53 Menschen aus Holzboot gerettet
Die Besatzung des Rettungsschiffes Salvamar Acrux hat am Dienstag 53 Migranten aus einem Holzboot (Patera) nordöstlich von Lanzarote in Sicherheit gebracht. Wie die spanische Seenotleitung (Salvamento Marítimo) der Nachrichtenagentur EFE mitteilte, wurden die Menschen etwa 153 Kilometer nordöstlich von Arrecife, der Hauptstadt Lanzarotes, entdeckt. Das Rettungsschiff befindet sich nun mit den Geretteten an Bord auf dem Weg zurück in den Hafen der Inselhauptstadt, wo es gegen 21:00 Uhr (kanarische Ortszeit) erwartet wird.
48 Männer, vier Frauen und ein Kind
Nach Angaben der Rettungskräfte handelt es sich bei den 53 Geretteten um 48 Männer, vier Frauen und ein Minderjähriger -, alle mit subsaharischer Herkunft. Die Migranten befanden sich den Angaben zufolge bei der Rettung in einem guten gesundheitlichen Zustand. Das Holzboot war zunächst von einem Frachtschiff gesichtet worden, das auf Anweisung der marokkanischen Rettungsleitung zur Unglücksstelle fuhr. Marokko, das sich zunächst selbst um die Rettung kümmern wollte, bat schließlich Spanien um Unterstützung.
Nächtliche Rettung eines Schlauchboots
Bereits in der Nacht zu Dienstag hatte die Seenotleitung eine weitere Rettungsaktion auf See durchgeführt. Damals wurden 37 Migranten maghrebinischer Herkunft aus einem Schlauchboot gerettet, das nach einem Motorschaden östlich von Lanzarote hilflos auf dem Wasser trieb. An Bord befanden sich 32 Männer und fünf Minderjährige, einer von ihnen in Begleitung eines Erwachsenen. Die Insassen des Bootes hatten die Rettungskräfte über einen Notruf unter der Nummer 1-1-2 alarmiert.
Deutlicher Rückgang der Ankünfte auf der Kanarenroute
Die beiden Einsätze am Dienstag fallen in eine Zeit, in der die illegale Migration über die Kanarische Route stark rückläufig ist. Wie die europäische Grenz- und Küstenwache (Frontex) am vergangenen Freitag mitteilte, sind die irregulären Ankünfte von Migranten in der Europäischen Union über die Kanarische Route im ersten Halbjahr 2026 um 71 Prozent gesunken. Damit verzeichnet diese Route den stärksten Rückgang aller Migrationsrouten in die EU.

