mutiger jungbauer stoppt brandstifter el tanque

Mutiger Jungbauer stoppt Brandstifter auf Teneriffa

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Zivilcourage auf Teneriffa: Ein Landwirt wird zum Helden

Es gibt Momente, da zählt jede Sekunde. Jesús González Correa aus Genovés (Garachico) erlebte einen solchen Moment am 18. August – und handelte, ohne zu zögern. Der junge Mann stoppte einen Brandstifter, der im Waldgebiet von San José de los Llanos in der Gemeinde El Tanque Feuer legen wollte. „Die Wut war stärker als die Angst“, gesteht er im Nachhinein.

Eine Rauchsäule im Pinienwald

Als Jesús seine Finca verließ, entdeckte er einen Nachbarn, der am Straßenrand stand und aufgeregt mit der Notrufzentrale 112 telefonierte. Sein Blick war auf eine Rauchsäule mitten im Pinienwald gerichtet. Feuerwehr und Polizei waren zwar bereits alarmiert, doch es hätte lange gedauert, bis sie eingetroffen wären. Jesús handelte sofort – schließlich ging es auch um seine eigene Existenz. „Wenn hier ein Feuer ausgebrochen wäre, hätte das meine Finca schwer getroffen“, erklärt González Correa.

Ohne zu zögern, wendete er sein Auto und fuhr mit quietschenden Reifen in Richtung der Rauchsäule. Was er dort fand, übertraf seine Befürchtungen: Ein Mann verbrannte Kiefernnadeln – und schüttete immer mehr davon ins Feuer. „Ich habe ihn angeschrien, was er da tut“, erinnert sich der junge Landwirt. Doch der Unbekannte ignorierte ihn einfach. Da handelte Jesús: Er trat mutig an das Feuer heran und begann, es mit bloßen Händen und einfachsten Mitteln zu ersticken.

„Ich habe einen Kreis angelegt, damit sich das Feuer nicht weiter ausbreiten konnte, und alles brennbare Material entfernt. Das Feuer hatte nicht viel Kraft, und so gelang es mir, es zu löschen“, berichtet er stolz. Kurz darauf trafen die Einsatzkräfte der Brifor (Waldbrandbekämpfungseinheit der Kanarischen Inseln) ein, die laut Jesús äußerst schnell reagierten.

Jagd auf den Brandstifter

Doch damit gab sich Jesús nicht zufrieden. Als er die Waldarbeiter fragte, ob sie den Brandstifter nicht festnehmen könnten, musste er erfahren: Die Feuerwehrleute waren nicht befugt, den Mann zu stoppen. Aber der junge Mann aus Genovés dachte nicht daran, den Brandstifter einfach davonziehen zu lassen. „Mir war klar: Wenn er hier Feuer legt, macht er es vielleicht gleich woanders wieder“, so seine Überlegung. Er rief seine Freundin an, damit er nicht allein sein musste – und machte sich auf die Suche nach dem Mann.

Sein Instinkt führte ihn direkt zum Ziel: „Ich habe ihn in der Nähe meiner Finca gesehen. Ich bin aus dem Auto gestiegen und habe versucht, ihn festzuhalten, bis ich die Sirenen hörte. Dann kamen die Umweltschutzbeamten und die Guardia Civil und haben ihn festgenommen.“ Der Mann war ihm unbekannt – in San José de los Llanos hatte man ihn zuvor nie gesehen.

Ein Held mit Bodenhaftung

Bei der polizeilichen Vernehmung stellte sich heraus: Der Brandstifter war Ausländer und hatte sowohl in seiner Heimat als auch auf Teneriffa bereits mehrfach mit dem Gesetz zu kämpfen gehabt. Die Nachricht erhöht die Bedeutung von Jesús‘ Eingreifen – er hat möglicherweise Schlimmeres verhindert.

Doch der junge Mann selbst bleibt bescheiden. „Das hätte doch jeder gemacht. Was ich getan habe, hätte auch jeder andere Nachbar tun können. Es geht darum, unseren Ort zu schützen“, sagt er. Und er hat einen klaren Rat: „Man muss schnell handeln. Wenn man ängstlich danebensteht, wird das Feuer nur schlimmer.“

Auch wenn ihm im Nachhinein bewusst ist, dass die Situation gefährlich hätte werden können – „wenn der Mann mich mit einem Messer angegriffen hätte, wäre alles anders gekommen“ –, bereut er seine Aktion nicht. „Ich bin nach vorne gegangen und habe zuerst an meine Finca und meinen Wald gedacht, nicht an mich.“

Ehrung durch die Gemeinde

Die Gemeinde El Tanque hat den mutigen jungen Mann inzwischen offiziell gewürdigt. Jesús wohnt zwar in Genovés, fühlt sich aber San José de los Llanos tief verbunden – schließlich sei es „mein Dorf“. Seine Geschichte zeigt, dass Zivilcourage und schnelles Handeln echte Katastrophen verhindern können. Ein Beispiel, das hoffentlich Schule macht.

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