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Fusion in San Bartolomé: AV geht ins PP-Lager über

Politischer Pakt auf Gran Canaria

Die konservative spanische Volkspartei (PP) auf den Kanarischen Inseln und die lokale Wählergemeinschaft Agrupación de Vecinos (AV) aus San Bartolomé de Tirajana gehen künftig gemeinsame Wege. Am Samstag unterzeichneten der PP-Vorsitzende der Kanaren, Manuel Domínguez, sein Inselkollege für Gran Canaria, Carlos Sánchez, sowie AV-Chef Marco Aurelio Pérez einen Integrationsvertrag. Das Bündnis sieht vor, dass die bürgerliche Lokalpartei künftig unter dem Dach der Volkspartei firmiert und bei den anstehenden Wahlen geschlossen antritt.

Zeremonie mit Weichenstellung

Die Unterzeichnung fand im Rahmen einer Veranstaltung mit Anhängern und Mitgliedern beider Organisationen statt. Alle drei Redner betonten die historische Dimension des Abkommens und den politischen Neuanfang, den dieser Beitritt zur PP-Struktur ermöglicht. Die Versammlung war gut besucht und zeigte breite Zustimmung für den Schulterschluss. Mit der Integration will die Volkspartei zur stärksten politischen Kraft auf Gran Canaria aufsteigen, vor allem aber in San Bartolomé de Tirajana Boden gutmachen – einem Ort, in dem Agrupación de Vecinos über Jahrzehnte hinweg eine dominierende Rolle gespielt hat.

„Erster Stein für den Machtwechsel“

Manuel Domínguez bezeichnete das Bündnis in seiner Rede als den Grundstein für eine Rückeroberung des Inselrats (Cabildo) von Gran Canaria. In einer bildhaften Metapher verglich er die Fusion mit der Legierung von Eisen und Kohlenstoff zu Stahl. Die gemeinsame Führung unter Marco Aurelio Pérez werde dem Gemeinde weiterhin Wohlstand bringen. Der Chef der kanarischen Konservativen stellte klar, dass für ihn die Entwicklung San Bartolomés über allem stehe. Er pries die Gemeinde als landschaftliches, kommerzielles, historisches und sportliches Aushängeschild des gesamten Archipels. Domínguez zufolge wird das gemeinsame Projekt nicht nur der Insel, sondern auch der Gemeinde und der Volkspartei selbst zugutekommen.

Zusammenwachsen nach zwei Jahrzehnten

Carlos Sánchez unterstrich, dass die nun besiegelte Allianz auf Jahren der politischen Zusammenarbeit fuße. Das Ziel sei klar: die stärkste politische Kraft in der Gemeinde und auf ganz Gran Canaria zu werden. Der Inselvorsitzende sprach von einem großen Tag für beide Formationen. Nach knapp zwanzig Jahren hätten sie den Entschluss gefasst, ihre Kräfte in einem gemeinsamen politischen Projekt zu bündeln. Sánchez hieß die Mitglieder, Sympathisanten und Führungsleute der AV willkommen und bedankte sich ausdrücklich für die Großzügigkeit von Marco Aurelio Pérez, den er als Schlüsselfigur der Lokalpolitik und als einen ganz und gar seiner Gemeinde verschriebenen Bürgermeister würdigte.

Wiederaufbau als oberstes Ziel

Marco Aurelio Pérez selbst betonte, dass es nun darum gehe, ein siegfähiges Team zu formen – eine echte Regierungsmannschaft, die sich für das Wachstum und das reibungslose Funktionieren Gran Canarias einsetze. Dies komme, so Pérez, letztlich ganz Spanien zugute. Er erinnerte daran, dass seine Formation in der vergangenen Legislaturperiode nicht an der Gemeinderegierung beteiligt gewesen sei. In der aktuellen Amtszeit sei man jedoch durch einen Koalitionspakt zurückgekehrt, der die Sanierung und den Wiederaufbau von San Bartolomé de Tirajana zur obersten Priorität erklärt habe. Das Ziel sei es, den Ort wieder auf das Wohlstandsniveau des Jahres 2019 zu heben.

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