teneriffa kampf um historischen getreidesilo hafen

Teneriffa kämpft um historischen Getreidesilo im Hafen

Einstweilige Verfügung gegen den Abriss beantragt

Der Zweite Vizepräsident der Inselregierung (Cabildo) von Teneriffa, José Miguel Ruano, hat angekündigt, dass die Körperschaft beim Gericht die Anordnung besonders dringlicher einstweiliger Maßnahmen beantragen wird. Ziel ist es, den Abriss des Getreidesilos Typ P zu verhindern. Dieses Bauwerk von hohem historischem, architektonischem und symbolischem Wert für den Archipel befindet sich im Hafengebiet und ist im Besitz der Hafenbehörde von Santa Cruz (Autoridad Portuaria).

Vorwurf: Hafenbehörde ignoriert Denkmalschutzgesetz

Die Inselregierung hatte die Hafenbehörde zuvor formal aufgefordert, eine technische Studie zum denkmalpflegerischen Wert des Gebäudes durchzuführen, wie es das spanische Denkmalschutzgesetz vorschreibt. „Das ist eine Kompetenz, die dieser staatlichen Behörde zukommt“, so Ruano. Der Vizepräsident bedauerte jedoch, dass die Hafenbehörde trotz wiederholter Warnungen den Abriss des Silos ausgeschrieben habe. Dies habe das Cabildo nun zum Antrag der einstweiligen Maßnahmen gezwungen.

Architektonisch wertvolles Gebäude in Gefahr

„Es handelt sich um ein Gebäude mit beachtlichen architektonischen Werten“, betonte Ruano. Daher müsse die Hafenbehörde eine denkmalrechtliche Bewertung gemäß dem Denkmalschutzgesetz vornehmen. Parallel hat auch die Regionalregierung der Kanarischen Inseln über ihre Generaldirektion für Kultur und Kulturerbe das spanische Kultusministerium (Ministerio de Cultura) formell um die Einleitung dringender Maßnahmen zum Stopp des Abrisses gebeten.

Abriss für 1,5 Millionen Euro bereits ausgeschrieben

Das markante Gebäude unterliegt derzeit einem öffentlichen Vergabeverfahren für seinen Rückbau durch die Hafenbehörde von Santa Cruz de Tenerife. Das veranschlagte Budget für diese Maßnahme liegt bei knapp 1,5 Millionen Euro.

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