Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Bitterer Rekord zum Sommerausklang
Der August endete mit einer äußerst schlechten Nachricht für die Bananenproduzenten der Kanarischen Inseln – und das, obwohl sie bereits seit Wochen darauf gewartet hatten. In der 35. Kalenderwoche (24. bis 30. August) ist der Erzeugerpreis für die Kanarische Banane auf den niedrigsten Stand dieses Jahres und zugleich der letzten zwölf Monate gefallen: gerade einmal 0,325 Euro pro Kilo werden erzielt. Damit liegt der Wert nicht nur unter den 0,35 Euro der Vorwoche, sondern unterschreitet sogar das bereits schwache Niveau der 33. Woche, in der noch 0,33 Euro pro Kilo gezahlt wurden.
Für ihre Verkäufe in jener Woche, die erst in mehr als einem Monat abgerechnet werden, werden die Inselbauern nun den mageren Durchschnittserlös von 0,32 Euro pro Kilo erhalten – und das für Spitzenqualitäten. Dies bestätigen die Daten, die das spanische Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) am vergangenen Donnerstag veröffentlicht hat. Wurde bereits seit Anfang Juli angesichts sinkender Preise für Schnittware und Verschiffungen von einem ruinösen Anbau gesprochen, so muss für die aktuelle Entwicklung nun ein neuer Begriff gefunden werden.
Nur ein Drittel der Kosten wird gedeckt
Die Summe, die den örtlichen Erzeugern über die Vermarktungsunternehmen auf ihren Bankkonten gutgeschrieben wird, ist doppelt ernüchternd. Zum einen handelt es sich um den schlechtesten durchschnittlichen Jahreswert für Premiumqualität – wohlgemerkt: Kein Betrieb produziert ausschließlich diese Spitzenklasse. Zum anderen ist es der niedrigste Mittelwert im Vergleich zu den letzten 52 Wochen. Besonders bitter ist jedoch: Mit diesen Einnahmen kann der Bananenproduzent gerade einmal ein Drittel seiner Produktionskosten auf dem Feld decken. Diese liegen Schätzungen zufolge zwischen 0,80 und 0,90 Euro pro Kilo – eine Spanne, die dringend aktualisiert werden müsste. Selbst die direkte Beihilfe des EU-Programms Posei, die zusätzlich zum Marktpreis gezahlt wird, kann das Defizit nicht ausgleichen.
Die Stimmung unter den Landwirten ist entsprechend aufgeheizt, auch wenn sie ihren Frust öffentlich nur selten zeigen. Von Asprocan, dem Verband der Bananenproduzenten, der bei Sommerkrisen üblicherweise als Ansprechpartner dient, kommen keine Lösungen. Man beschränke sich darauf, auf den September und die damit erhoffte Nachfragebelebung zu warten, wie es in Branchenkreisen heißt. Ob diese Rechnung aufgeht, ist jedoch ungewiss – ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt ein gemischtes Bild: 2025 erholten sich die Preise, 2024 nicht, und im dramatischen Jahr 2023 blieb die Erholung nahezu das gesamte Jahr aus.
Hoffen auf den Herbst – ohne eigenes Zutun
Die anhaltende Krise bei den Erzeugerpreisen in den Sommermonaten bleibt damit weiterhin ungelöst. Das Schiff treibt – so ließe sich die Situation bildhaft beschreiben – und man überlässt es dem Markt, die Dinge zu regeln. Ein Vorgehen, das durchaus dem liberalistischen Credo entspricht, das Asprocan-Präsident José Carlos Rendón gern in die Mikrofone formuliert. Und tatsächlich: Nach Informationen aus Erzeugerkreisen, die mit der Vermarktungskommission des Verbands verbunden sind, bahnt sich die nächste Erholung bereits von selbst an. Erste Anzeichen einer Preiserholung im Groß- und Grünverkauf auf dem spanischen Festland seien erkennbar – voraussichtlich ab der zweiten Septemberwoche (Kalenderwoche 37). Dann soll die Verschiffungsmenge bei beachtlichen 6,8 Millionen Kilo liegen. In der laufenden Woche 36 war das geplante Volumen mit etwa 6,5 Millionen Kilo etwas geringer. Zusätzlich wurden 330.000 Kilo auf den Feldern zurückgehalten, die nun zumindest teilweise zusätzlich in die Mengen der kommenden Woche einfließen.
Den gleichen Quellen zufolge gewähren die großen Einzelhandelsketten derzeit erhebliche Preisnachlässe, um ältere oder überschüssige Ware abzuverkaufen. Dadurch könnten sich die Reifekammern leeren, die Nachfrage nach frischer Ware anziehen und ein neuer Verkaufszyklus beginnen – gestützt durch die erfahrungsgemäß bessere Nachfrage Anfang und Mitte September, wenn das Leben nach den Massenurlauben wieder in den normalen Bahnen läuft.
Die privaten Vermarkter im Umfeld von Asprocan sprechen bereits vom „Verlassen des Tals der Tränen“ – wieder einmal, ohne selbst nennenswert etwas getan zu haben, wie die von den niedrigen Preisen am stärksten betroffenen Bauern kritisch anmerken. Der ruinösen Ertragslage im Sommer, deren Last allein der Produzent trägt und die nicht immer die einzige Krise des Jahres ist, werde so weiterhin nicht entgegengewirkt. Die Geduld der Erzeuger mit den meisten Früchten in diesen Monaten ist bemerkenswert – ebenso wie das Ausbleiben von Aufbegehren oder kollektiven öffentlichen Protesten der am stärksten betroffenen Betriebe.
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