Spektakuläres Flugfest: 30. Internationales Festival in Puerto de la Cruz
Puerto de la Cruz feierte am Sonntag, dem 26. Juli 2026, die 30. Ausgabe des Internationalen Flugmodell- und Luftfahrtfestivals. Die Veranstaltung war Teil der traditionellen Julifeierlichkeiten der Gemeinde im Norden Teneriffas und zog zahlreiche Besucher in ihren Bann. Die Hafenpromenade, direkt an der berühmten Batterie Santa Bárbara gelegen, bot die beeindruckende Kulisse für eine große Parade von Militärflugzeugen, Einsatzfahrzeugen und zahlreichen Informationsangeboten.
Bürgermeister lobt Verbindung von Tradition und Hightech
Bürgermeister Leopoldo Afonso hob in seiner Eröffnungsrede hervor, wie gut es dem Festival gelinge, Tradition mit modernster Technik zu verbinden. Er betonte den enormen pädagogischen Wert der Schau, die es der Bevölkerung Teneriffas ermögliche, die Streitkräfte und Sicherheitskräfte hautnah kennenzulernen und so Verständnis für ihre Arbeit zu entwickeln.
Highlights des Tages: Eurofighter, Hubschrauberlandung und Simulatoren
Den absoluten Höhepunkt des Tages markierten die Kampfjets des Geschwaders 46 der spanischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Die Eurofighter donnerten gleich viermal über die Küste der Gemeinde und rissen die Zuschauer von ihren Sitzen. Ein weiterer Publikumsmagnet war die Landung und Ausstellung des Hubschraubers vom Typ Bhelma VI auf dem Hafenvorplatz. Ergänzt wurde das Programm durch Vorführungen von Rettungshubschraubern der kanarischen Notfall- und Rettungsgruppe (GES). Die Besucher nutzten die Gelegenheit, um ausgiebig zu staunen: Sie ließen sich mit den Bodenfahrzeugen fotografieren, testeten Flugsimulatoren und besichtigten aus nächster Nähe originale Waffen und militärische Ausrüstung.
Eine Tradition mit über 100 Jahren Geschichte
Das Festival blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, deren Wurzeln über ein Jahrhundert zurückreichen. Bereits im Jahr 1913 überflog der französische Flugpionier Maurice Poument das Gebiet der Schlucht von San Felipe und führte eine der ersten dokumentierten Flugschauen auf den Kanaren durch. Dieses historische Ereignis wiederholte sich 1914 mit dem Piloten Lucien Demazel und legte den Grundstein für die Leidenschaft zur Luftfahrt auf der Insel. Im Jahr 1981 schließlich integrierte eine Gruppe junger Einheimischer den Flugmodellbau offiziell in die örtlichen Schutzheiligenfeste. In den drei Jahrzehnten seiner modernen Geschichte war das Festival bereits Schauplatz für Größen der Raumfahrt wie Pedro Duque, für Kunstflugstaffeln wie die Patrulla Águila sowie für Koryphäen des ferngesteuerten Flugzeugbaus wie Juan Cerdán oder den Spezialisten Ferman.
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