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Ferienwohnungen auf den Kanaren: Angebot sinkt erstmals seit zwei Jahren

Wende auf dem Kanaren-Markt: Ferienwohnungen werden weniger

Die Zahl der als Ferienwohnungen angebotenen Unterkünfte auf den Kanarischen Inseln ist erstmals seit zwei Jahren gesunken. Im vergangenen Februar standen insgesamt 42.896 solcher Wohnungen zur Verfügung. Diese Zahl bedeutet einen Rückgang um 4 Prozent im Vergleich zum Februar 2025 und markiert den niedrigsten Stand seit 2024. Dieser Trend spiegelt den neuen politischen Kurs wider: Das Parlament der Kanaren hatte im November ein Gesetz verabschiedet, das den Anteil von Ferienwohnungen streng im Verhältnis zum regulären Wohnraum begrenzt. Zudem wurde ein fünfjähriges Moratorium für die Eröffnung neuer touristischer Unterkünfte verhängt.

Noch stärkerer Rückgang bei verfügbaren Betten

Noch deutlicher fiel der Rückgang bei der Gesamtzahl der angebotenen Schlafplätze in Ferienwohnungen aus. Sie lag im Februar bei 176.657, was einem Minus von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Diese Daten stammen aus der experimentellen Statistik zum Ferienwohnungsmarkt, die das Kanarische Statistikinstitut (Istac) veröffentlicht. Von den verfügbaren Wohnungen wurden im Februar 42.262 tatsächlich gebucht, was einer Auslastung von 92,7 Prozent auf den analysierten Digitalplattformen entspricht.

Teneriffa dominiert, gefolgt von Gran Canaria

Die Verteilung der Ferienwohnungen über die Inseln ist sehr ungleichmäßig. Mit Abstand die meisten Angebote konzentrieren sich auf Teneriffa, das 41 Prozent des gesamten Bestands stellt. Auf Gran Canaria befinden sich 23 Prozent, auf Lanzarote 15 Prozent und auf Fuerteventura 14 Prozent. Die sogenannten „grünen Inseln“ La Palma, La Gomera und El Hierro kommen zusammen nur auf 1.972, 824 bzw. 461 Ferienwohnungen.

Touristische Hotspots vs. ländliche Gemeinden

An der Spitze der Gemeinden liegt erwartungsgemäß Arona im Süden Teneriffas mit 4.231 Ferienwohnungen. Es folgen Adeje (3.815), San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria (3.670), La Oliva auf Fuerteventura (3.335), Yaiza auf Lanzarote (2.362) und Tías, ebenfalls auf Lanzarote (2.079).

Die geringste Präsenz von Ferienwohnungen verzeichnen dagegen Gemeinden, die abseits der touristischen Zentren im Süden oder der Inselhauptstädte liegen. Die niedrigsten Zahlen melden Valleseco auf Gran Canaria (16), Artenara (23), San Andrés y Sauces auf La Palma (26), La Victoria auf Teneriffa (26), Barlovento auf La Palma (33), Betancuria auf Fuerteventura (35), Firgas auf Gran Canaria (39), Arafo auf Teneriffa (39) und Vilaflor auf Teneriffa (42).

Großer Unterschied zwischen den Provinzhauptstädten

Ein signifikanter Unterschied zeigt sich auch zwischen den beiden Provinzhauptstädten: In Las Palmas de Gran Canaria stehen 2.101 Ferienwohnungen zur Verfügung, in Santa Cruz de Tenerife dagegen nur 910. Dies unterstreicht, dass der Ferienwohnungsmarkt stark auf die klassischen Urlaubsgebiete ausgerichtet ist und weniger auf die urbanen Zentren, die primär Verwaltungs- und Wohnfunktionen erfüllen.

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