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Kanaren locken Milliarden: Hotelinvestment erreicht Rekordniveau

Investitionsboom auf den Inseln: 8,1 Milliarden Euro in sechs Jahren

Die Immobilienberatung Colliers Iberia hat einen neuen Bericht zur Rentabilität des Tourismussektors auf den Kanarischen Inseln und den Balearen veröffentlicht. Demnach haben sich beide Archipele als die großen Motoren für Hotelinvestitionen im europäischen Urlaubssegment etabliert und locken jährlich über eine Milliarde Euro an. Laura Hernando, Generaldirektorin für Hotels und designierte CEO von Colliers Iberia, betont jedoch, dass die Begrenzung des Angebots der entscheidende Faktor sei, um die Rentabilität und das Investoreninteresse in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten.

Rekordwerte bei Auslastung und Einnahmen

Laut der Studie „Destino Islas: Canarias vs. Baleares 2026“ von Colliers haben beide Inselgruppen zwischen 2019 und 2025 gemeinsam Investitionen in Höhe von 8,1 Milliarden Euro angezogen. Allein in den letzten fünf Jahren flossen rund 7 Milliarden Euro. Dieser erneute Investitionszyklus stützt sich auf Rentabilitätsindikatoren auf Rekordniveau. Der Umsatz pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) hat in beiden Regionen historische Höchststände erreicht: auf den Kanaren liegt er bei 120 Euro (+5,6 % im Vergleich zum Vorjahr), auf den Balearen bei 129 Euro (+8,7 %). Diese Zahlen garantieren einen anhaltenden Kapitalfluss in die Hotelimmobilien der Inseln.

Touristen geben so viel aus wie nie zuvor

Auch die Tourismuseinnahmen sind 2025 auf nie dagewesene Höhen gestiegen. Auf den Kanarischen Inseln beliefen sich die Gesamtausgaben auf 24,4 Milliarden Euro – ein Anstieg von 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der durchschnittliche Tagesausgaben pro Tourist lagen bei 191 Euro. Die Balearen verzeichneten Ausgaben von 21,06 Milliarden Euro (+5,2 Prozent), mit einem bemerkenswerten Tagesausgabenwert von 214 Euro, der deutlich über dem nationalen Durchschnitt liegt.

Zimmerpreise auf neuem Niveau

Beim durchschnittlichen Zimmerpreis (ADR) liegen die Kanaren bei 142 Euro, während die Balearen auf durchschnittlich 153 Euro kommen. Ibiza und Formentera führen das Luxussegment mit einem ADR von 199 Euro an. „Die Kanarischen Inseln blicken aus einer Position der Stärke in die Zukunft, gestützt auf einen ganzjährigen Betrieb, eine solide Nachfrage und umfangreiche Möglichkeiten der Neupositionierung“, erklärt Gonzalo Gutierrez, Managing Director für Hotels bei Colliers. „Der Archipel hat sich als wichtigstes Urlaubsziel für Hotelinvestitionen in Spanien etabliert, mit positiven Aussichten für eine Verbesserung der wichtigsten Rentabilitätskennzahlen.“

Weniger Betten, höhere Rendite

Der Bericht hebt hervor, dass die Stabilität des Marktes durch ein strukturell begrenztes Angebot begünstigt wird. Während das Hotelangebot auf den Kanaren im Jahr 2025 um 1,2 Prozent schrumpfte – unter anderem aufgrund von Schließungen für umfassende Renovierungen – verlangsamte sich das Bettenwachstum auf den Balearen auf 0,6 Prozent, das geringste Tempo seit fünf Jahren. Die regulatorischen Entwicklungen in beiden Archipelen priorisieren die Neupositionierung von Anlagen und die Wertschöpfung vor dem reinen Mengenwachstum.

Zukunftsaussichten: Fokus auf Qualität statt Quantität

Laut Laura Hernando wird die Angebotsbeschränkung der Schlüssel sein, um die Rentabilität und das Investoreninteresse in den kommenden Jahren zu sichern. Colliers betont die große Widerstandsfähigkeit des Tourismusmodells auf den Inseln. Während sich die Kanaren dank ihres ganzjährigen Betriebs als wichtigstes Urlaubsziel für Investitionen etabliert haben, zeichnen sich die Balearen durch ein wachsendes Interesse von Premiummarken aus, was ihr Luxusprofil für langfristige Investitionsstrategien stärkt. Insgesamt überstiegen die Tourismuseinnahmen in beiden Archipelen zwischen 2021 und 2025 die Marke von 173 Milliarden Euro – ein klares Zeichen für den Wandel hin zu einem Modell, das auf Qualität und die Anziehung einer kauffreudigeren Klientel setzt.

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