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Das Geheimnis des Riqui Raca: Ein neuer Ursprung

Doch wie gelangte der Schlachtruf auf die Kanarischen Inseln? Laut Prunell-Friend liegt der Schlüssel in Kuba. Der nordamerikanische Einfluss auf den lateinamerikanischen Sport führte dazu, dass Fans in Ländern wie der Karibikinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, diese Art von Gesängen und andere Rituale aus der Sportwelt zu übernehmen. Von dort aus brachte ein Fan des Marino CF von Gran Canaria den Schlachtruf nach einem längeren Aufenthalt auf der anderen Seite des Atlantiks auf die Inseln. „Riqui raca, zumba vaca, rá rá rá!, Marino, Marino!, Aah!“ – so begann es zwischen den Spielern der Mannschaft zu hallen, und der Erfolg, betont Prunell, „war sofortig“.

Vom Fan-Gesang zum mythischen Schlachtruf

Es war jedoch die Initiative von Paco Zuppo, die dem Gesang seine endgültige Form gab und ihn fest in die Rituale der Fangemeinde integrierte. So wurde das Riqui Raca zum „unangefochtenen Schlachtruf der blau-weißen Anhängerschaft“, versichert der kanarische Philologe. Diese neue Theorie wirft ein völlig neues Licht auf die Herkunft des Riqui Raca. Sie verdeutlicht die Bedeutung und das Gewicht der mündlichen Überlieferung von Kultur und spiegelt gleichzeitig den Reichtum und die Vielfalt der Kanarischen Inseln wider. Prunell mahnt daher, die sogenannte Volksetymologie stets kritisch zu hinterfragen: „Wir gehen von etwas aus, das uns bekannt vorkommt, und es wird zur allgemeinen Meinung – jeder hält es dann für eine Tatsache.“ Dabei basiert es oft nicht einmal auf einer grammatikalisch korrekten Grundlage.

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Bereits 1889 existierten zahlreiche Varianten dieses Schlachtrufs, die sich über verschiedene amerikanische Fangruppen verbreitet hatten. Viele davon ähneln dem Riqui Raca verblüffend: „Bricka bracka firecracka, sis boom bah! Rah rah rah! Boom-a-racket, cheese-a-racket, sis boom ah! Rah, rah, rah! Tiger, tiger, tiger! Sis, sis, sis! Boom, boom, boom, ah! Princeton!“ Die phonetischen Ähnlichkeiten sind unübersehbar: Aus „sis boom bah“ wird „sim bom ba“, aus „rah rah rah“ wird „riá riá riá“ und aus „Bricka bracka“ wird „Riqui raca“.

Die Reise über den Atlantik

Doch wie gelangte der Schlachtruf auf die Kanarischen Inseln? Laut Prunell-Friend liegt der Schlüssel in Kuba. Der nordamerikanische Einfluss auf den lateinamerikanischen Sport führte dazu, dass Fans in Ländern wie der Karibikinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, diese Art von Gesängen und andere Rituale aus der Sportwelt zu übernehmen. Von dort aus brachte ein Fan des Marino CF von Gran Canaria den Schlachtruf nach einem längeren Aufenthalt auf der anderen Seite des Atlantiks auf die Inseln. „Riqui raca, zumba vaca, rá rá rá!, Marino, Marino!, Aah!“ – so begann es zwischen den Spielern der Mannschaft zu hallen, und der Erfolg, betont Prunell, „war sofortig“.

Vom Fan-Gesang zum mythischen Schlachtruf

Es war jedoch die Initiative von Paco Zuppo, die dem Gesang seine endgültige Form gab und ihn fest in die Rituale der Fangemeinde integrierte. So wurde das Riqui Raca zum „unangefochtenen Schlachtruf der blau-weißen Anhängerschaft“, versichert der kanarische Philologe. Diese neue Theorie wirft ein völlig neues Licht auf die Herkunft des Riqui Raca. Sie verdeutlicht die Bedeutung und das Gewicht der mündlichen Überlieferung von Kultur und spiegelt gleichzeitig den Reichtum und die Vielfalt der Kanarischen Inseln wider. Prunell mahnt daher, die sogenannte Volksetymologie stets kritisch zu hinterfragen: „Wir gehen von etwas aus, das uns bekannt vorkommt, und es wird zur allgemeinen Meinung – jeder hält es dann für eine Tatsache.“ Dabei basiert es oft nicht einmal auf einer grammatikalisch korrekten Grundlage.

