partielle mondfinsternis kanaren august

Blutmond über den Kanaren: Partielle Mondfinsternis am Freitag

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Himmelsspektakel zum Monatsende

Die Kanarischen Inseln verabschieden sich vom Monat August – und tun dies mit einem besonderen Schauspiel am Nachthimmel: In der Nacht zum Freitag, dem 28. August, ereignet sich eine partielle Mondfinsternis. Wir befinden uns derzeit mitten in einer Eclipse-Saison, wie das Institut für Astrophysik der Kanaren (IAC) erklärt. Innerhalb eines Zeitfensters von etwas mehr als 30 Tagen fluchten die Geometrien von Sonne, Erde und Mond derart, dass sich die Himmelskörper gegenseitig verdecken.

Erst am 12. August sorgte eine totale Sonnenfinsternis über weiten Teilen des spanischen Festlands für Aufsehen, während von den Kanaren aus zumindest eine partielle Abdeckung zu sehen war. Nun vollendet die Architektur unseres Sonnensystems den Zyklus: In den frühen Morgenstunden des Freitags steht eine partielle Mondfinsternis an.

Bis zu 96 Prozent im Schatten

Zum Zeitpunkt der maximalen Verdunkelung wird der Erdschatten – die sogenannte Umbra – zwischen 90 und 96 Prozent der Mondscheibe bedecken. Übrig bleibt lediglich eine hauchdünne äußere Sichel, die weiterhin direktes Sonnenlicht empfängt. Das Phänomen tritt auf, wenn sich die Erde exakt zwischen Sonne und Mond positioniert und dabei einen Schattenkegel in den Weltraum wirft. Durchquert der Mond diese abgeschattete Region, erreicht ihn keine direkte Sonnenstrahlung mehr.

Die Astrophysikerin und Wissenschaftskommunikatorin des IAC, Irene Puerto, erläutert die Hintergründe: „In ihrem orbitalen Tanz mit tausenden Kilometern pro Stunde fluchten sich diese drei Himmelskörper – Erde, Mond und Sonne – perfekt im Raum, was zu einer Sequenz von Verfinsterungen führt.“ So geschehen in diesem August. „In jeder dieser Saisons werden üblicherweise zwei bis drei Finsternisse registriert, die sich zwischen Sonnen- und Mondereignissen abwechseln“, so Puerto weiter.

Warum der Mond nicht verschwindet

Entgegen der intuitiven Annahme wird der Teil des Mondes, der in den Erdschatten eintaucht, nicht vollkommen unsichtbar, betont das IAC. Der Grund dafür liegt in der Erdatmosphäre selbst: Das Sonnenlicht streift die Ränder des Planeten und durchdringt die atmosphärischen Schichten. Dabei streut die Atmosphäre die kürzeren, blauen Wellenlängen – derselbe Effekt, der den Himmel tagsüber blau erscheinen lässt. Die Refraktion übernimmt den Rest: Die längeren Wellenlängen, also die rötlichen und orangefarbenen Töne, werden gebrochen und in das Innere des Schattenkegels gelenkt, wo sie auf die Mondoberfläche projiziert werden.

Während der Finsternis fungiert der Mond wie eine Leinwand, die das Licht all jener Sonnenauf- und -untergänge reflektiert, die sich gleichzeitig auf der Erde ereignen. Anders als bei Sonnenfinsternissen ist die Beobachtung einer Mondfinsternis absolut ungefährlich für das menschliche Auge – es sind weder Filter noch spezieller Augenschutz erforderlich.

Uhrzeiten für die Kanaren und Deutschland

Wer das Naturschauspiel nicht verpassen möchte, muss in der Nacht zum Freitag, dem 28. August, entweder lange aufbleiben oder früh aufstehen. Auf den Kanarischen Inseln (lokale Zeit) beginnt die Schattenphase um 03:30 Uhr, der Höhepunkt der Verfinsterung wird um 05:13 Uhr erreicht.

Auch von Deutschland aus lässt sich das Ereignis beobachten, wenn auch zu einer etwas ungemütlicheren Stunde: Hierzulande beginnt die partielle Phase um 04:34 Uhr, der Höhepunkt ist um 06:12 Uhr erreicht, wenn 96 Prozent der Mondscheibe verdunkelt sind. In anderen Regionen, etwa in Lateinamerika, ist das Phänomen je nach Zeitzone in den letzten Stunden der Nacht von Donnerstag auf Freitag oder in der vorangegangenen Mitternacht sichtbar.

Beobachtungstipps vom IAC

Das IAC empfiehlt, die Nacht zum Freitag aus wissenschaftlichem Anlass durchzumachen oder früh aufzustehen, denn die Himmelsmechanik biete eine perfekte Gelegenheit, die Dynamik unserer kosmischen Nachbarschaft live zu verfolgen. Besondere Voraussetzungen sind nicht nötig: Weder muss man einen hohen Berg besteigen, noch benötigt man technische Hilfsmittel. Der Blick zum Nachthimmel genügt – und etwas Glück mit dem Wetter.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link