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Kriminalfall auf La Palma: Anwesen eines Ermordeten wird zum Problemfall

Ein verfallenes Erbe wird zum Albtraum für die Nachbarschaft

Die Geduld der Anwohner rund um die Casa del Húngaro im Gebiet El Time in Tijarafe ist endgültig am Ende. Sie suchen jetzt Hilfe bei den Behörden, wie sie dieser Redaktion mitteilten. Die einstige Finca, die seit der Ermordung ihres Besitzers im Jahr 2006 verlassen daliegt, wird regelmäßig von Menschen besetzt – meist ausländische Alternativlebende, wie es heißt. Diese Gruppe sei zu einem regelrechten Problemherd geworden. „Sie veranstalten nicht genehmigte Partys, besetzen fremde Grundstücke, begehen Vandalismus, legen Brände und sind sogar handgreiflich geworden“, berichten die Nachbarn. Ihr eindringlicher Appell: „Wir wollen, dass die Behörden endlich handeln. Der baufällige Zustand des Hauses muss anerkannt werden – es muss abgerissen werden, damit dieser einzigartige Ort wiederhergestellt wird und wir in Frieden leben können.“ Die Verunsicherung und Unzufriedenheit in der Nachbarschaft sind groß: „Wir sind gesetzestreue Bürger und bitten um Schutz vor diesen Zuständen.“

Die tragische Geschichte hinter dem Namen

Die Casa del Húngaro – das „Haus des Ungarn“ – verdankt seinen Namen dem früheren Eigentümer: dem ungarischen Augenarzt Josef Bacskulin. Er wurde 2006 im Alter von 78 Jahren in seinem eigenen Haus brutal ermordet. Das Verbrechen versetzte damals ganz La Palma in Schockstarre, so bestialisch waren die Tat und die Umstände, unter denen sie sich ereignete.

Die Gemeinde schaltet sich ein

Die Bürgermeisterin von Tijarafe, Yaiza Cáceres, erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass die Gemeindeverwaltung die ersten Schritte für einen Abriss bereits eingeleitet habe. Allerdings sei der erste und entscheidende Hürde, die aktuellen Eigentümer des Anwesens zu ermitteln – derzeit ist deren Verbleib völlig unbekannt.

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