10 Millionen Euro für die Gemeinden Teneriffas
Der Inselrat (Cabildo) von Teneriffa stellt den 31 Gemeinden der Insel umfangreiche Fördermittel zur Verfügung. Mit einem Budget von zehn Millionen Euro sollen Projekte unterstützt werden, die neue Arbeitsplätze schaffen, die Nachhaltigkeit vorantreiben und die öffentlichen Dienstleistungen verbessern. Die Initiative stammt aus dem Bereich Beschäftigung, Bildung und Jugend und fördert Maßnahmen, die auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) abgestimmt und an die Bedürfnisse jeder einzelnen Gemeinde angepasst sind.
Konkrete Projekte mit direktem Nutzen
Die Ausschreibung zielt darauf ab, dass die Gemeinden Projekte entwickeln, die eine unmittelbare Wirkung vor Ort entfalten. Sie sollen Chancen auf dem Arbeitsmarkt eröffnen und zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Insel beitragen. Wie die Inselregierung mitteilte, konnten durch die unmittelbare Vorgängerlinie dieser Förderung bereits 521 Menschen eingestellt werden.
Zu den förderfähigen Maßnahmen gehören unter anderem Projekte zur Aufwertung des Natur- und Kulturerbes, Maßnahmen zur Energieeffizienz, der Ausbau erneuerbarer Energien, Bildungsinitiativen für Nachhaltigkeit, der effiziente Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, die Verbesserung der Abfallwirtschaft, die Wasserver- und -entsorgung, die lokale Tourismuswerbung sowie die Stärkung sozialer Dienstleistungen.
Neue Qualitätskriterien für die Förderung
Eine Neuerung ist die Einführung von Anforderungen zur Verbesserung der technischen Qualität der Projekte. Die Gemeinden müssen nun sicherstellen, dass ein Mindestprozentsatz an qualifiziertem Personal eingestellt wird. Dieser variiert je nach Einwohnerzahl der Gemeinde: In Orten mit bis zu 10.000 Einwohnern liegt er bei 25 Prozent, in Gemeinden zwischen 10.001 und 30.000 Einwohnern bei 40 Prozent und in größeren Städten bei 50 Prozent.
Fokus auf Arbeitslose und Chancengleichheit
Das Programm stellt arbeitslose Menschen über 18 Jahre ein. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Gleichstellung: Frauen müssen mindestens 50 Prozent der im Rahmen der geförderten Projekte eingestellten Personen ausmachen. Zudem erhalten junge Menschen unter 30 Jahren Vorrang – sowohl Langzeitarbeitslose als auch Berufseinsteiger. Auch über 30-Jährige, die lange ohne Arbeit sind, werden besonders berücksichtigt.
Stimmen aus der Politik: Nachhaltigkeit und Zusammenhalt
Der Inselrat für Beschäftigung, Bildung und Jugend, Efraín Medina, betonte, dass diese Investitionen nicht nur der sofortigen Schaffung von Arbeitsplätzen dienen dürften. Vielmehr müssten sie auch die Beschäftigungsfähigkeit durch Ausbildung, Beratung und praktische Erfahrung verbessern. Die Präsidentin des Cabildo de Tenerife, Rosa Dávila, hob hervor, dass diese Investition „eine strategische Wette auf eine nachhaltigere, inklusivere Insel“ sei, die bereit sei, die wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Dávila unterstrich, dass das Ziel darin bestehe, jeder Gemeinde die Werkzeuge an die Hand zu geben, um Initiativen zu starten, die die Lebensqualität der Bürger verbessern, Arbeitsplätze schaffen und zu einem „widerstandsfähigeren und geeinteren“ Teneriffa beitragen. Sie betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen dem Cabildo und den Gemeinden, damit diese Politik eine echte Wirkung auf die Bevölkerung entfalten könne. Die lokalen Verwaltungen spielten eine Schlüsselrolle als Entwicklungsakteure, da sie die Bedürfnisse ihres Gebiets aus erster Hand kennen.
Die geförderten Projekte dürften sich laut Dávila nicht auf die Verstärkung der alltäglichen Aufgaben der Gemeinden beschränken. Sie müssten vielmehr zu konkreten Maßnahmen mit einem echten Mehrwert werden. Medina bekräftigte abschließend, dass die Schaffung von Arbeitsplätzen weiterhin eine Priorität für den Cabildo sei. Diese Ausschreibung ermögliche es, die Schaffung von Arbeitsplätzen mit der Verbesserung der Gemeinden und dem Fortschritt hin zu einem nachhaltigeren Entwicklungsmodell zu verbinden.
Die Förderung übernimmt 100 Prozent der Kosten der bezuschussten Projekte, bis zu dem für jede Gemeinde festgelegten Höchstbetrag.

