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Lago Martínez: Sechs Becken defekt – Hoffnung auf baldige Reparatur

Pechsträhne für das Wahrzeichen

Dem Lago Martínez in Puerto de la Cruz scheint in letzter Zeit niemand Gutes zu wünschen – oder es ist schlichtweg eine Verkettung unglücklicher Umstände. Die berühmten, in den 1970er Jahren von César Manrique entworfenen Becken, die zu den touristischen Höhepunkten im Norden Teneriffas zählen, haben derzeit schwer zu kämpfen. Zu den rund 500 Metern Strand, die nach der Entdeckung eines Unterspülungsschadens am Atlantik in der Nähe des „Monumento al Mar“ immer noch gesperrt sind, gesellte sich am vergangenen Freitag ein weiteres, wenn auch voraussichtlich vorübergehendes Problem – mit weitaus ärgerlicheren Folgen für die Badegäste.

Sechs Becken außer Betrieb

Der Ausfall einer Vakuumpumpe hat seit Freitag gleich sechs Becken des Komplexes lahmgelegt. Konkret handelt es sich um die Becken, die sich vom großen, zentralen See aus in Richtung San Telmo erstrecken: zwei Kinderbecken (an beiden Enden dieses Abschnitts), das Becken, das die Insel Teneriffa in der Mitte einer Plattform zeigt und von vielen Badegästen genutzt wird, das angrenzende Becken, das Schiffbecken und ein sechstes Becken namens „Alisios“. Hinzu kommt das beheizte Becken, das bereits seit deutlich längerer Zeit geschlossen ist.

Ersatzteil ist gefunden

Wie die Gemeindeverwaltung (eine Koalition aus PP, ACP und CC) gegenüber Canarias Ahora mitteilte, konnte das benötigte Ersatzteil inzwischen beschafft werden. „Die Suche gestaltete sich aufgrund der technischen Anforderungen des Teils jedoch äußerst schwierig und zog sich seit Freitag hin“, so die Erklärung. „Der zuständige Bereich hat die Situation kontinuierlich verfolgt, und das notwendige Teil befindet sich nun auf dem Weg zu uns. Wir gehen davon aus, dass die betroffenen Becken noch im Laufe dieser Woche wieder in Betrieb genommen werden können – vorausgesetzt, der Einbau verläuft ohne weitere Komplikationen.“

Die Gemeindeverwaltung betont: „Für uns hat die Bereitstellung des bestmöglichen Service für die Nutzer des Lago Martínez oberste Priorität. Deshalb haben wir uns für eine technisch einwandfreie und garantierte Lösung entschieden, anstatt provisorische Flickschusterei zu betreiben, die den einwandfreien Betrieb der Anlage gefährden könnte. Von Anfang an wurde mit Hochdruck daran gearbeitet, diese Störung so schnell wie möglich zu beheben und die volle Funktionsfähigkeit des Komplexes wiederherzustellen.“

Bislang nur eingeschränkter Badespaß

Für die Badegäste heißt das vorerst: Sie müssen sich mit dem großen Hauptbecken – dem eigentlichen „See“ mit seiner zentralen Insel – sowie dem kleinen Kinderbecken mit einer der zahlreichen Großskulpturen des genialen Künstlers aus Lanzarote begnügen. Der Komplex, der 1977 eröffnet wurde, zählt zu den meistbesuchten Attraktionen der Insel.

Der Hintergrund: Keine weiteren Hohlräume entdeckt

Bereits in der vergangenen Woche hatte Canarias Ahora über den Bericht berichtet, den der Bürgermeister vorlegte. Demnach haben Taucher und andere Spezialisten nach einer Aufwölbung des Bodens in einem beträchtlichen Teil der atlantikzugewandten Zone – nahe dem erwähnten „Monumento al Mar“ – keine weiteren Hohlräume im Lago entdecken können. Jene Aufwölbung hatte zunächst die Wartungsteams und die Stadtverwaltung beunruhigt, da sich der Boden um einige Zentimeter nach oben gewölbt hatte. Nach den erforderlichen Sondierungen und Inspektionen durch Taucher wurde der entdeckte, beträchtliche Hohlraum mit Beton verfüllt. Eine anschließende, gründlichere Analyse bestätigte schließlich, dass es keine weiteren gefährlichen Hohlräume gibt – nicht einmal in diesem Bereich, wo der Atlantik mit größter Wucht an die Anlage brandet.

Sanierungsarbeiten schreiten voran

Wie diese Zeitung am vergangenen Samstag feststellen konnte, arbeiten die Arbeiter indes weiter an der Wiederherstellung dieses Bereichs – einem wichtigen Teil des Hauptbeckens. Die Zementplattform ist bereits fertiggestellt. Es fehlt nur noch das Verlegen der Steinfliesen. Diese Zone ist selbstverständlich weiterhin für die Badegäste gesperrt, doch die Wiedereröffnung wird in Kürze erwartet.

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