihre Verschmutzung zu reduzieren, ist kein Zufall. Es ist das Ergebnis des Know-hows unserer Hafenunternehmen, die sich das Vertrauen der Schiffseigner durch hohe Servicequalität erarbeitet haben“, betonte Beatriz Calzada, Präsidentin der Hafenbehörde von Las Palmas.

Spitzenposition im nationalen Vergleich gesichert

Die gleichzeitige Anwesenheit dieser Luxuskreuzer in unseren Anlagen spiegelt das Spezialisierungsniveau wider, das der Hafen von Las Palmas im Bereich der Schiffsreparatur erreicht hat. Das hält uns national in diesem Sektor an der Spitze“, so Calzada weiter. „Es handelt sich um ein besonders anspruchsvolles Segment, das technische Fähigkeiten, Präzision und eine hochqualifizierte Hafencommunity erfordert.“ Die ASTICAN-Gruppe positioniere sich damit als Referenz für solche Projekte in Spanien und habe in ihren Zentren ASTICAN und ASTANDER bereits sechs derartige Maßnahmen durchgeführt.

So funktionieren die energiesparenden Bugwülste

Bugwülste sind hydrodynamische Elemente am vorderen Teil des Rumpfes unterhalb der Wasserlinie. Ihre Funktion ist es, den Wasserfluss zu verändern und den Widerstand beim Vorwärtsfahren des Schiffes zu verringern. Durch dieses Design wird der Kraftstoffverbrauch und folglich der Ausstoß von Treibhausgasen gesenkt, zusätzlich wird die Leistung bei der Fahrt optimiert. Der Einbau dieser neuen Wülste bedeutet, dass die originalen, mit denen die Schiffe gebaut wurden, entfernt und durch für die aktuellen Betriebsbedingungen optimierte Designs ersetzt werden – ein technisch hochkomplexer Eingriff, der ein hohes Maß an Spezialisierung erfordert.

Strategische Ausrichtung auf internationale Spezialprojekte

Die gleichzeitige Präsenz dieser fünf Luxusschiffe unterstreicht die Position des Hafens von Las Palmas als einen der wichtigsten Knotenpunkte im Atlantik für spezialisierte Schiffsreparaturen. Der Hafen ist in der Lage, komplexe Projekte sowohl im Offshore-Bereich als auch im Segment hochwertiger Passagierschiffe zu betreuen. „Maßnahmen wie diese, die Innovation, Nachhaltigkeit und technisches Know-how kombinieren, stärken unsere internationale Positionierungsstrategie“, schloss Calzada. „Sie ermöglichen es uns, weiter in Richtung eines effizienteren, wettbewerbsfähigeren und mit den ökologischen Herausforderungen der maritimen Branche abgestimmten Hafennodells voranzuschreiten.“

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