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500 Wohnmobile: Protest gegen Parkplatznot auf Teneriffa

Wohnmobil-Protest auf Teneriffa: Hunderte Fahrzeuge für mehr Rechte

Am Freitag und Samstag werden auf Teneriffa zwei Wohnmobil-Verbände mobil machen, um auf die schwierige Lage dieser Reisegemeinschaft auf den Kanaren aufmerksam zu machen. Organisiert wird die Protestaktion von der Föderation G3A in Zusammenarbeit mit ACAT Teneriffa. Es soll eine einheitliche, friedliche und für alle Mitglieder der Szene offene Demonstration werden.

500 Fahrzeuge haben bereits zugesagt

Die Veranstalter zeigen sich überzeugt vom Erfolg der Aktion. Bereits jetzt hätten sich rund 500 Fahrzeuge für die geplante Route verpflichtet. Dennoch laden sie auch andere Vereine, Clubs und private Wohnmobilisten zur Teilnahme ein. Wie die Föderation G3A betont, gehe es vor allem darum, die Situation der Camper auf den Inseln geschlossen sichtbar zu machen – im Fokus stehe die Gemeinschaft, nicht die Einzelperson.

Ablauf: Treffpunkt und Route

Die Vorkonzentration beginnt am Freitag um 15:00 Uhr an der Tankstelle El Gomero in der Gemeinde San Miguel de Abona, im Süden Teneriffas. Dort können sich die Teilnehmer organisieren und übernachten. Die eigentliche Protestfahrt durch mehrere Orte der Insel startet dann am Samstag um 11:00 Uhr von diesem Punkt aus. Die Route ist noch nicht endgültig von der spanischen Regierungsdelegation genehmigt, aber die Veranstalter planen eine Fahrt durch Granadilla, Los Abades (Arico), Candelaria (entlang der Rambla de Los Menceyes) und Santa Cruz de Teneriffa. Die Rückfahrt erfolgt auf demselben Weg, mit verschiedenen Sammelpunkten, um Sicherheit und Sichtbarkeit zu gewährleisten.

„Keine Einzelaktion, sondern eine gemeinsame Stimme“

Die Organisation betont, dass es sich um eine friedliche, geordnete und mit den Behörden abgestimmte Mobilisierung handelt. „Diese Demonstration ist aus der Einheit heraus entstanden. Es geht nicht um Einzelpersonen, sondern darum, eine Realität sichtbar zu machen, die die gesamte Wohnmobil-Community auf den Kanaren betrifft. Wir rufen daher alle auf, teilzunehmen und sich einer Mobilisierung anzuschließen, die ein zusammenhängendes Bild vermitteln will“, heißt es seitens der Veranstalter.

Parkplatznot und Schikanen: Die Probleme der Camper

Die Beschwerden sind vielfältig. Juan Martín, Präsident von ACAT und Mitglied der Föderation G3A, beklagt gegenüber Canarias Ahora vor allem den zunehmenden Mangel an Stellplätzen und speziell ausgestatteten Flächen, etwa für die umweltgerechte Entsorgung von Abwasser. Hinzu kämen immer neue Einschränkungen, die ein vernünftiges Reisen erschwerten.

Martín rechnet für Samstag mit mindestens 500 protestierenden Wohnmobilen. Allein in seiner Föderation gebe es rund 1.000 Mitglieder, wobei in der Regel zwei Personen pro Fahrzeug unterwegs seien. Der andere koordinierende Verband zähle etwa 400 Mitglieder. „Die Gemeinden schränken die Parkplätze immer weiter ein. Sie machen sie zwischen 1,80 und 4 Metern Länge – das ist zu kurz für ein normales Wohnmobil oder einen großen Transporter“, so Martín. Zudem berichten die Camper von einer zunehmenden Verfolgung. Erst am vergangenen Wochenende seien in der Gemeinde Candelaria rund 30 Wohnmobile vertrieben worden.

Wohnmobilisten sehen sich als Wirtschaftsfaktor

Mit Transparenten und Sprechchören fordern die Demonstranten daher ein Ende dieser Schikanen. Gleichzeitig betonen sie: „Wir sind weit davon entfernt, ein Problem zu sein. Im Gegenteil, wir sind eine Chance für die Orte, die uns aufnehmen. Wir beleben die Wirtschaft, konsumieren und respektieren die Umgebung.“ Die Protestfahrt soll diese Botschaft nun eindrucksvoll in die Inselhauptstadt und die umliegenden Gemeinden tragen.

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