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Emily Estefan: „Teneriffa ist wie eine zweite Heimat“

Ein Nachname, der Türen öffnet – und Erwartungen weckt

Es gibt Nachnamen, die Türen öffnen, aber auch die Erwartungen und Vorbehalte des Publikums in die Höhe treiben. Emily Estefan (Miami, 1994) weiß das, seit sie sich entschieden hat, in der Musikbranche zu arbeiten. Als Tochter von Gloria und Emilio Estefan ist sie im Kreise einiger der bedeutendsten Namen der lateinamerikanischen Musik aufgewachsen – doch schon lange hat sie beschlossen, ihren eigenen Weg zu gehen.

Erstes Europa-Konzert auf Teneriffa

Die Sängerin, Songwriterin, Produzentin und Multiinstrumentalistin wird an diesem Freitag zum Cook Music Fest auf die Kanareninsel kommen und dort das erste Konzert ihrer Karriere in Europa geben. Sie tritt mit einer Mischung aus Pop, Funk, Soul und lateinamerikanischen Rhythmen auf – und das mit voller Leidenschaft.

„Teneriffa ist ein ganz besonderer Ort für mich“

„Teneriffa ist ein wirklich besonderer Ort – nicht nur wegen seiner Landschaften, sondern auch wegen der Herzlichkeit der Menschen. Ich habe gesehen, wie sie Musik aufnehmen und wie sie Konzerte erleben. Für mich wird es ein Traum sein, auf diese Bühne zu steigen und diese Energie an einem so magischen Ort zu spüren“, erklärt die Künstlerin im Vorfeld ihres Auftritts.

Sie erzählt weiter, dass ihr jemand von einer magischen Erfahrung auf der Insel berichtet habe – nicht nur wegen des Konzerts, sondern auch wegen all dem, was Teneriffa zu bieten habe. „Es gibt dort Ecken und Menschen, die mich sehr an Kuba erinnern. Ich glaube, das ist auch ein Teil der ganz besonderen Verbindung, die unsere Familie zu dieser Insel hat.“

Das musikalische Erbe der Estefans

Auf die Frage, wie es ist, in einer so berühmten Musikerfamilie aufzuwachsen, antwortet Emily Estefan: „Ich fühle mich sehr glücklich, zu einer Familie zu gehören, die die Musik im Blut hat. Ich bin damit aufgewachsen, aber ich habe auch meinen eigenen Stil und meine eigene Stimme gefunden, indem ich erforscht habe, wer ich als Künstlerin bin. Jetzt sehe ich, wie mein Neffe Sasha denselben Weg geht, und es macht mich emotional zu sehen, dass das Vermächtnis mit jeder neuen Generation weiterwächst.“

Brücken bauen zwischen den Kulturen

Glauben Sie, dass Ihre Musik dabei hilft, kulturelle Brücken zu bauen? „Ja, das denke ich schon. Ich bin in den USA aufgewachsen, aber ich bin die erste Generation und fühle eine sehr tiefe Verbindung zu meinen lateinamerikanischen Wurzeln. Heute mehr denn je müssen wir Brücken bauen und unsere Kulturen feiern. Es ist eine Ehre, diese beiden Identitäten an einen Ort wie die Kanaren zu bringen, wo diese Verbindung auch Teil der Erinnerung vieler Familien ist.“

Eine musikalische Reise voller Überraschungen

Was darf das Publikum von ihrer Show erwarten? „Meine Musik soll eine ständige Feier sein. Ich mische gerne Stile, denn diese Mischung ist auch ein Teil von mir. Ich möchte, dass das Publikum das Gefühl hat, mit uns auf der Bühne zu stehen, dass es mit der Band reist und überrascht wird. Außerdem haben wir ein paar Überraschungen vorbereitet.“

Welcher Song repräsentiert Sie am besten? „Wahrscheinlich ‚Calle‘ (Street). Dieser Song fasst diese festliche Energie, die ich vermitteln möchte, und die musikalische Fusion zusammen, die mein künstlerisches Projekt definiert.“

Der Einfluss der Eltern und die Zukunft der lateinamerikanischen Musik

„Künstler wie meine Eltern haben unzählige Türen geöffnet, damit andere sie ohne Angst und mit Stolz durchschreiten konnten. Heute haben lateinamerikanische Musiker viel mehr Möglichkeiten, überall auf der Welt gehört zu werden, ohne ihre Identität aufgeben zu müssen – und das verdanken wir denen, die diese Arbeit vor uns gemacht haben.“

Was hat Ihnen Ihr Vater Emilio Estefan mit auf den Weg gegeben? „Dass man Authentizität nicht vortäuschen kann. Er hat mir auch beigebracht, jeden Moment zu genießen und zu verstehen, dass Musik eine magische und universelle Sprache ist, mit der wir etwas Positives zur Welt beitragen können. Er ist ein Meister in allem, was er tut. Seine Fähigkeit, Träume durch Arbeit, Kreativität und Liebe zur Musik Wirklichkeit werden zu lassen, war eine ständige Lektion darin, wie man in dieser Branche bestehen kann, ohne seine Essenz zu verlieren.“

Was nach dem Festival kommt

Was erhoffen Sie sich von diesem Erlebnis? „Ich hoffe, mit wunderschönen Erinnerungen nach Hause zurückzukehren und mit einer riesigen Dankbarkeit, meine Musik auf einem so besonderen Festival teilen zu können. Und wenn es geht, auch mit ein paar Oliven (lacht). Ich arbeite an neuer Musik und bin überzeugt, dass mich diese Erfahrung sehr inspirieren wird. Ich würde sehr gerne nach Teneriffa zurückkommen und weiterhin neue Lieder mit dieser wunderbaren Gemeinschaft teilen.“

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