auslaendische immobilienkaeufer kanaren rueckgang 2025

Ausländische Käufer ziehen sich von Kanaren-Immobilien zurück

Käufe durch Ausländer auf den Kanaren bremsen deutlich ein

Der Kauf von freien Wohnimmobilien durch ausländische Käufer ist auf den Kanarischen Inseln im zweiten Halbjahr 2025 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres um 10,8% gesunken. Dies geht aus Daten des spanischen Notarrats (Consejo General del Notariado) hervor. Demnach setzt sich der landesweite Abwärtstrend fort: In ganz Spanien gingen die Käufe durch Ausländer im Jahresvergleich um 4,4% zurück. Besonders markant war der Rückgang bei Transaktionen, die von nicht in Spanien ansässigen Ausländern getätigt wurden – hier lag das Minus bei über 15%.

Gesamttrend in Spanien: Leichter Rückgang, veränderte Käuferstruktur

Insgesamt erwarben ausländische Käufer im zweiten Halbjahr 2025 in Spanien 66.629 freie Wohnimmobilien. Das entspricht 18,4% aller Transaktionen. Ein Jahr zuvor lag dieser Anteil noch bei 19,5%, und 2023 sogar bei 20,9%. Die Käufe konzentrierten sich zu 62,8% auf in Spanien lebende Ausländer (ein Plus von 3,3%). Die Käufe von nicht ansässigen Ausländern brachen dagegen um 15,1% ein und machten nur noch 37,2% aus. Experten führen diese Entwicklung auf das Auslaufen der „Golden Visa“-Regelung und die Ankündigung der spanischen Regierung zurück, Steuernachteile für Käufe von Nicht-EU-Bürgern ohne Wohnsitz einzuführen.

Die Notare verzeichnen für das zweite Halbjahr einen Rückgang des Kaufvolumens bei beiden Gruppen – sowohl bei ansässigen als auch bei nicht ansässigen Ausländern. Bei Letzteren folgt die Korrektur auf den starken Nachholboom nach der Pandemie, der 2022 seinen Höhepunkt erreichte. Bei den in Spanien lebenden ausländischen Käufern wurde trotz eines leichten Rückgangs gegenüber der ersten Jahreshälfte 2025 das zweithöchste historische Volumen erreicht.

Kanaren unter den Regionen mit den stärksten Rückgängen

Während die Käufe durch Ausländer in neun autonomen Gemeinschaften stiegen, gingen sie in acht zurück. An der Spitze der Rückgänge stehen die Gemeinschaft Madrid (-20,3%), gefolgt von den Kanarischen Inseln (-10,8%) und den Balearen (-10,2%). Die stärksten Zuwächse verzeichneten hingegen Kastilien-La Mancha (+21,5%), Extremadura (+13,8%), Aragonien (+11%) und Kastilien und León (+10,4%).

Die Käufe nicht ansässiger Ausländer konzentrierten sich im zweiten Halbjahr 2025 auf die Valencianische Gemeinschaft (9.926 Käufe; 40% des Gesamtanteils dieser Gruppe), Andalusien (6.263; 25,3%), Katalonien (2.151; 8,7%), Murcia (1.933; 7,8%) und die Kanarischen Inseln (1.843; 7,4%).

Preise steigen weiter – Nicht-Residenten zahlen am meisten

Die von Ausländern erworbenen Immobilien hatten einen durchschnittlichen Preis von 2.479 Euro pro Quadratmeter – ein Plus von 5%. Nicht ansässige Ausländer zahlten mit durchschnittlich 3.242 Euro/m² die höchsten Beträge. Zum Vergleich: In Spanien lebende Ausländer zahlten 1.963 Euro/m² und spanische Käufer 1.839 Euro/m². Die durchschnittlichen Preise stiegen bei nicht ansässigen Ausländern um 5,8%, bei ansässigen Ausländern um 9,4% und bei Spaniern um 7,4%.

Regional betrachtet stiegen die Preise in 16 Gemeinschaften, besonders stark in Kantabrien (+17,2%), Murcia (+14,1%), La Rioja (+13,4%), Navarra (+12,6%), Madrid (+11,6%), Asturien (+10,5%) und Extremadura (+10,3%). Einzig in Galicien sanken die Preise (-4,9%).

Deutsche unter den Top-Käufernationen

Die meisten Käufe wurden von Bürgern des Vereinigten Königreichs getätigt (5.178; 7,8% aller Auslandskäufe), dicht gefolgt von Marokko (5.154; 7,7%), Italien (4.397; 6,6%), Deutschland (4.351; 6,5%) und Rumänien (4.339; 6,5%). Andere Käufer von außerhalb der EU führten 8.213 Transaktionen durch (12,3% des Gesamtvolumens).

Betrachtet man nur die in Spanien lebenden ausländischen Käufer, führten Marokkaner die Liste an (12,1%), gefolgt von Italienern und Rumänen. Bei den nicht ansässigen Käufern waren die Niederländer (12,6%), die Deutschen (11,9%) und die Briten (11,5%) am aktivsten.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link