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Abriss des alten Busbahnhofs: Puerto de la Cruz plant Mega-Projekt

Grünes Licht für den Abriss

Puerto de la Cruz kann endlich die alte Busstation im Herzen der Stadt abreißen. Die Stadtverwaltung hat im Zuge der letzten Haushaltsanpassung 4,1 Millionen Euro bereitgestellt. Zusammen mit den 1,5 Millionen Euro der kanarischen Regionalregierung ist die Finanzierung des Abrisses nun gesichert.

Die gesamte Maßnahme hat ein Budget von 5,6 Millionen Euro. Aufgrund der enormen Ausmaße des Gebäudes und seiner zentralen Lage handelt es sich technisch um ein hochkomplexes Vorhaben. „Wenn alles wie geplant läuft, können die Arbeiten noch vor Ende des Jahres beginnen“, versichert David Hernández, Stadtrat für Stadtplanung (ACP).

Fast zwei Jahrzehnte Stillstand

Die ehemalige Busstation liegt seit fast 20 Jahren brach – mitten im Zentrum der Hafenstadt. Schon im Februar hatte das Unternehmen Gesplan, das mit der Ausarbeitung des Projekts beauftragt war, die Pläne vorgelegt. „Wir haben alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen. Es fehlt jetzt nur noch die endgültige Freigabe der Mittel, damit die Ausschreibung starten kann“, erklärt Hernández. Allerdings schließt er nicht aus, dass sich der Prozess verzögern könnte oder sogar gar keine Angebote eingehen.

Die Stadt hat in jedem Fall bereits den Abtransport der noch im Inneren der Station lagernden Gegenstände und Festwagen beauftragt. Für den eigentlichen Abriss sind 18 Monate veranschlagt.

Ein neues Herz für Puerto de la Cruz

Das Grundstück erstreckt sich über eine strategisch wichtige Fläche, die von den Promenaden Hermanos Fernández Perdigón und del Jardinero sowie den Straßen El Peñón und El Pozo begrenzt wird. Das Areal grenzt direkt an die Plaza Francisco Afonso Carrillo. „Für das Stadtplanungsamt und den gesamten Stadtrat ist dies das Prestigeprojekt schlechthin“, betont David Hernández. Es handele sich um „die bedeutendste Baumaßnahme, weil sie in den kommenden Jahren die größte Veränderung der Stadt bewirken wird.“

Auf den 15.000 Quadratmetern der alten Busstation soll ein neuer Stadtteil entstehen: ein großer Platz mit einem Auditorium und einem Mehrzweckgebäude, zwei öffentlichen Gebäuden, zwei Geschäftshäusern sowie 900 Parkplätzen, verteilt auf drei Ebenen. Der Vorentwurf liegt bereits vor.

Ursprünglich war geplant, das Kulturzentrum im alten Parque San Francisco unterzubringen. Diese Idee wurde jedoch wegen Platzmangels und explodierender Kosten verworfen. „Unser Ziel ist es, einen modernen, nachhaltigen und inklusiven Stadtraum zu schaffen, der im Einklang mit der Renaturierung der Gemeinde und der grünen Infrastruktur steht“, so Hernández über die künftige Nutzung des Geländes.

Politischer Zoff ums Geld

Die Haushaltsanpassung der Stadtregierung, die aus PP, ACP und CC besteht, hat heftige Kritik der Opposition hervorgerufen. Der sozialistische Fraktionssprecher Marco González warf der aktuellen Stadtspitze vor, die öffentlichen Kassen zu leeren und die Bürger um ihre Ersparnisse zu bringen. Die gesamte Finanzoperation beläuft sich auf über 21 Millionen Euro, von denen 4,1 Millionen allein für den Abriss der alten Station vorgesehen sind.

Stadtrat Hernández weist die Vorwürfe entschieden zurück: „Das Geld der Bürger ist dafür da, in ihre Bedürfnisse investiert zu werden.“ Es sei ein falsches Verständnis von Politik, wenn man kritisiere, dass die Stadtverwaltung handle und vorankomme. „Wir haben den Koalitionsvertrag (die ACP regierte zuvor mit der PSOE) genau aus diesem Grund aufgekündigt. Die Sozialisten haben Haushaltsänderungen blockiert und uns die Mittel für die dringend benötigten Bauprojekte verweigert. Ihnen war nicht klar, dass dieses Geld für die Stadt und ihre Menschen da ist – nicht für mich oder meine Partei.“

Abschließend sagte Hernández: „Die Haltung der PSOE in Puerto de la Cruz ist ein kleinliches Verständnis von Politik und der Verwendung öffentlicher Gelder.“

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