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Der Ursprung mag zwar nicht britisch sein, wohl aber angelsächsisch – so die Kernthese von Prunell. „Der Ursprung liegt im Jahr 1858 in Princeton, bei den Schlachtrufen, mit denen die Studenten ihre Baseball- oder American-Football-Mannschaften anfeuerten“, so der Philologe. Damals entstand der sogenannte „Rocket Cheer“ oder „Raketen-Gesang“ – eine Lautmalerei, die, wie der Name schon sagt, den Flug einer Rakete nachahmt. Er beginnt mit dem Zischen des Flugs („sis“), gefolgt von der Explosion („boom“) und endet mit dem Keuchen des Publikums („ah“). Diese Art von Gesängen, so Prunell, sei „heute noch an amerikanischen Universitäten zu beobachten“.

Verblüffende phonetische Parallelen

Bereits 1889 existierten zahlreiche Varianten dieses Schlachtrufs, die sich über verschiedene amerikanische Fangruppen verbreitet hatten. Viele davon ähneln dem Riqui Raca verblüffend: „Bricka bracka firecracka, sis boom bah! Rah rah rah! Boom-a-racket, cheese-a-racket, sis boom ah! Rah, rah, rah! Tiger, tiger, tiger! Sis, sis, sis! Boom, boom, boom, ah! Princeton!“ Die phonetischen Ähnlichkeiten sind unübersehbar: Aus „sis boom bah“ wird „sim bom ba“, aus „rah rah rah“ wird „riá riá riá“ und aus „Bricka bracka“ wird „Riqui raca“.

Die Reise über den Atlantik

Doch wie gelangte der Schlachtruf auf die Kanarischen Inseln? Laut Prunell-Friend liegt der Schlüssel in Kuba. Der nordamerikanische Einfluss auf den lateinamerikanischen Sport führte dazu, dass Fans in Ländern wie der Karibikinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, diese Art von Gesängen und andere Rituale aus der Sportwelt zu übernehmen. Von dort aus brachte ein Fan des Marino CF von Gran Canaria den Schlachtruf nach einem längeren Aufenthalt auf der anderen Seite des Atlantiks auf die Inseln. „Riqui raca, zumba vaca, rá rá rá!, Marino, Marino!, Aah!“ – so begann es zwischen den Spielern der Mannschaft zu hallen, und der Erfolg, betont Prunell, „war sofortig“.

Vom Fan-Gesang zum mythischen Schlachtruf

Es war jedoch die Initiative von Paco Zuppo, die dem Gesang seine endgültige Form gab und ihn fest in die Rituale der Fangemeinde integrierte. So wurde das Riqui Raca zum „unangefochtenen Schlachtruf der blau-weißen Anhängerschaft“, versichert der kanarische Philologe. Diese neue Theorie wirft ein völlig neues Licht auf die Herkunft des Riqui Raca. Sie verdeutlicht die Bedeutung und das Gewicht der mündlichen Überlieferung von Kultur und spiegelt gleichzeitig den Reichtum und die Vielfalt der Kanarischen Inseln wider. Prunell mahnt daher, die sogenannte Volksetymologie stets kritisch zu hinterfragen: „Wir gehen von etwas aus, das uns bekannt vorkommt, und es wird zur allgemeinen Meinung – jeder hält es dann für eine Tatsache.“ Dabei basiert es oft nicht einmal auf einer grammatikalisch korrekten Grundlage.

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Agustín Prunell-Friend, Philologe an der Universität La Laguna, stellt in seiner aktuellen Studie eine Version vor, die mit den bisher gängigsten Theorien bricht. „Das Riqui Raca wurde nicht in den englischen Häfen der Kanarischen Inseln geboren. Es entstand auf den American-Football-Feldern von Princeton, reiste mit dem nordamerikanischen Einfluss nach Kuba und erreichte die Inseln durch den Mund eines Fans des Marino CF“, erklärt der Forscher.

