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Asteroid (20747) Tanialepivert: Kanaren-Forscherin erhält Himmelskörper

Himmelskörper wird zum Denkmal: Asteroid nach IAC-Forscherin benannt

Das Instituto de Astrofísica de Canarias (IAC) vermeldet eine außergewöhnliche Ehre für eine seiner Wissenschaftlerinnen: Die Internationale Astronomische Union (IAU) hat beschlossen, den Asteroiden (20747) auf den Namen „Tanialepivert“ zu taufen. Die Benennung erfolgte zu Ehren der Postdoktorandin Tania Le Pivert Jolivet, die am IAC die Zusammensetzung primitiver Asteroiden erforscht. Wie das Institut am heutigen Dienstag mitteilte, wurde die Entscheidung im Rahmen der internationalen Konferenz „Asteroids, Comets, Meteors“ (ACM 2026) bekannt gegeben, die vom 6. bis zum 10. Juli in der polnischen Stadt Posen (Poznań) stattfand.

Forschung an den Ursprüngen des Sonnensystems

Der Asteroid (20747) wurde ursprünglich am 8. Januar 2000 im Rahmen des LINEAR-Projekts (Lincoln Near-Earth Asteroid Research) am Lincoln Laboratory in Socorro, New Mexico (USA), entdeckt. Die offizielle Namensgebung würdigt nun die wissenschaftlichen Beiträge von Le Pivert Jolivet auf dem Gebiet der Astromineralogie. Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Zusammensetzung primitiver Asteroiden – jener urzeitlichen Himmelskörper, die wie eine Zeitkapsel die Entstehungsgeschichte des Sonnensystems bewahren. Die Forscherin untersucht diese kleinen Körper mit modernsten Methoden: Sie wertet Spektren im sichtbaren und infraroten Lichtbereich aus, die mit erdgebundenen und Weltraumteleskopen gewonnen wurden, und analysiert im Labor Proben von Asteroiden, die durch Raumfahrtmissionen zur Erde gebracht wurden.

„Eine Quelle der Motivation“

Die Forscherin zeigte sich tief bewegt von der Anerkennung: „Es ist eine große Ehre, diese Auszeichnung beim Galadinner der ACM-Konferenz zu erhalten. In einem akademischen Umfeld voller Druck und Unsicherheiten ist es wirklich beglückend, wenn die wissenschaftliche Gemeinschaft einen so würdigt. Das ist eine enorme Motivation, weiterzuforschen.“ Mit dieser Benennung reiht sich Le Pivert Jolivet in eine exklusive Runde ein: Sie ist die fünfte Wissenschaftlerin mit Bezug zum IAC, deren Namen ein Asteroid trägt. Ihre Vorgänger sind Julia de León (Asteroid 8324 Juliadeleón), Javier A. Licandro (17919 Licandro), Miquel Serra-Ricart (549151 Serra-Ricart) und Eri Tatsumi (41002 Tatsumi).

Internationale Anerkennung mit strengen Regeln

Die offizielle Bestätigung der Namensgebung erfolgte im Bulletin vom 9. Juli 2026 der Arbeitsgruppe für die Nomenklatur kleiner Körper (WGSBN) der IAU, die zeitgleich die Benennung von 208 neuen Kleinplaneten genehmigte. Die Vergabe eines offiziellen Namens an einen Asteroiden gilt als internationale Auszeichnung für den wissenschaftlichen Beitrag einer Person. Die Vorschläge werden vom WGSBN, einem Fachkomitee der IAU, geprüft und genehmigt. Das Gremium achtet dabei auf strenge und einheitliche Kriterien bei der Benennung der kleinen Körper des Sonnensystems. Weltweit gibt es derzeit mehr als 26.000 offiziell benannte Kleinplaneten – eine Auszeichnung, die Personen vorbehalten ist, deren Arbeit maßgeblich zum Fortschritt der Wissenschaft, der Weltraumforschung oder der Astronomie beigetragen hat.

Eine weitere Sternstunde für die Kanarische Astrophysik

Die Benennung des Asteroiden (20747) Tanialepivert unterstreicht die herausragende Rolle des IAC in der Erforschung kleiner Körper im Sonnensystem und festigt das internationale Prestige seiner Forscherinnen und Forscher auf diesem Gebiet. Die Auszeichnung ist ein weiterer Meilenstein für die kanarische Astrophysik, die sich auf den Inseln La Palma und Teneriffa mit ihren weltberühmten Observatorien längst einen Namen in der internationalen Wissenschaftsgemeinde gemacht hat.

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