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Greenpeace fordert sofortigen Abbau der Zuchtkäfige vor Melenara
Die Umweltorganisation Greenpeace hat den sofortigen Abbau der Käfige zur Zucht von Wolfsbarschen vor der Playa de Melenara auf Gran Canaria gefordert. Zugleich verlangt sie, neue Aquakulturprojekte auf der Insel zu stoppen – darunter ein Vorhaben, das derzeit an der Küste von La Aldea geprüft wird. Als Begründung verweist die Organisation auf die erheblichen Umweltauswirkungen dieser Anlagen.
Greenpeace erklärt, ein Aktivist habe ihr in diesem Monat im Hafen von Taliarte aufgenommenes Bildmaterial zur Verfügung gestellt. Die Aufnahmen zeigten „große Mengen toter Fische, die in Containern zur Entsorgung zusammengepfercht sind“. Das Material stamme aus Aquakulturfarmen, die vor der Küste von Melenara verankert sind.
„Erneut ein Massensterben von Fischen“
Die Sprecherin von Greenpeace auf den Kanarischen Inseln, Irene Sánchez, warnt: „Erneut kommt es zu einem Massensterben von Fischen“, wie es dieselbe Stelle an der Küste der Gemeinde Telde bereits vor Monaten erlebt habe. Diese Situation bezeichnet sie als „untragbar“.
Deshalb fordert sie „den sofortigen Abbau der Käfige sowie eine rigorose Analyse der Ursachen des Problems und Transparenz bei den Informationen“. „Mehr denn je brauchen wir ein echtes Bekenntnis der zuständigen Behörden zu einem nachhaltigen Ernährungssystem“, betont sie.
Widerstand gegen neue Aquakulturprojekte
Darüber hinaus spricht sich Greenpeace dafür aus, neue Aquakulturprojekte zu stoppen – etwa das Vorhaben eines Unternehmens, an der Küste von La Aldea eine Farm zur Zucht von Wolfsbarschen zu errichten, die jährlich rund 5.400 Tonnen produzieren soll.
Die Umweltschützer argumentieren, das derzeitige Modell der Aquakulturproduktion sei ein Geschäft, das „das System an die Grenzen seiner Kapazität bringen kann, weil sich eine große Menge Fische in den Käfigen ansammelt“. Denn „die steigenden Temperaturen in den Ozeanen und der damit einhergehende Rückgang des Sauerstoffs im Wasser sind zusammen mit dem Stress der Fische in den Käfigen der perfekte Auslöser für weitere Katastrophen“.
Nach Auffassung der Organisation sind solche Vorfälle „kein außergewöhnliches Ereignis in der Aquakultur“ – es gebe dokumentierte Fälle in Norwegen oder Chile, um nur zwei Beispiele zu nennen.
Käfige in geschützten Zonen
Die Lage verschärfe sich im Fall von Gran Canaria zusätzlich, so die Organisation, weil die Käfige „in nur rund 350 Metern Entfernung zur Playa de Melenara installiert wurden – einer Zone, die der Regionale Plan zur Ordnung der Aquakultur der Kanarischen Inseln verbietet“.
In La Aldea wiederum liege die Konzession „ganz in der Nähe eines als besonderes Vogelschutzgebiet ausgewiesenen Areals sowie weiterer besonders geschützter Zonen“.
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