Lange Zeit hielt sich hartnäckig die Theorie, der Fangesang sei englischen Ursprungs und leite sich von dem angeblichen Gedicht „Reach in rank, shine on back, hurrah hurrah hurrah“ ab. Die phonetische Anpassung durch die Kanarier habe dann zum heutigen Riqui Raca geführt. Doch dieser Satz existiert im Englischen gar nicht. Er ist weder in der populären angelsächsischen Gesangskultur verzeichnet, noch ergibt er grammatikalisch einen Sinn. Prunell zufolge trägt er alle Merkmale einer sogenannten Volksetymologie: „Jemand hörte das Riqui Raca, suchte nach englischen Wörtern, die ähnlich klingen, und bastelte eine plausible Geschichte daraus.“

Von Princeton in die Welt

Der Ursprung mag zwar nicht britisch sein, wohl aber angelsächsisch – so die Kernthese von Prunell. „Der Ursprung liegt im Jahr 1858 in Princeton, bei den Schlachtrufen, mit denen die Studenten ihre Baseball- oder American-Football-Mannschaften anfeuerten“, so der Philologe. Damals entstand der sogenannte „Rocket Cheer“ oder „Raketen-Gesang“ – eine Lautmalerei, die, wie der Name schon sagt, den Flug einer Rakete nachahmt. Er beginnt mit dem Zischen des Flugs („sis“), gefolgt von der Explosion („boom“) und endet mit dem Keuchen des Publikums („ah“). Diese Art von Gesängen, so Prunell, sei „heute noch an amerikanischen Universitäten zu beobachten“.

Verblüffende phonetische Parallelen

Bereits 1889 existierten zahlreiche Varianten dieses Schlachtrufs, die sich über verschiedene amerikanische Fangruppen verbreitet hatten. Viele davon ähneln dem Riqui Raca verblüffend: „Bricka bracka firecracka, sis boom bah! Rah rah rah! Boom-a-racket, cheese-a-racket, sis boom ah! Rah, rah, rah! Tiger, tiger, tiger! Sis, sis, sis! Boom, boom, boom, ah! Princeton!“ Die phonetischen Ähnlichkeiten sind unübersehbar: Aus „sis boom bah“ wird „sim bom ba“, aus „rah rah rah“ wird „riá riá riá“ und aus „Bricka bracka“ wird „Riqui raca“.

Die Reise über den Atlantik

Doch wie gelangte der Schlachtruf auf die Kanarischen Inseln? Laut Prunell-Friend liegt der Schlüssel in Kuba. Der nordamerikanische Einfluss auf den lateinamerikanischen Sport führte dazu, dass Fans in Ländern wie der Karibikinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, diese Art von Gesängen und andere Rituale aus der Sportwelt zu übernehmen. Von dort aus brachte ein Fan des Marino CF von Gran Canaria den Schlachtruf nach einem längeren Aufenthalt auf der anderen Seite des Atlantiks auf die Inseln. „Riqui raca, zumba vaca, rá rá rá!, Marino, Marino!, Aah!“ – so begann es zwischen den Spielern der Mannschaft zu hallen, und der Erfolg, betont Prunell, „war sofortig“.

Vom Fan-Gesang zum mythischen Schlachtruf

Es war jedoch die Initiative von Paco Zuppo, die dem Gesang seine endgültige Form gab und ihn fest in die Rituale der Fangemeinde integrierte. So wurde das Riqui Raca zum „unangefochtenen Schlachtruf der blau-weißen Anhängerschaft“, versichert der kanarische Philologe. Diese neue Theorie wirft ein völlig neues Licht auf die Herkunft des Riqui Raca. Sie verdeutlicht die Bedeutung und das Gewicht der mündlichen Überlieferung von Kultur und spiegelt gleichzeitig den Reichtum und die Vielfalt der Kanarischen Inseln wider. Prunell mahnt daher, die sogenannte Volksetymologie stets kritisch zu hinterfragen: „Wir gehen von etwas aus, das uns bekannt vorkommt, und es wird zur allgemeinen Meinung – jeder hält es dann für eine Tatsache.“ Dabei basiert es oft nicht einmal auf einer grammatikalisch korrekten Grundlage.

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Agustín Prunell-Friend, Philologe an der Universität La Laguna, stellt in seiner aktuellen Studie eine Version vor, die mit den bisher gängigsten Theorien bricht. „Das Riqui Raca wurde nicht in den englischen Häfen der Kanarischen Inseln geboren. Es entstand auf den American-Football-Feldern von Princeton, reiste mit dem nordamerikanischen Einfluss nach Kuba und erreichte die Inseln durch den Mund eines Fans des Marino CF“, erklärt der Forscher.

