Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Erfolg für den Widerstand: Baubeginn vorerst ausgesetzt
Der Druck der Nachbarschaftsvereinigung El Sargo aus dem Küstenort El Pris in Tacoronte zeigt Wirkung. Nach einem als „lang und angespannt“ beschriebenen Treffen zwischen den Bürgern, der Gemeindeverwaltung und den Abteilungen für Straßen und Natur der Inselregierung von Teneriffa (Cabildo) wird der geplante Bau an der Küstenstraße um zwei Wochen verschoben. Das von der Inselverwaltung vorgelegte Projekt zur Vermeidung von Schäden, wie sie zuletzt das Tiefdruckgebiet Therese verursacht hatte, war bei den Anwohnern auf deutliche Ablehnung gestoßen. Bereits am 13. August hatten sie protestiert und die Arbeiten in der vergangenen Woche durch Sitzblockaden vor Ort verhindert.
Experten an ihrer Seite: Anwohner lassen sich nicht abspeisen
Bei dem Treffen präsentierten alle drei Parteien ihre Vorschläge zur Lösung der Problematik. Die Anwohner ließen sich dabei von einem Ingenieur für Wasserbau sowie einem Anwalt unterstützen. Die kommunale und insulare Verwaltung hingegen erschien mit ihren jeweiligen Fachleuten. Nach Ablauf der zweiwöchigen Frist und Prüfung aller Optionen wollen die Beteiligten erneut zusammenkommen, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Im Fokus stehen dann technische Lösungsansätze, die fachlich fundiert diskutiert werden sollen, mit dem Ziel, einen gemeinsamen Konsens zu finden. Die Krux liegt darin, einen Kompromiss zu erarbeiten, der allen Seiten gerecht wird.
Während die Verhandlungen im Rathaus von Tacoronte liefen, versammelte sich rund einhundert Anwohner von El Pris vor den Türen des Gebäudes. Sie bekräftigten ihren Protest gegen die Baumaßnahme und nutzten die Gelegenheit, um individuell Unterschriften im Eingangsregister einzureichen, um sich formell gegen das Projekt des Cabildo zu stellen.
„Wir haben eine zweiwöchige Aussetzung erreicht“
Die Vize-Präsidentin der Nachbarschaftsvereinigung, Olga Sánchez, zeigte sich mit dem Zwischenstand zufrieden: „Wir haben die Zusage über eine zweiwöchige Aussetzung des Baubeginns erreicht. Zudem hat sich das Cabildo verpflichtet, uns die relevanten Unterlagen auszuhändigen, die wir bereits seit dem 5. August angefordert haben und die uns bislang vorenthalten wurden.“
Die Vereinsvorsitzende Esther Díaz erläuterte den alternativen Lösungsansatz ihres begleitenden Ingenieurs: „Sein Vorschlag sieht keine Einleitungen ins Meer vor. Die Lösung besteht darin, das Wasser bereits am Ursprung, also auf dem Grundstück, aufzufangen.“ Zwar sehen die Straßenbau-Ingenieure des Cabildo bei diesem Plan einige Hürden, dennoch hoffen die Beteiligten auf einen Konsens.
Die Mitglieder der Bürgerinitiative zeigten sich grundsätzlich gesprächsbereit und lobten die Vorschläge der Gemeindetechniker: „Die von den technischen Experten der Gemeinde vorgelegte Lösung erschien uns schlüssig und korrekt.“ Sie fügten hinzu: „Sie deckt sich mit unserer Position, dass das Wasser seinem natürlichen Lauf folgen und das Problem an der Quelle gelöst werden sollte, nicht erst im unteren Teil des Grundstücks.“
Cabildo verteidigt Notfallverfahren und sagt Transparenz zu
Der Verkehrsbeauftragte des Cabildo von Teneriffa, Dámaso Arteaga, stellte klar, dass das Projekt der Behörde im Eilverfahren ohne ein separates Basisdokument auskommt: „Es gibt kein klassisches Projekt, sondern es wird schrittweise ausgearbeitet. Das versuchen wir bereits seit Anfang August zu erklären, als wir das erste Treffen mit den Anwohnern von El Pris hatten“, so seine Replik auf den Vorwurf mangelnder Transparenz.
Arteaga kündigte an: „Den Anwohnern werden die beiden Akten zur Verfügung gestellt, die den Zuschlag für die Bauarbeiten betreffen. Die Gemeinde hat bereits die vollständige Dokumentation erhalten.“ Gleichzeitig wies er auf die rechtlichen Grenzen hin: „Notfallarbeiten dürfen nicht über privates Gelände führen. Wir sind auf öffentliche Flächen angewiesen, die uns zur Verfügung stehen. Das schränkt unsere Suche nach der optimalen Lösung ein.“
Der Consejero zeigte sich überzeugt: „Dies ist der richtige Weg, um eine Konsenslösung zu finden. Dennoch müssen wir handeln, um Überschwemmungen in El Pris zu verhindern. Das Ereignis durch das Tiefdruckgebiet Therese war ein Einzelfall, aber es kann schlimmer kommen. Daher tragen wir alle Verantwortung: die Anwohner, die Gemeinde und das Cabildo.“
Auch Tacorontes Bürgermeisterin Sandra Izquierdo (PSOE) bewertete das Treffen als „ziemlich produktiv“. Ihr Ziel ist es, „ein Projekt zu finden, das wir umsetzen und realisieren können“. Sie ergänzte: „Es ist zwar eine Notfallmaßnahme, aber wir müssen alle auf dem Tisch liegenden Pläne und Initiativen sorgfältig prüfen.“
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