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Brüssel sichert Kanaren Posei-Hilfen bis 2034 zu

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

EU-Kommission will Posei-Hilfen für die Kanaren bis 2034 verlängern

Die Europäische Kommission hat sich verpflichtet, die Kohäsionspolitik und die Posei-Hilfen für den primären Sektor im mehrjährigen Finanzrahmen 2028-2034 zu stärken und zu verlängern. Dies ist Teil der neuen Gemeinschaftsstrategie für die ultraperipheren Regionen (RUP). Die spanische Zentralregierung erklärte zudem, dass die Kanaren und die anderen acht RUP-Gebiete ihre Rolle als Verwaltungsbehörden der spezifischen Fonds für diese Regionen behalten und direkt und koordiniert mit Brüssel verkehren können. Mit anderen Worten: Es wird keine Zentralisierung der Mittel geben, zumindest sollen Mechanismen geschaffen werden, damit die RUP an ihrer direkten Verwaltung und Verteilung beteiligt bleiben.

Ankündigung fällt mitten in die Budgetdebatte

Die Ankündigung erfolgt mitten in der Diskussion über den nächsten Haushalt der Europäischen Union und angesichts der Sorge der RUP, wie ihre spezifischen Fonds in die neuen nationalen und regionalen Partnerschaftspläne passen. Der Haushaltsvorschlag der Kommission verpflichtet Spanien, Frankreich und Portugal, Maßnahmen aufzunehmen, die ausdrücklich auf ihre ultraperipheren Gebiete ausgerichtet sind. Die endgültige Ausgestaltung muss jedoch noch ausgehandelt und genehmigt werden.

Torres spricht von „großartiger Nachricht“

Der Minister für Territorialpolitik und demokratisches Gedenken, Ángel Víctor Torres, bezeichnete es als „großartige Nachricht“, dass die Kommission einen großen Teil der von Spanien vorgelegten Vorschläge aufgenommen hat. Dazu zählte er die Verteidigung der Besonderheit des Posei – des europäischen Förderprogramms für die Landwirtschaft in abgelegenen Regionen wie den RUP –, die Aufnahme des Themas Wohnen in die spezifische Agenda der Ultraperipherie sowie eine differenzierte Behandlung des Luft- und Seeverkehrs. Torres betonte jedoch, dass die vom Gemeinschaftsexekutiv vorgelegte Mitteilung „ein erster Schritt“ sei. Ihre Umsetzung hänge von den sektoralen Politiken der EU ab, während das begleitende Regelungspaket der Zustimmung der Mitgliedstaaten im Rat nach Anhörung des Europäischen Parlaments bedürfe. Das Verfahren eröffne somit die Möglichkeit, die Vorschläge beizubehalten oder zu verbessern, sei aber noch nicht mit ihrer endgültigen Annahme gleichzusetzen.

Neun Gebiete betroffen – von den Kanaren bis Mayotte

Die Strategie ersetzt die 2022 verabschiedete und betrifft die Kanaren, die Azoren, Madeira, Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Réunion und Saint-Martin. Ihre wichtigste politische Neuerung besteht darin, diese Gebiete nicht nur als Regionen darzustellen, die durch Abgelegenheit, Insellage und Außenabhängigkeit benachteiligt sind, sondern als geostrategische Stützpunkte, die die europäische Präsenz im Atlantik, in der Karibik, im Indischen Ozean und in Südamerika ausweiten. „Die ultraperipheren Regionen wie die Kanaren müssen innerhalb der Europäischen Union als Chancenräume für die Beziehungen zu ihrem Umfeld größeres Gewicht erhalten“, sagte Torres. Der Minister hob Tourismus, Umweltforschung und die Entwicklung der Raumfahrtaktivitäten als Stärken des Archipels hervor.

Vier Achsen der neuen Strategie

Der Fahrplan ist um vier Achsen herum aufgebaut: das geostrategische Potenzial der RUP nutzen und ihre Integration mit den Nachbarländern verbessern; ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihren Zugang zum Binnenmarkt erhöhen; ihre Reaktionsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel, Katastrophen und anderen Bedrohungen stärken; und soziale Gerechtigkeit fördern. Brüssel identifiziert Chancen in der blauen Wirtschaft, bei erneuerbaren Energien, Biotechnologie, Forschung und Raumfahrt und will die Luft- und Seeverbindungen verbessern. Zudem schlägt die Kommission vor, kritische Infrastrukturen wie Häfen und Unterseekabel zu schützen, die Energiesouveränität und Ernährungssicherheit voranzutreiben und Umweltphänomenen wie dem Anschwemmen von Sargassum-Algen Aufmerksamkeit zu schenken.

Soziale Prioritäten: Wohnen, Gesundheit und Bildung

Im sozialen Bereich zählt die Kommission Beschäftigung, Bildung, Armutsbekämpfung und den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen wie Trinkwasser, Gesundheitsversorgung und bezahlbarem Wohnraum zu ihren Prioritäten. Letzteres war ausdrücklich von Spanien eingebracht worden. Die Strategie sieht vor, nationale und regionale Verwaltungen dabei zu unterstützen, das Wohnungs- und Mietangebot zu erweitern, Investitionen zu mobilisieren, Reformen zu fördern und die schwächsten Bevölkerungsgruppen zu schützen.

Ausnahmen beim Emissionshandel bis Ende 2035

Ein weiterer für die Kanaren relevanter Punkt ist der Vorschlag, das europäische System für den Handel mit Emissionsrechten zu überarbeiten. Der Zentralregierung zufolge würde der Ansatz ermöglichen, die Ausnahmen für die Luft- und Seeverbindungen der RUP bis zum 31. Dezember 2035 zu verlängern. Die Kommission will zudem angepasste Regelungen für Bereiche wie die Müllverbrennung und den CO2-Grenzausgleichsmechanismus prüfen.

Artikel 349 als rechtliche Grundlage

Das Gemeinschaftsdokument beruft sich auf Artikel 349 des Vertrags über die Arbeitsweise der EU, der es erlaubt, Vorschriften, Politiken und Zugangswege zu europäischen Fonds an die strukturellen und dauerhaften Einschränkungen der Ultraperipherie anzupassen. Brüssel verspricht, diese Einschränkungen künftig systematischer bereits in den ersten Phasen der Ausarbeitung seiner Initiativen zu berücksichtigen, den jährlichen Dialog mit diesen Gebieten zu verstärken und ihre Verwaltungskapazität zur Nutzung der Gemeinschaftsprogramme zu verbessern.

Entscheidend ist die Umsetzung im Haushalt

Für die Kanaren konzentriert sich die unmittelbare Tragweite der Strategie nun auf ihre Übersetzung in Haushalt und Rechtsvorschriften. Das von der Kommission bekundete politische Engagement muss sich während der Verhandlung des Finanzrahmens 2028-2034 und in den späteren sektoralen Gesetzen konkretisieren, in denen sowohl die Ausstattung der spezifischen Programme als auch der tatsächliche Verwaltungsspielraum der Regionen festgelegt werden.

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