Lange Zeit hielt sich hartnäckig die Theorie, der Fangesang sei englischen Ursprungs und leite sich von dem angeblichen Gedicht „Reach in rank, shine on back, hurrah hurrah hurrah“ ab. Die phonetische Anpassung durch die Kanarier habe dann zum heutigen Riqui Raca geführt. Doch dieser Satz existiert im Englischen gar nicht. Er ist weder in der populären angelsächsischen Gesangskultur verzeichnet, noch ergibt er grammatikalisch einen Sinn. Prunell zufolge trägt er alle Merkmale einer sogenannten Volksetymologie: „Jemand hörte das Riqui Raca, suchte nach englischen Wörtern, die ähnlich klingen, und bastelte eine plausible Geschichte daraus.“

Von Princeton in die Welt

Der Ursprung mag zwar nicht britisch sein, wohl aber angelsächsisch – so die Kernthese von Prunell. „Der Ursprung liegt im Jahr 1858 in Princeton, bei den Schlachtrufen, mit denen die Studenten ihre Baseball- oder American-Football-Mannschaften anfeuerten“, so der Philologe. Damals entstand der sogenannte „Rocket Cheer“ oder „Raketen-Gesang“ – eine Lautmalerei, die, wie der Name schon sagt, den Flug einer Rakete nachahmt. Er beginnt mit dem Zischen des Flugs („sis“), gefolgt von der Explosion („boom“) und endet mit dem Keuchen des Publikums („ah“). Diese Art von Gesängen, so Prunell, sei „heute noch an amerikanischen Universitäten zu beobachten“.

Verblüffende phonetische Parallelen

Bereits 1889 existierten zahlreiche Varianten dieses Schlachtrufs, die sich über verschiedene amerikanische Fangruppen verbreitet hatten. Viele davon ähneln dem Riqui Raca verblüffend: „Bricka bracka firecracka, sis boom bah! Rah rah rah! Boom-a-racket, cheese-a-racket, sis boom ah! Rah, rah, rah! Tiger, tiger, tiger! Sis, sis, sis! Boom, boom, boom, ah! Princeton!“ Die phonetischen Ähnlichkeiten sind unübersehbar: Aus „sis boom bah“ wird „sim bom ba“, aus „rah rah rah“ wird „riá riá riá“ und aus „Bricka bracka“ wird „Riqui raca“.

Die Reise über den Atlantik

Doch wie gelangte der Schlachtruf auf die Kanarischen Inseln? Laut Prunell-Friend liegt der Schlüssel in Kuba. Der nordamerikanische Einfluss auf den lateinamerikanischen Sport führte dazu, dass Fans in Ländern wie der Karibikinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, diese Art von Gesängen und andere Rituale aus der Sportwelt zu übernehmen. Von dort aus brachte ein Fan des Marino CF von Gran Canaria den Schlachtruf nach einem längeren Aufenthalt auf der anderen Seite des Atlantiks auf die Inseln. „Riqui raca, zumba vaca, rá rá rá!, Marino, Marino!, Aah!“ – so begann es zwischen den Spielern der Mannschaft zu hallen, und der Erfolg, betont Prunell, „war sofortig“.

Vom Fan-Gesang zum mythischen Schlachtruf

Es war jedoch die Initiative von Paco Zuppo, die dem Gesang seine endgültige Form gab und ihn fest in die Rituale der Fangemeinde integrierte. So wurde das Riqui Raca zum „unangefochtenen Schlachtruf der blau-weißen Anhängerschaft“, versichert der kanarische Philologe. Diese neue Theorie wirft ein völlig neues Licht auf die Herkunft des Riqui Raca. Sie verdeutlicht die Bedeutung und das Gewicht der mündlichen Überlieferung von Kultur und spiegelt gleichzeitig den Reichtum und die Vielfalt der Kanarischen Inseln wider. Prunell mahnt daher, die sogenannte Volksetymologie stets kritisch zu hinterfragen: „Wir gehen von etwas aus, das uns bekannt vorkommt, und es wird zur allgemeinen Meinung – jeder hält es dann für eine Tatsache.“ Dabei basiert es oft nicht einmal auf einer grammatikalisch korrekten Grundlage.

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Ein Schlachtruf voller Rätsel

„¡Riqui raca, zumba raca, sim bom ba, riá riá riá, Tenerife, Tenerife y nadie más!“ – so schallt es von den blau-weißen Rängen, wenn das Stadion Heliodoro Rodríguez López bebt. Angestimmt wird der Gesang auf das Kommando von Paco Zuppo, dem legendären Fan-Animateur des CD Teneriffa. Dieser Schlachtruf ist tief im Gedächtnis eines jeden Teneriffa-Anhängers verankert. Doch woher stammt das „Riqui Raca“ eigentlich wirklich?

