immobilienpreise kanaren anstieg 2026

Immobilienpreise auf den Kanaren steigen weiter rasant

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Wohnen wird weiter teurer: 45 Quartale mit Preissteigerungen in Folge

Die Immobilienpreise in Spanien steigen unaufhaltsam. Im zweiten Quartal 2026 verteuerten sich Wohnungen und Häuser landesweit um durchschnittlich 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit verbessert sich die Lage für Käufer kaum: Es ist bereits das 45. Quartal in Folge mit Preissteigerungen, wobei die letzten sechs Quartale sogar Zuwächse von über zwölf Prozent verzeichneten. Wie das Nationale Statistikinstitut (INE) am Montag mitteilte, hat sich der Anstieg allerdings leicht abgeschwächt und liegt nun sieben Zehntel unter dem Wert des Vorquartals.

Besonders deutlich wird der Trend beim Blick auf die verschiedenen Immobilientypen: Gebrauchte Wohnungen verteuerten sich zwischen April und Juni um stolze 12,9 Prozent. Zuvor hatte dieser Sektor drei Quartale lang sogar Zuwachsraten von über 13 Prozent verzeichnet. Neubauten hingegen zeigten eine moderatere Entwicklung mit einem Preisanstieg von 7,4 Prozent – der niedrigste Wert seit dem ersten Quartal 2023.

Kanarische Inseln: +11 Prozent im Jahresvergleich

Auch auf den Kanarischen Inseln bleibt der Wohnungsmarkt angespannt. Hier stiegen die Preise im zweiten Quartal 2026 um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegen die Inseln zwar unter dem nationalen Durchschnitt, kämpfen aber wie der Rest des Landes mit den gleichen strukturellen Problemen.

Die aktuelle Entwicklung folgt auf ein bereits starkes Jahr: Schon zum Jahresbeginn 2026 legten die Preise im ersten Quartal um 12,9 Prozent zu, und das gesamte Jahr 2025 schloss mit einem durchschnittlichen Anstieg von 12,7 Prozent ab. Die Ursache ist ein gefühlter Immobilienmangel: Auf dem Markt fehlt es an verfügbarem Wohnraum, um die wachsende Nachfrage zu decken. Dies übt weiterhin massiven Druck auf die Preise aus und verschärft die Zugangsprobleme – insbesondere für junge Menschen und Haushalte mit geringerem Einkommen.

Starker Anstieg gegenüber dem Vorquartal

Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 stiegen die Immobilienpreise spanienweit um 3,4 Prozent. Wiederverkaufte Wohnungen wurden dabei um 3,7 Prozent teurer – der stärkste quartalsweise Anstieg innerhalb eines Jahres. Neubauten verteuerten sich im selben Zeitraum um ein Prozent. Zusammengenommen bedeutet dies: Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres sind die Preise um sieben Prozent geklettert, wobei gebrauchte Objekte mit 7,4 Prozent erneut die Nase vorn haben (Neubauten: +4,6 Prozent).

Regionale Unterschiede: Spitzenreiter und Schlusslichter

Ein genauer Blick auf die Regionen zeigt ein differenziertes Bild. In allen autonomen Gemeinschaften und Städten stiegen die Preise im zweiten Quartal – und bis auf Navarra überall im zweistelligen Bereich. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Ceuta (15,2 Prozent), Asturien (15 Prozent), Kastilien und León (14,8 Prozent), Aragón (14,6 Prozent) sowie La Rioja und Murcia (jeweils 14,4 Prozent).

Ebenfalls über dem nationalen Durchschnitt lagen Melilla (13,8 Prozent), die Balearen (13,7 Prozent), Kantabrien (13,5 Prozent), die Valencianische Gemeinschaft (13 Prozent), Madrid und Galicien (jeweils 12,9 Prozent) sowie Extremadura (12,8 Prozent). Die moderatesten Anstiege verzeichneten Andalusien (11,9 Prozent), Kastilien-La Mancha (11,7 Prozent), die Kanarischen Inseln (11 Prozent), Katalonien (10,1 Prozent), das Baskenland (10 Prozent) und Navarra mit 9,5 Prozent als einzigem einstelligen Wert.

Neue Berechnungsbasis ab 2026

Eine wichtige methodische Änderung gibt es ebenfalls zu beachten: Seit dem ersten Quartal 2026 verwendet das INE das Jahr 2025 als neue Basis- und Referenzperiode für seine Statistik. Diese Anpassung erfolgt im Einklang mit einer EU-Verordnung, die eine Neuskalierung der harmonisierten Preisindizes und ihrer Unterindizes alle zehn Jahre vorschreibt.

Erst kürzlich hatte auch die Bewertungsgesellschaft Tinsa ähnliche Zahlen vorgelegt: Sie bezifferte den Anstieg der Wohnungspreise (neu und gebraucht) im zweiten Quartal auf 15,2 Prozent im Jahresvergleich – der höchste Wert seit Mitte 2006, als sich Spanien mitten in der Immobilienblase befand. Dieser Anstieg liegt satte 11,8 Prozentpunkte über der Inflationsrate.

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