Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Urlaubsende auf Lanzarote: Sánchez fliegt nach Madrid zurück
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez und seine Ehefrau Begoña Gómez haben an diesem Sonntag Lanzarote verlassen. Damit endet ein Sommerurlaub von etwas mehr als drei Wochen auf der Insel. Das Paar war am 1. August angekommen und hatte zum siebten Mal in La Mareta logiert, der Gästeresidenz des staatlichen Patrimonio Nacional in Costa Teguise. Der Aufbruch erfolgte am Vormittag des 23. August – unter einem Sicherheitsaufgebot, das in diesem Sommer im Vergleich zu früheren Besuchen des Regierungschefs deutlich verstärkt worden war.
Rückflug mit der Falcon nach Torrejón
Eine Falcon des Luft- und Weltraumheers (Ejército del Aire y del Espacio) landete um 9.35 Uhr auf dem Flughafen César Manrique-Lanzarote. Nach der Landung rollte die Maschine zur Plattform des Militärflugplatzes, wo wenig später der Präsident und seine Frau an Bord gingen. Der Rückflug führte zur Luftwaffenbasis Torrejón de Ardoz bei Madrid.
Politischer Kontext: Kritik und Migrationsdebatte
Der Urlaub von Sánchez auf Lanzarote fiel in eine politisch angespannte Zeit. Kritik kam vor allem von den Behörden der autonomen Stadt Ceuta sowie von den Oppositionsparteien im Abgeordnetenhaus (Congreso de los Diputados), namentlich PP und Vox. Im Mittelpunkt standen die Migrationspolitik in Ceuta und andere nationale Themen, darunter Korruptionsaffären, die die Sozialistische Partei PSOE belasten.
Die Ankunft des sozialistischen Spitzenpolitikers und seiner Familie auf Lanzarote erfolgte nur einen Tag, nachdem Sánchez nach Ceuta gereist war – in einem Moment besonderer Spannung wegen der Migrationslage in der nordafrikanischen Enklave. Am 17. August leitete Sánchez per Videokonferenz von La Mareta aus eine Sitzung mit mehreren Ministern zur Lage in Ceuta.
Proteste vor der Residenz und Migrantenankünfte
Während des Inselaufenthalts kam es vor La Mareta wiederholt zu Protesten. Mitglieder der ultrakatholischen Organisation Hazte Oír mobilisierten mehrfach vor der Residenz. Sie brachten ihre Ablehnung der Migrationskrisen-Politik zum Ausdruck und kritisierten die Korruptionsfälle, die die PSOE erschüttern.
Bereits in der Nacht zum Donnerstag, dem 20. August, hatte die Seenotrettung (Salvamento Marítimo) 245 Menschen aus drei Schlauchbooten in Gewässern nahe Lanzarote gerettet, wie die Nachrichtenagentur Efe aus Kreisen der staatlichen Gesellschaft erfuhr. Es handelte sich um die ersten Boote mit irregulär eingereisten Migranten vor den Kanarischen Inseln seit dem 4. August, als ein hölzernes Fischerboot (Cayuco) mit mehr als 130 Menschen in der Nähe von El Hierro ankam.
Die Geretteten wurden nach Puerto Naos in Arrecife gebracht – nur etwa sieben Kilometer von La Mareta entfernt – und dort medizinisch versorgt. Durch den Zustrom kollabierte das Zentrum zur vorübergehenden Aufnahme von Ausländern (CATE) hinter der Polizeidienststelle in Arrecife. Zusätzliche Zelte und Feldbetten mussten aufgestellt werden, um die Ankommenden zu versorgen.
Nach Angaben der Inseldirektion der Staatsverwaltung in Lanzarote sowie des Konsortiums für Sicherheit und Notfälle von Lanzarote und La Graciosa ist das CATE seit Samstag wieder leer. Die Migranten wurden in Aufnahmeeinrichtungen auf andere Inseln des Archipels verlegt. „Das CATE ist seit gestern leer und verfügt über ausreichende Mittel, um Menschen zu versorgen“, erklärte Inseldirektor Pedro Viera am Sonntag gegenüber LA PROVINCIA/DLP.
Prominenter Besuch in La Mareta
Während der drei Wochen empfingen Pedro Sánchez und Begoña Gómez nicht nur die Eltern des Regierungschefs, die erneut gemeinsam mit ihrem Sohn auf der Insel urlaubten, sondern auch andere Vertraute. Darunter war der Präsident der Regionalregierung von Katalonien (Generalitat de Catalunya), Salvador Illa, der mit seiner Ehefrau Marta Estruch anreiste. Auch das Paar Illa hatte zuvor bereits mindestens einmal Sommerurlaub auf Lanzarote verbracht.
Einigen Quellen zufolge stattete auch der Fernsehmoderator und Abenteurer Jesús Calleja La Mareta in diesem Sommer einen Besuch ab. Calleja hatte schon früher mit Sánchez und Begoña Gómez auf Lanzarote Urlaub gemacht. Im August 2023 wurden die drei an einem Samstag auf dem Platz von Haría gesichtet, als dort der traditionelle Wochenmarkt im Norden der Insel stattfand.
Ausblick: Politischer Herbst beginnt mit Sonderkabinett
Die Regierung von Pedro Sánchez startet in das politische Jahr 2026–2027 mit einer außerordentlichen Kabinettssitzung, die für den 25. August 2026 anberaumt ist. Am selben Dienstag soll Verteidigungsministerin Margarita Robles die Reihe außerordentlicher Anhörungen von acht Regierungsmitgliedern im Abgeordnetenhaus eröffnen. Sie sollen über die Maßnahmen ihrer Ressorts angesichts der Migrationskrise in Ceuta berichten.
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