Widerlegung einer populären Legende

Agustín Prunell-Friend, Philologe an der Universität La Laguna, stellt in seiner aktuellen Studie eine Version vor, die mit den bisher gängigsten Theorien bricht. „Das Riqui Raca wurde nicht in den englischen Häfen der Kanarischen Inseln geboren. Es entstand auf den American-Football-Feldern von Princeton, reiste mit dem nordamerikanischen Einfluss nach Kuba und erreichte die Inseln durch den Mund eines Fans des Marino CF“, erklärt der Forscher.

Lange Zeit hielt sich hartnäckig die Theorie, der Fangesang sei englischen Ursprungs und leite sich von dem angeblichen Gedicht „Reach in rank, shine on back, hurrah hurrah hurrah“ ab. Die phonetische Anpassung durch die Kanarier habe dann zum heutigen Riqui Raca geführt. Doch dieser Satz existiert im Englischen gar nicht. Er ist weder in der populären angelsächsischen Gesangskultur verzeichnet, noch ergibt er grammatikalisch einen Sinn. Prunell zufolge trägt er alle Merkmale einer sogenannten Volksetymologie: „Jemand hörte das Riqui Raca, suchte nach englischen Wörtern, die ähnlich klingen, und bastelte eine plausible Geschichte daraus.“

Von Princeton in die Welt

Der Ursprung mag zwar nicht britisch sein, wohl aber angelsächsisch – so die Kernthese von Prunell. „Der Ursprung liegt im Jahr 1858 in Princeton, bei den Schlachtrufen, mit denen die Studenten ihre Baseball- oder American-Football-Mannschaften anfeuerten“, so der Philologe. Damals entstand der sogenannte „Rocket Cheer“ oder „Raketen-Gesang“ – eine Lautmalerei, die, wie der Name schon sagt, den Flug einer Rakete nachahmt. Er beginnt mit dem Zischen des Flugs („sis“), gefolgt von der Explosion („boom“) und endet mit dem Keuchen des Publikums („ah“). Diese Art von Gesängen, so Prunell, sei „heute noch an amerikanischen Universitäten zu beobachten“.

Verblüffende phonetische Parallelen

Bereits 1889 existierten zahlreiche Varianten dieses Schlachtrufs, die sich über verschiedene amerikanische Fangruppen verbreitet hatten. Viele davon ähneln dem Riqui Raca verblüffend: „Bricka bracka firecracka, sis boom bah! Rah rah rah! Boom-a-racket, cheese-a-racket, sis boom ah! Rah, rah, rah! Tiger, tiger, tiger! Sis, sis, sis! Boom, boom, boom, ah! Princeton!“ Die phonetischen Ähnlichkeiten sind unübersehbar: Aus „sis boom bah“ wird „sim bom ba“, aus „rah rah rah“ wird „riá riá riá“ und aus „Bricka bracka“ wird „Riqui raca“.

Die Reise über den Atlantik

Doch wie gelangte der Schlachtruf auf die Kanarischen Inseln? Laut Prunell-Friend liegt der Schlüssel in Kuba. Der nordamerikanische Einfluss auf den lateinamerikanischen Sport führte dazu, dass Fans in Ländern wie der Karibikinsel zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, diese Art von Gesängen und andere Rituale aus der Sportwelt zu übernehmen. Von dort aus brachte ein Fan des Marino CF von Gran Canaria den Schlachtruf nach einem längeren Aufenthalt auf der anderen Seite des Atlantiks auf die Inseln. „Riqui raca, zumba vaca, rá rá rá!, Marino, Marino!, Aah!“ – so begann es zwischen den Spielern der Mannschaft zu hallen, und der Erfolg, betont Prunell, „war sofortig“.

Vom Fan-Gesang zum mythischen Schlachtruf

Es war jedoch die Initiative von Paco Zuppo, die dem Gesang seine endgültige Form gab und ihn fest in die Rituale der Fangemeinde integrierte. So wurde das Riqui Raca zum „unangefochtenen Schlachtruf der blau-weißen Anhängerschaft“, versichert der kanarische Philologe. Diese neue Theorie wirft ein völlig neues Licht auf die Herkunft des Riqui Raca. Sie verdeutlicht die Bedeutung und das Gewicht der mündlichen Überlieferung von Kultur und spiegelt gleichzeitig den Reichtum und die Vielfalt der Kanarischen Inseln wider. Prunell mahnt daher, die sogenannte Volksetymologie stets kritisch zu hinterfragen: „Wir gehen von etwas aus, das uns bekannt vorkommt, und es wird zur allgemeinen Meinung – jeder hält es dann für eine Tatsache.“ Dabei basiert es oft nicht einmal auf einer grammatikalisch korrekten Grundlage.

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