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Guachinches Modernos: Die Entdecker der kanarischen Küche

Aufbereitet mit Hilfe künstlicher Intelligenz auf Grundlage spanischsprachiger Informationen. Quelle unter dem Artikel.

Leidenschaft für gutes Essen

Jonay Hernández und Joana Pérez sind die kreativen Köpfe hinter Guachinches Modernos de Tenerife und verwandeln seit acht Jahren ihre kulinarischen Entdeckungsreisen in fesselnde Inhalte für die sozialen Medien. Aus einer bescheidenen Facebook-Gruppe zur Restaurantempfehlung ist eine lebendige Community mit über 123.000 Mitgliedern geworden – und das neben ihrem eigenen Unternehmen für Social-Media-Management. „Wir lieben es einfach zu essen, das ist unsere Leidenschaft“, gesteht das Paar, das heute nicht nur die Inseln nach Geschichten, Aromen und Familienbetrieben durchstreift, sondern mit der Kreation eines eigenen Mojo de Aguacate auch den Sprung in die Produktentwicklung gewagt hat.

Vom Facebook-Experiment zum digitalen Phänomen

Was vor acht Jahren als Facebook-Gruppe begann, hatte einen einfachen Ursprung: „Wir sahen, dass die Leute ständig fragten, wo man gut essen könne, und oft antwortete niemand. Da kam uns die Idee, eine Empfehlungsgruppe zu schaffen, in der die gesamte Community ihr Wissen teilen kann.“ Anfangs beschränkte sich ihre Rolle auf das Moderieren und Beleben der Gruppe. „Dann haben wir uns mit den sozialen Medien weiterentwickelt und nach der Pandemie mit Videos begonnen, die zunächst rein musikalisch waren und in denen wir gar nicht vorkamen. Nach und nach zeigten wir unsere Gesichter und lernten, wie die Plattformen und Formate funktionieren.“

Doch Guachinches Modernos ist für das Paar weit mehr als nur ein Hobby. „Nein, es ist kein Vollzeitjob, obwohl das wunderbar wäre. Wir haben eine kleine Agentur für Social-Media-Management für verschiedene Unternehmen. Guachinches Modernos ist eine ganz eigene Geschichte. Etwa 95 Prozent unserer Videos entstehen ehrenamtlich, die Kosten für die Konten tragen wir selbst.“

Kulinarische Schätze und ihre Geschichten

Ihre Motivation speist sich aus einer tiefen Liebe zur Gastronomie und zur kanarischen Kultur: „Essen ist unsere Leidenschaft. Aber uns interessieren auch die Geschichten hinter den Orten, die wir besuchen. Wie werden die Dinge hergestellt? Wer steckt hinter dem Betrieb? Ist es ein Familienunternehmen, das schon in zweiter oder dritter Generation geführt wird? Wir lieben es, die unterschiedlichen Wege zu entdecken, wie die Dinge auf den Kanaren gemacht werden. Ein Ziegenfleischgericht kann auf zwei Inseln vollkommen anders zubereitet werden. Dieses Wissen möchten wir teilen und andere daran teilhaben lassen.“

Auch inhaltlich sind die beiden ständig in Bewegung: „Ständig verändert sich etwas. Betriebe schließen, andere eröffnen, einige wechseln die Leitung oder das Konzept. Solange wir gerne essen, gibt es immer etwas zu erzählen. Was uns jedoch Sorgen bereitet, ist der Rückgang traditioneller Guachinches. Als wir anfingen, gab es schätzungsweise rund 25 authentische Guachinches auf der Insel. Heute glauben wir, dass es nur noch etwa 15 sind.“

Über die Inselgrenzen hinaus

Die Fangemeinde des Duos reicht mittlerweile weit über Teneriffa hinaus: „Das wird uns oft gesagt, aber Guachinches Modernos ist unser Ursprung, und den wollten wir nicht verlieren. Wir haben auch Follower aus vielen Ländern. Es überrascht uns, wie viele Menschen aus Lateinamerika uns folgen, weil sie hier Verwandte haben oder weil sie irgendwann einmal auf den Kanaren waren. Auch wenn sie nicht auf die Inseln kommen können, sagen sie, dass sie uns gerne zuschauen.“

Für Jonay und Joana ist die Gastronomie das Tor zur Kultur einer Region: „Wir glauben, dass Essen einer der besten Wege ist, einen Ort kennenzulernen. Wenn jemand verreist, möchte er nicht nur Landschaften sehen; er möchte essen, die Produkte entdecken und wissen, wie die Menschen leben.“

Neue Verantwortung und ein viral gegangener Kuchen

Mit der wachsenden Community hat sich auch ihre Herangehensweise professionalisiert: „Ja, heute agieren wir deutlich professioneller. Früher haben wir improvisiert, aber jetzt spüren wir die Verantwortung, alles richtig zu machen. Die Leute fragen uns, ob ein Ort glutenfreie Optionen hat, barrierefrei ist oder über ein behindertengerechtes WC verfügt. Wir versuchen, auch darauf zu achten, dass unsere Erfahrung positiv ist, auch wenn uns bewusst ist, dass unser Geschmack nicht für alle gelten muss. Wir achten auf Essen, Service und Ambiente, aber es gibt Orte, an denen uns das Essen nicht besonders gut gefallen hat, aber der Service, die Aufmerksamkeit oder die Atmosphäre die Erfahrung dennoch großartig machten.“

Ein Highlight ihrer bisherigen Laufbahn: „Vor etwa zwei Jahren haben wir mit Varguita Cheescake einen Cheesecake mit Chorizo de Perro kreiert, der viral ging. Und vor kurzem haben wir die Mojo-Fabrik Guachinerfe besucht – dabei entstand die Idee zu unserem eigenen Mojo de Aguacate. Die Sauce ist bereits in Supermärkten der Kanarischen Inseln erhältlich. Wir haben sogar schon Fotos von Kunden aus den Pyrenäen und aus den Niederlanden bekommen.“

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