Boom am Himmel über Teneriffa
Die Luftverkehrsanbindung Teneriffas gewinnt im Jahr 2026 kräftig an Fahrt. Mehrere Airlines haben neue internationale Strecken angekündigt und bestehende Verbindungen ausgebaut. Zu den wichtigsten Playern zählen Air Canada, airBaltic, Air Serbia, TAP Air Portugal, Air France, Binter Canarias, Iberia Express und Vueling. Dieser Schub ist für eine Insel wie Teneriffa von enormer Bedeutung – denn hier ist das Flugzeug das Rückgrat für die Mobilität der Einwohner, den Tourismus und die gesamte Wirtschaft. Eine bessere Fluganbindung stärkt nicht nur den Urlaubssektor, sondern lockt auch Kongresse, Events und Geschäftsreisende an.
Kanada fliegt direkt auf die Insel
Eine der spektakulärsten Neuigkeiten kommt aus Nordamerika: Ab Oktober steigt Air Canada in den Markt ein. Die kanadische Fluglinie wird dann Direktflüge von Toronto und Montreal nach Teneriffa anbieten. Konkret sind für die Wintersaison 2026/2027 zwei wöchentliche Verbindungen ab Toronto und ein wöchentlicher Flug ab Montreal geplant. Dieser Schritt ist Teil einer gezielten Strategie, Teneriffa im nordamerikanischen Markt zu positionieren – einem Segment, das für seine Fähigkeit geschätzt wird, die Urlauberstruktur zu diversifizieren. Dimple Melwani, Chefin der Tourismusbehörde Teneriffas, betont, dass der Ausbau der Fluganbindung ein strategischer Hebel sei, um die internationale Präsenz der Insel zu stärken und auf ein ganzjährig ausgewogeneres Tourismusmodell hinzuarbeiten.
Air Baltic eröffnet Stützpunkt und fliegt nach Slowenien und Belgien
Ebenfalls für Aufsehen sorgt airBaltic. Die baltische Airline eröffnet zur Wintersaison 2026/2027 eine saisonale Basis am Flughafen Teneriffa Süd. Von dort aus bedient sie gleich mehrere neue europäische Ziele: zwei wöchentliche Flüge nach Ljubljana (Slowenien) und nach Lüttich (Belgien) sowie je einen wöchentlichen Flug nach Palanga (Litauen) und Groningen (Niederlande). Die Verbindungen werden mit modernen Airbus A220-300 durchgeführt.
Brücke nach Serbien und mehr Kapazität aus Frankreich und Portugal
Auch die Verbindung nach Osteuropa wird gestärkt: Air Serbia fliegt ab Herbst bis in den Winter hinein zweimal pro Woche (dienstags und samstags) von Belgrad nach Teneriffa. Derartige Strecken erschließen neue Quellmärkte und verringern die Abhängigkeit von den klassischen Herkunftsländern. Parallel dazu stockt Air France ihre Sommerflüge vom Pariser Flughafen Charles de Gaulle nach Teneriffa Süd auf, und TAP Air Portugal erhöht ihr Angebot ab Lissabon auf bis zu vier wöchentliche Verbindungen.
Binter und Iberia Express deckeln das Inlandsangebot
Im nationalen Markt legt Binter Canarias nach: Die Fluggesellschaft baut Verbindungen von Städten wie Vigo, Valencia und Asturien aus und verlängert Routen nach Valladolid, San Sebastián, Granada, Pamplona und Murcia in die Wintersaison. Hinzu kommen neue Strecken von und nach Sevilla sowie Badajoz. Iberia Express wiederum fährt ihr Angebot im Sommer 2026 auf 74 wöchentliche Hin- und Rückflüge zwischen Madrid und Teneriffa hoch – das sind bis zu elf tägliche Verbindungen, verteilt auf die Flughäfen Teneriffa Nord und Teneriffa Süd. Auch Vueling zieht mit: Die Airline erhöht ihre Sommerkapazität um sieben Prozent und verstärkt vor allem die Routen ab Oviedo und Valencia.

