Ankunft im Hafen von Gran Tarajal
20 Männer nordafrikanischer Herkunft sind am Freitag im Hafen von Gran Tarajal auf Fuerteventura angekommen. Wie die Guardia Civil mitteilte, erreichten sie die Insel in einem Fischerboot, das aus El Aaiún (Westsahara) stammt. Die Ankunft erfolgte am frühen Morgen.
Ermittlungen wegen Diebstahls
Nach Angaben der Sicherheitsbehörden wird derzeit untersucht, ob es sich bei dem Boot mit dem Namen „Aali“ um ein Fischerboot handelt, für das in El Aaiún eine Diebstahlsanzeige vorliegt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre dies bereits das vierte als Patera genutzte Fischerboot, das nach einer Entwendung aus seinem Heimathafen innerhalb des letzten Jahres die Kanarischen Inseln erreicht hat.
Besorgniserregende Serie
Erst am 28. Juni hatte die spanische Seenotrettung (Salvamento Marítimo) etwa 100 Kilometer vor Lanzarote elf marokkanische Männer aus einem Fischerboot gerettet, das im Hafen von Agadir (Marokko) gestohlen worden war. Die Migranten hatten nach einer Panne hilflos auf See getrieben und um Hilfe gebeten. Die beiden weiteren Fälle ereigneten sich im Jahr 2025 auf Lanzarote: Am 18. Juni erreichte ein Boot den Hafen von Arrecife mit 14 Männern an Bord, darunter ein Minderjähriger. Am 10. September strandete ein weiteres Fischerboot an der Küste von Órzola, wo es auf Grund lief und in Flammen aufging. Damals befanden sich fünf marokkanische Männer an Bord.
Entdeckung durch Radarsystem
Im aktuellen Fall wurde das Fischerboot am Freitag gegen 6:42 Uhr vom Küstenüberwachungsradar SIVE erfasst, als es sich Fuerteventura näherte – genauer gesagt auf etwa 24 Kilometer vor Caleta de Fuste. Das Rettungsboot „Salvamar Ízar“ wurde zur Kontrolle ausgesandt und begleitete das Schiff ohne Zwischenfälle bis in den Hafen von Gran Tarajal.

