Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Ungleiche Bedingungen für Senioren auf den Nebeninseln
Mitte September startet die Saison 2026-2027 für die Reisen des Sozialtourismus-Programms des Instituts für Senioren und Soziale Dienste (Imserso). Dank dieser Initiative können Pensionäre aus ganz Spanien zu stark reduzierten Preisen Urlaub machen. Doch auf den Kanarischen Inseln ist der Zugang nicht für alle gleich: Wer auf El Hierro, La Palma oder Lanzarote lebt und diese Vergünstigungen nutzen möchte, muss zunächst zwingend nach Teneriffa oder Gran Canaria reisen. In den meisten Fällen bedeutet das nicht nur die Kosten für Fähre oder Flug, sondern auch eine Übernachtung auf der jeweiligen Insel, wenn keine passenden Anschlussverbindungen existieren.
„Es ist unfair“: Kritik an fehlender Chancengleichheit
Verónica Meseguer, die Generaldirektorin für Senioren und Aktive Teilhabe der kanarischen Regionalregierung, betont, dass Senioren auf den nicht-kapitalischen Inseln klar benachteiligt sind. „Es ist unfair, es gibt keine Chancengleichheit – weder im Vergleich zu den Hauptinseln noch zum Festland“, verteidigt sie. Bei ihren Besuchen auf Inseln wie La Palma oder El Hierro hätten ihr viele Senioren berichtet, dass sie letztlich aufgeben, weil sich die Reise für sie nicht rechne: „Bei den aktuellen Preisen können ein Ticket und eine Hotelnacht rund 200 Euro extra kosten – das ist oft teurer als die Reise selbst.“
Auf dem spanischen Festland können Senioren aus abgelegenen Gebieten ihre Hauptstädte leichter, günstiger und vor allem über das Straßennetz erreichen. Auf den Kanaren hingegen sind sie zu einer zusätzlichen finanziellen Belastung gezwungen. Bis vor weniger als einem Jahrzehnt gab es für Bewohner der nicht-kapitalischen Inseln einen speziellen Zuschuss für die Teilnahme am Imserso-Programm. Doch 2017 wurde diese Hilfe gestrichen und bis heute nicht wieder eingeführt.
Wiedereinführung der Subvention: Gespräche laufen, Budget blockiert
Anfang des Jahres traf sich Meseguer mit der Imserso-Generaldirektorin María Teresa Sancho und forderte die Wiedereinführung dieser Beihilfe. Obwohl die Zentralregierung die Bitte versteht, können aufgrund der verlängerten Haushalte die entsprechenden Ausschreibungsunterlagen nicht geändert werden. In dieser Saison wird es also keine Verbesserung für die Bewohner außerhalb von Teneriffa und Gran Canaria geben. „Im September oder Oktober werden wir uns erneut treffen, um zu prüfen, ob wir es in den nächsten Haushalt aufnehmen können. Die Absicht ist, die Beihilfe wieder einzuführen, aber es ist schwierig“, erläutert sie. Der vielversprechendste Weg sei eine Kofinanzierungsvereinbarung, bei der der Staat einen Teil und die Kanaren den anderen Teil übernehmen.
Parallel dazu hat die Regionalregierung das Programm „Canarias Se Mueve +55“ ins Leben gerufen, das dem Imserso sehr ähnelt, aber auch Abflüge von anderen Flughäfen vorsieht. Die erste Gruppe bestand aus rund 50 Personen und startete vom Flughafen Fuerteventura in Richtung Murcia. Insgesamt sind elf weitere Reisen geplant; einige wurden bereits durchgeführt, andere folgen in den Monaten September und Oktober. Die staatliche und die regionale Initiative sind miteinander kombinierbar, sodass abenteuerlustige Senioren sich für beide Programme anmelden können.
Die Zahlen der Saison 2026-2027: Plätze, Briefe und Buchungsstart
In dieser Saison bietet das Imserso 879.213 Plätze an: 50,1 Prozent (440.284 Plätze) entfallen auf den Küstentourismus auf dem Festland (Andalusien, Katalonien, Valencia und Murcia), 25,9 Prozent (228.142 Plätze) auf den Inselküstentourismus (Kanaren und Balearen) und 23,9 Prozent (210.787 Plätze) auf Kurzreisen mit kulturellen Touren, Naturtourismus, Provinzhauptstädte, die autonomen Städte Ceuta und Melilla sowie Reisen mit Abflug aus Europa. Das Imserso hat bereits 2.938.156 Briefe an die 4.602.255 berechtigten Personen verschickt. Die Schreiben enthalten einen vierstelligen Code, der jede Saison wechselt und für Buchungen erforderlich ist.
Der Verkauf der Reisen für Pensionäre, die von den Kanaren aus starten, beginnt am 16. September für bevorzugte Nutzer und am 17. September für alle anderen. Interessierte können ihre Pakete für Festlandküste, Inselküste oder Kurzreisen über die Websites www.turismosocial.es und www.mundicolor.es mit ihrem Personalausweis und ihrem Akkreditierungscode buchen – oder in jeder autorisierten Reiseagentur, dort genügt der Personalausweis. Wie üblich kann der Reisende seinen Ehepartner, eingetragene Lebenspartner oder Kinder mit Behinderung mitnehmen. Zudem hat das Ministerium einen Prozentsatz der Plätze für Reisende mit Haustieren reserviert, sowohl für Festland- als auch für Inselküstenreisen. In diesem Jahr können Pensionäre mit geringem Einkommen erneut für 50 Euro verreisen, unabhängig vom Ziel. Insgesamt sind dafür 7.447 Plätze vorgesehen, die für Personen reserviert sind, die eine Leistung in Höhe der nicht beitragsbasierten Invaliditäts- oder Altersrenten der Sozialversicherung oder weniger erhalten.
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