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Kanaren mit Rekordzahlen: Hotelpreise steigen weiter

Kanarische Hotelbranche auf Erfolgskurs

MADRID/LAS PALMAS – Neue Daten des spanischen Statistikamtes INE haben am Montag bestätigt: Die Kanarischen Inseln, Spaniens wichtigstes Reiseziel für den Herbst- und Wintertourismus, haben ihre Hochsaison 2025/26 mit einem glänzenden Ergebnis abgeschlossen. In fast sieben Monaten, von Oktober 2025 bis April 2026, gab es keinen einzigen Monat ohne ein Plus beim Hotelpreisindex (IPH). Dieser offizielle Indikator misst die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der traditionellen Beherbergungsbetriebe im Tourismussektor im Jahresvergleich. Doch auch bei den Durchschnittserlösen pro belegtem Zimmer (ADR – Average Daily Rate) und den Einnahmen pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) legten die Inseln kontinuierlich zu.

Das Geschäft mit den Hotelübernachtungen läuft auf dem Archipel weiterhin wie geschmiert: Der IPH stieg im April 2026 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,3 Prozent, der kumulierte Anstieg seit 2008 (Basisjahr 100) beträgt satte 44,8 Prozent. Damit zählen die Kanaren zu den dynamischsten Regionen Spaniens – nur Andalusien (49,6 Prozent) und Madrid (64,6 Prozent) liegen vor ihnen.

Spitzenwerte bei Zimmerpreisen und Auslastung

Laut den am Montag vom INE veröffentlichten Daten der „Coyuntura Turística Hotelera“ für April 2026 stieg der durchschnittliche Tagesumsatz pro belegtem Bett auf den Kanaren um 3,8 Prozent auf 151 Euro. Das ist der zweithöchste Wert in ganz Spanien, nur übertroffen von der Autonomen Gemeinschaft Madrid mit 164 Euro. Der durchschnittliche Ertrag pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) verbesserte sich ebenfalls, wenn auch aufgrund einer etwas moderateren Auslastung nur um 0,6 Prozent. Er erreichte einen Durchschnittswert von 112,80 Euro pro verfügbarem Zimmer und Tag.

Zum Vergleich: Auf nationaler Ebene lag der durchschnittliche Umsatz pro belegtem Zimmer (ADR) im April bei 122,30 Euro – ein Anstieg von 4,9 Prozent gegenüber April 2025 und deutlich niedriger als der kanarische Wert. Der nationale RevPAR, der stark von der Auslastung abhängt, betrug 81,70 Euro (plus 5,5 Prozent). Die Kanaren lagen hier mit 112,80 Euro klar vorn. Bundesweit waren im April 58,5 Prozent der angebotenen Betten belegt, ein Minus von 0,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Wochenendauslastung stieg leicht um 0,1 Prozent auf 65,1 Prozent.

Gran Canaria und Mallorca als Zugpferde

Die Kanarischen Inseln wiesen in ihrer Hochsaison (die dieses Jahr nach der Osterwoche Anfang April endete) mit 68,7 Prozent die höchste Bettenauslastung Spaniens auf, auch wenn dieser Wert unter den Durchschnitten der Vormonate des Herbst-Winter-Zeitraums lag. Spitzenreiter unter den Urlaubsregionen war der Süden Gran Canarias mit einer Auslastung von 73,9 Prozent. Die baskische Küste von Gipuzkoa verzeichnete mit 79 Prozent die höchste Wochenendauslastung. Der absolute Spitzenwert bei der Bettenauslastung wurde mit 81,3 Prozent in Sóller (Mallorca) gemessen, während Valencia mit 84,1 Prozent bei der Wochenendauslastung führte.

Die beliebtesten Reiseziele für ausländische Gäste (Nicht-Residenten) waren die Kanarischen Inseln (25,4 Prozent), Katalonien (18,2 Prozent) und die Balearen (17,7 Prozent). Bei den Übernachtungen lag die Insel Mallorca mit über 3,4 Millionen an der Spitze, gefolgt von den Orten Madrid, Barcelona und San Bartolomé de Tirajana auf Gran Canaria. Da die Osterwoche 2026 auf März/April fiel, 2025 aber komplett im April lag, empfiehlt sich eine gemeinsame Betrachtung der beiden Monate: Bundesweit stiegen die Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3 Prozent, die der Inlandsgäste um 2,8 Prozent und die der ausländischen Gäste um 3,1 Prozent.

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