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Kanarische Mode im Rampenlicht von Madrid
Neun Designer und Modemarken der Kanarischen Inseln werden ihr Talent und die kreative Vielfalt der Inseln bei einem der bedeutendsten Mode-Events Spaniens präsentieren: der Mercedes-Benz Fashion Week (MBFW) in Madrid. Der Termin ist der 17. September – und die Inselverwaltung sieht darin eine „strategische Chance“ von großer Tragweite.
Organisiert wird die Teilnahme von Proexca, der Gesellschaft für die Förderung der Kanarischen Inseln. Ziel ist es, den kanarischen Mode-Sektor einem der wichtigsten europäischen Märkte vorzustellen und die Position der Inseln als Territorium für Kreativität und Mode-Produktion nachhaltig zu stärken.
„Eine außergewöhnliche Gelegenheit“ für die Inselwirtschaft
Alfonso Cabello, Präsident von Proexca, spricht angesichts des bevorstehenden Auftritts in Madrid von einer „außergewöhnlichen Gelegenheit“. Er betont, dass diese Teilnahme die Früchte der intensiven Arbeit der letzten Jahre zeigt. In enger Zusammenarbeit mit allen Inselregierungen (Cabildos) habe man daran gearbeitet, „die kanarische Mode aus einer Einheit heraus und aus einer industriellen Perspektive zu betrachten, die die Internationalisierung von Fachleuten und Unternehmen fördert“.
Die Präsenz in Madrid sei wie eine „große Vorstellung unserer Mode“, fügte Cabello hinzu. Die Präsentation ziele darauf ab, den Reichtum der verschiedenen Inseln und eine eigene kreative Identität zu zeigen. „Die Kanaren mussten einfach dabei sein. Diese Plattform ermöglicht es uns, nicht nur durch das, was wir tun, einen Unterschied zu machen, sondern auch durch unseren Akzent, eine kreative Identität, die aus vielen Perspektiven entsteht und auf den Inseln ein enormes Potenzial birgt. Die Modebranche macht bereits rund 3% des BIP der Kanarischen Inseln aus und generiert Aktivität, Arbeitsplätze und berufliche Chancen“, so Cabello.
Mehr als nur Bademode: Ein neues Bild der Inseln
Wie die Regionalregierung weiter mitteilt, geht es bei der Teilnahme an der MBFW auch darum, ein Klischee zu überwinden. Man wolle die Vielfalt des kreativen Schaffens auf den Inseln hervorheben und sich von der traditionellen Assoziation der Kanaren mit Bademode, Sommer und Tourismus lösen. Stattdessen soll ein weitaus größeres Ökosystem gezeigt werden.
Rubén Gómez, der kreative Leiter des Projekts, unterstreicht, dass es darum gehe, „Spanien und der Welt zu zeigen, was in der kanarischen Kreativszene passiert“. Diese Bewegung gehe über die Mode hinaus und verbinde sich mit Disziplinen wie Musik und anderen künstlerischen Ausdrucksformen. Gómez erläutert, dass die Auswahl der Designer es ermögliche, eine gemeinsame Erzählung rund um die Qualität des Designs zu konstruieren, die auf jeder der Inseln existiert. Gezeigt werde eine Mode, die auf Handwerkskunst, Schnittmuster und Exzellenz basiert, aber auch Trends, urbane Mode sowie Mode für Nacht und Feste berücksichtigt.
Identität als Stärke für die Internationalisierung
Diese Vielfalt sei das Ergebnis einer Kreativszene, die sich auf den Inseln zunehmend gefestigt habe und die in ihren eigenen Wurzeln eines ihrer wichtigsten Unterscheidungsmerkmale finde. „Die kanarische Identität ist keineswegs eine Einschränkung, sondern wird zu einem wertvollen Element für die Internationalisierung“, so die Regionalregierung.
Die neun teilnehmenden Designer und Firmen werden in Madrid unterschiedliche Ansätze der auf den Inseln entwickelten Mode vorstellen. Das Projekt legt den Fokus sowohl auf die Erfahrung und Professionalisierung der Teilnehmer als auch auf die neuen Generationen und die Fähigkeit des Sektors, wettbewerbsfähige Vorschläge zu generieren. Die Präsenz auf der Mercedes-Benz Fashion Week Madrid bietet darüber hinaus eine Plattform für den Austausch mit Fachleuten, Einkäufern, Medien und Vertretern der Industrie und eröffnet den teilnehmenden Firmen neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Positionierung.
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