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Sommerhitze entfliehen: Diese Orte auf Teneriffa sind jetzt die Rettung

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Wenn die Hitze an den Nerven zerrt: Der Blick geht nach oben

Es gibt diese Sommertage auf Teneriffa, an denen die nächtliche Ruhe zur Geduldsprobe wird. Fenster werden geöffnet, die Suche nach dem kühlsten Fleckchen der Wohnung beginnt, der Schlaf bleibt auf der Strecke. Die Playa scheint dann die naheliegende Lösung zu sein. Doch die Geografie der Insel bietet eine oft übersehene Alternative: dem Meer den Rücken kehren und in die Höhe gewinnen.

Der Zauber Teneriffas liegt in seinen extremen Höhenunterschieden auf engstem Raum. Wer die Küstenzonen hinter sich lässt und Richtung Norden oder in die mittleren Lagen (Medianías) aufsteigt, erlebt einen völligen Wandel von Landschaft, Flora und Klima. Vom trockenen Umfeld um Vilaflor bis zu den grünen Zonen im Norden gibt es zahlreiche Orte, die sich perfekt für eine außergewöhnliche Sommerflucht eignen.

Vilaflor und La Escalona: Der Klassiker und sein stiller Nachbar

Der Name Vilaflor de Chasna ist wohl der bekannteste Begriff, wenn es darum geht, der Küste zu entfliehen. Schon die Anfahrt ist ein Erlebnis: Die Straße windet sich hinauf in eine Welt aus Kiefernwäldern und Bergpanoramen, die mit den Touristenzentren einige Kilometer tiefer kaum etwas gemein hat. Die Lage macht die Gemeinde zu einem idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in die höchsten Regionen Teneriffas – etwa zum Teide-Nationalpark.

Ein Abstecher nach Vilaflor kann aber auch bewusst entschleunigt geplant werden: nachmittags ankommen, in einem lokalen Restaurant essen, durch den historischen Ortskern schlendern und den Sonnenuntergang abwarten. Wer noch weiter abseits der ausgetretenen Pfade suchen möchte, wird in den kleinen Weilern und Dörfern der Gemeinde fündig. La Escalona ist so ein Ort: Er entführt in eine ländliche Idylle inmitten der hohen Medianías und ist eine wunderbare Alternative, um fernab des bekannten Vilaflorer Kerns Ruhe zu finden. Hier pulsiert kein Touristenrummel, stattdessen bestimmen ein ruhiges, dörfliches Leben und eine beeindruckende Bergkulisse das Bild. Der Plan ist hier fast die Umkehrung eines Strandtages: kurvenreiche Bergstraßen, ein gemütlicher Spaziergang und der Blick auf die Innenlandschaft.

Waldluft statt Meeresbrise: Aguamansa und der Norden

Im Norden wartet eine komplett andere Alternative: Aguamansa in La Orotava. Dieses Bergdorf ist das Tor zu einem dichten Waldgebiet, in dem das Meer keine Rolle mehr spielt. Hier sind es Kiefern, schattige Pfade und frische Bergluft, die den Sommer erträglich machen – ein Paradies für alle, die Entspannung mit Wanderschuhen und Natur verbinden möchten. Ein Ausflug hierher lässt sich ideal mit einer Rundtour durch das Valle de La Orotava kombinieren, wobei man von den landwirtschaftlich geprägten Lagen am Ortsrand kontinuierlich in die Höhe und mitten hinein in die Wälder fährt.

Geheimtipp im Nordwesten: Erjos und die Stille der Berge

Vielen Teneriffa-Besuchern ist Erjos, gelegen im Gemeindegebiet von Los Silos, unbekannt. Dabei bietet genau dieses Dorf in den Medianías des Nordwestens einen der beeindruckendsten Klima- und Landschaftskontraste der Insel. Große Hotelanlagen? Fehlanzeige. Stattdessen erwartet den Besucher eine tiefgrüne, von Bergen und Wandernetzwerken durchzogene Landschaft. Gerade diese relative Unbekanntheit macht den Charme von Erjos aus: Wer hierherkommt, sucht keine Animation, sondern den Rückzug in die Natur und die Stille der Berge.

Der Berg direkt vor der Haustür: La Esperanza

Für alle, die in Santa Cruz oder La Laguna starten, ist La Esperanza in El Rosario eine der praktischsten Fluchtmöglichkeiten – ohne die halbe Insel durchqueren zu müssen. Der Einfluss des Passatwinds (Alisio) und die Nähe zum ausgedehnten Kiefernwald sorgen hier für ein besonderes Mikroklima. Selbst wenn an der Küste die Sonne gnadenlos brennt, können hier Wolken und hohe Luftfeuchtigkeit aufziehen. Das macht den Ort nicht zum Ziel für Sonnenanbeter, aber gerade zur perfekten Wahl für alle, die die drückende Hitze der Küste gegen ein gemäßigtes Bergklima eintauschen möchten.

Der letzte Tipp: El Tanque & die Wetterfalle

El Tanque rundet das Bild dieses “anderen Teneriffas” ab. Abseits des südlichen Touristenrummels gelegen, bietet der Ort im Nordwesten die Gelegenheit für einen ländlichen Kurztrip, den man wunderbar mit anderen Zielen dieser Inselregion verbinden kann. Gerade bei Passatwind kann der Kontrast zwischen den Inselseiten hier eklatant sein: Während es auf der einen Seite wolkenlos ist, sorgen auf der anderen Wolken und Feuchtigkeit für ein angenehmes Klima.

Doch Vorsicht: Die Höhenlage ist kein garantierter Schutz vor extremen Temperaturen. Wenn Kanaren von heißer Wüstenluft aus Nordafrika erreicht werden, können auch die Medianías sehr hohe Werte verzeichnen und die Luftfeuchtigkeit drastisch sinken. Dann führt der Weg nach oben nicht zwangsläufig in die Kühle – oft ist das Gegenteil der Fall. Deshalb gilt: Vor der Wahl des Ausflugsziels immer einen Blick auf die Wettervorhersage werfen!

Bei günstigen Bedingungen jedoch bieten Orte wie Vilaflor, La Escalona, Aguamansa, Erjos, La Esperanza oder El Tanque genau das, wonach man sich im August sehnt: die Erfahrung, dass der Sommer auf Teneriffa nicht nur Hitze und Strand bedeutet, sondern durch eine einfache Fahrt ins Inselinnere ein komplett anderes, erfrischendes Gesicht zeigen kann.

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