Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Leichter Rückgang bei den Erstsemestern
Die Universität La Laguna (ULL) auf Teneriffa verzeichnet einen Rückgang bei den Studienanfängern. Waren es vor fünf Jahren noch 5.295 neue Studierende, so sank die Zahl im vergangenen Studienjahr auf 4.871. Insgesamt sind das 424 Studierende weniger innerhalb eines halben Jahrzehnts. Für Rosario Hernández, Vizerektorin für Studierende der ULL, ist diese Entwicklung jedoch kein Grund zur Beunruhigung. Die Zahlen der Neueinschreibungen würden von Jahr zu Jahr „schwanken“, die Nachfrage bleibe aber insgesamt „stabil“.
„Wir bieten rund 5.000 Plätze an, und obwohl die Zahlen je nach Jahr variieren, bleibt die Nachfrage bestehen“, erklärt sie. Während der Covid-19-Pandemie und im darauffolgenden Jahr habe die Universität deutliche Schwankungen bei den Neueinschreibungen verzeichnet. „Es können mal 500 Studierende mehr oder weniger sein, oder 200, aber wir schreiben ab 4.500 Studierenden ein, und diese Zahl hält sich“, präzisiert sie.
Kein kontinuierlicher Abwärtstrend
Der Rückgang der letzten Jahre war keineswegs kontinuierlich. Die Zahl der neuen Studierenden erlebte in diesem Zeitraum Auf und Abs und erreichte ihren Höhepunkt im Studienjahr 2023-2024, als die akademische Einrichtung 5.502 Erstsemester willkommen hieß – der höchste Wert in der gesamten verfügbaren Datenreihe. Allerdings liegt die aktuelle Zahl noch weit von diesem historischen Maximum entfernt, zumal die Einschreibungen während des außerordentlichen Zeitraums noch nicht erfasst sind. Bislang haben sich 4.672 Studierende für ein Studium an der ULL entschieden.
Betrachtet man die Geschlechterverteilung, so sind Frauen unter den Erstsemestern deutlich in der Mehrheit. Im kommenden Studienjahr werden voraussichtlich 2.728 Studentinnen ihr Studium an der ULL aufnehmen, verglichen mit 1.944 Studenten. Das entspricht einem Frauenanteil, der um 40,3 Prozent über dem der Männer liegt.
Gründe für die Entwicklung
Hernández sieht zwei Faktoren, die diese Entwicklung der Nachfrage erklären könnten. Zum einen verweist sie auf den fortschreitenden Geburtenrückgang, dessen Auswirkungen letztlich auch in den Hörsälen ankommen werden. „Früher oder später werden wir diesen Einbruch sehen, der die Universität erreichen wird“, warnt sie. Hinzu komme das Wachstum des Angebots privater Hochschulen, das die öffentliche Universität dazu zwinge, um Studierende zu konkurrieren.
In diesem Kontext, so erklärt die Vizerektorin, versuche die ULL, sich mit neuen Angeboten an die Nachfrage anzupassen. „Wir müssen kreativ sein, die Nachfrage analysieren und versuchen, das Angebot zu erhöhen.“ Aus diesem Grund setzt die Universität verstärkt darauf, bereits Schüler der Sekundarstufe anzusprechen, mit dem Ziel, auch junge Menschen für ein Studium zu begeistern, die bisher nicht über eine Hochschulausbildung nachgedacht haben.
Ein Beispiel hierfür ist ein Projekt zur Förderung von STEAM-Berufungen unter Schülerinnen, bei dem Studierende der Universität selbst Schulen besuchen. Hernández ist überzeugt, dass solche Initiativen sowohl das Interesse wecken als auch angehenden Studierenden helfen, ihre Optionen besser kennenzulernen. „Es gibt Menschen, die nie darüber nachgedacht haben, ob sie die Möglichkeit haben, an die Universität zu gehen“, betont sie.
Kampf gegen Studienabbruch und Insellage als Hürde
Ein weiteres Ziel ist die Prävention von Studienabbrüchen. „Wir müssen die Studieninteressierten so informieren, dass ihre Erwartungen mit dem übereinstimmen, was sie in den Studiengängen tatsächlich erwartet“, erläutert sie. Die Insellage ist ein weiterer Faktor, der die Studienwahl auf den Kanaren beeinflusst. „Wenn ein Schüler vom spanischen Festland keinen Platz bekommt, kann er an eine andere Universität in der Nähe wechseln. Auf den Kanarischen Inseln bedeutet das jedoch zusätzliche Kosten für Unterkunft und Mobilität – ein Handicap, mit dem alle Inseluniversitäten zu kämpfen haben“, so Hernández.
Trotz dieser Umstände gibt es an der ULL Studiengänge, deren Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. Ein Beispiel ist Medizin, für das in diesem Studienjahr rund 1.500 Bewerbungen eingingen. Diese Zahl stammt nicht nur von kanarischen Studierenden, denn die gefragtesten Studiengänge ziehen Bewerbungen aus dem ganzen Land an. Besonders stark bleibt die Nachfrage in Studiengängen wie Medizin, Pflege, Grundschul- und Vorschulpädagogik, Psychologie, Jura sowie Sportwissenschaft. Die Studiengänge der Sozial- und Geisteswissenschaften hingegen verzeichnen insgesamt eine geringere Nachfrage.
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