Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.
Preisverfall trotz Qualität
Die Vergütung, die Bananenbauern auf den Kanarischen Inseln für ihre Früchte erhalten, ist in der ersten Woche des Jahres 2026 auf einem derart niedrigen Niveau, dass man von einem Preisverfall sprechen kann, der praktisch unbemerkt blieb. In der 34. Woche, der vorletzten im August (17. bis 23. August), verzeichnete der vom spanischen Ministerium für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) veröffentlichte Erzeugerpreis einen leichten Anstieg von 0,33 Euro pro Kilo – dem Jahrestiefstand der Vorwoche – auf nunmehr 0,35 Euro. Diese Summe bleibt jedoch eine Vergütung, die für den lokalen Produzenten deutliche Verluste bedeutet, denn die Einnahmen aus dem Verkauf der Früchte der 34. Woche decken nicht einmal annähernd die Produktionskosten, die zwischen 0,70 und 0,80 Euro pro Kilo liegen – und das ohne Berücksichtigung möglicher weiterer Kostensteigerungen.
Besonders bitter: Gesprochen wird hier ausschließlich von Früchten in Spitzenqualität. Selbst mit der direkten Beihilfe des POSEI-Programms, das derzeit 0,32 Euro pro Kilo beträgt, lassen sich die Verluste nicht ausgleichen. Die Nervosität unter den Landwirten wächst, denn bereits zu viele Wochen reihen sich in dieser prekären Lage aneinander.
Hoffnung auf Besserung im September
Die Erzeugerorganisationen für Bananen (OPP) setzen ihre Hoffnungen nun auf den September. Sie erwarten, dass sich die katastrophale Situation bei den Erzeugerpreisen nach der Ankündigung von zwei sogenannten „Picas“ – also Marktentnahmen von Früchten – verbessert. Diese wurden für die Wochen 34 und 35 genehmigt: Insgesamt werden 630.000 Kilo (Woche 34) und 700.000 Kilo (Woche 35) vom Markt genommen. Die Früchte werden entweder vernichtet, an die Tafel (Banco de Alimentos) gespendet oder nach Marokko exportiert.
Bislang hat diese erzwungene Verknappung des Angebots den Erzeugerpreis zwar nicht wie erhofft ansteigen lassen, aber immerhin auch nicht weiter sinken lassen. Nach diesen Maßnahmen zur Angebotsanpassung, die von der Organisation Asprocan beschlossen wurden, wird nun in der 36. Woche – der ersten Septemberwoche (31. August bis 6. September) – erneut die Ausfuhr von Früchten auf das spanische Festland begrenzt, wo etwa 90 Prozent der Inselproduktion abgesetzt werden. Dort sucht man nach besseren Preisen für grüne, im Großhandel verkaufte Bananen. Die tatsächliche Höchstmenge für diese Woche von 6,8 Millionen Kilo wird durch die Praxis der „Retención en finca“ – dem zeitlichen Aufschub des Ernteschnitts – um 330.000 Kilo auf 6,5 Millionen Kilo reduziert. Dies entspricht einer Kürzung des möglichen Exportvolumens um fünf Prozent, und das ohne eine dritte Marktentnahme in Folge.
Konsumnormalisierung als Preistreiber
Mit all diesen angebotsseitigen Maßnahmen erwarten die sechs kanarischen Erzeugerorganisationen und Asprocan eine Trendwende hin zu steigenden Erzeugerpreisen ab September. Ausschlaggebend ist neben der Angebotsverknappung vor allem die Rückkehr zur normalen Verbrauchernachfrage in ganz Spanien, nachdem der beliebteste Urlaubsmonat August zu Ende geht und der Alltag wieder einkehrt.
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