schwedische spitzentanzcompagnie exklusiv teneriffa

Schwedische Spitzentanzcompagnie exklusiv auf Teneriffa

Einzigartiges Gastspiel: Schwedische Elite-Tänzer nur auf Teneriffa

Das Auditorio de Tenerife katapultiert sich zurück auf die internationale Tanzlandkarte: Mit der GöteborgsOperans Danskompani, der Tanzcompagnie der Göteborger Oper, gastiert eine der weltweit angesehensten Ensembles auf der Insel – und das exklusiv in Spanien. Ihr Auftritt beim Festival Mapas 2026 ist der einzige Halt der Compagnie im ganzen Land. Dies unterstreicht nicht nur die internationale Ausstrahlung des Kulturzentrums, sondern auch sein Bekenntnis zu großen Bühnenformaten, die auf den nationalen Spielplänen zunehmend seltener werden.

Zwei Programme, drei Meisterwerke

Die GöteborgsOperans Danskompani wird insgesamt zwei verschiedene Programme zeigen. Der absolute Höhepunkt ist „Hammer“, der bislang größte Erfolg der Compagnie, choreografiert von dem schwedischen Star-Choreografen Alexander Ekman. Das Stück ist am Samstag, den 11. Juli, um 19:30 Uhr sowie am Sonntag, den 12. Juli, um 18:00 Uhr im Sinfoniesaal zu sehen. Am Dienstag, den 14. Juli, um 19:30 Uhr folgt dann ein Doppelprogramm mit „ima“ von Sharol Eyal und „Wild Poetry“ von Hofesch Shechter. Der künstlerische Leiter des Auditorio de Tenerife, José Luis Rivero, spricht von einer „unvergleichlichen Gelegenheit“.

Schon zum zweiten Mal: Teneriffa als exklusiver Hotspot

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Teneriffa in diesem Sommer zum Alleinveranstalter internationaler Produktionen macht. Bereits am vergangenen Wochenende feierte „Hamlet“ von Robert Lepage und Guillaume Côt im Rahmen des Mapas 2026 Premiere. Diese Meilensteine belegen eine Programmlinie, die bewusst auf die Kraft großer Bühnenevents setzt. Rivero betont jedoch, dass es nicht um reine Positionierung gehe: „Unser Hauptanliegen ist es, internationale Spitzentanzqualität auf die Insel zu holen, die die Bürger genießen können.“ Und das Publikum kommt nicht nur von der Insel selbst: Besucher von anderen Kanarischen Inseln sowie Studenten der renommierten Königlichen Schauspielschule Madrid sind eigens angereist, um die Aufführungen zu sehen.

„Hammer“: Eine kritische Reflexion über den Ego-Zeitgeist

Das zentrale Stück des Gastspiels ist „Hammer“. Mit 31 Tänzern auf der Bühne ist es ein großes Format, das weltweit Erfolge feiert. Es bietet eine kritische Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Egozentrismus. „Es ist eine wichtige Kritik an dem Zustand, in dem wir leben, an der Oberflächlichkeit, der Fixierung auf soziale Medien, dem Daumen nach oben oder dem Like“, erklärt Rivero. „Hammer“ ist in zwei Akte strukturiert und entfaltet eine dramatische Reise von kollektiver Harmonie hin zur individuellen Zersplitterung. „Der erste Teil ist sehr fröhlich, zeigt eine Gemeinschaft, die sich wohlfühlt, aber nach und nach sehen wir, wie die Tänzer sich in ihre eigenen Blasen zurückziehen, bis ein viel dunklerer Ort erreicht wird“, beschreibt Rivero. Dieser Kontrast wird durch gezielte Veränderungen von Licht, Kostümen und Farbpalette auf der Bühne verstärkt und unterstreicht die visuelle Wucht der Inszenierung.

Der Kampf um das große Tanzformat

Für Rivero liegt die Bedeutung solcher Produktionen auch in einer besorgniserregenden Entwicklung: „Große Tanzformate verschwinden. In Spanien werden immer weniger solcher Stücke gezeigt, deshalb war es wichtig, dieses Konzept zu retten.“ Er hebt die Rolle jener Institutionen hervor, die Compagnien wie die aus Göteborg unterstützen – unabdingbar, um derart aufwendige Produktionen am Leben zu erhalten.

Ein Fest für die Sinne: „ima“ und „Wild Poetry“

Das Programm der schwedischen Compagnie wird am Dienstag, den 14. Juli, mit dem Doppelprogramm abgerundet. „ima“ und „Wild Poetry“ verbinden unterschiedliche Sprachen, teilen aber eine gemeinsame Liebe zur visuellen und sinnlichen Kraft. „Man muss nichts von Tanz verstehen – einfach von der Schönheit der Bewegung mitreißen lassen“, rät Rivero. Diese Stücke seien bewusst auch für ein nicht spezialisiertes Publikum konzipiert.

Mehr als nur Bühne: Begegnung und Dialog

Über die Aufführungen hinaus schafft das Festival Mapas 2026 Räume der Begegnung. Vorstellungen werden von musikalischen Sessions begleitet, und nach den Shows gibt es Gelegenheit zum Austausch. „Es war fantastisch, ein so vielfältiges und begeistertes Publikum zu sehen, das von der Schönheit berührt war“, freut sich Rivero. Die diesjährige Ausgabe von Mapas stellt die Schönheit als zeitgenössisches Bedürfnis in den Mittelpunkt: „Wir brauchen die Schönheit in unserem Leben immer mehr. Die Kunst hat diese Fähigkeit – uns innehalten zu lassen und etwas wirklich gut Gemachtes zu genießen.“

Ein Appell an das Publikum: Jetzt Tickets sichern

In einer Welt der schnellen Bilder laden die Stücke der GöteborgsOperans Danskompani dazu ein, zwei Stunden lang in ein eigenes Bühnenuniversum einzutauchen. Rivero gibt unumwunden zu, dass er hart dafür gekämpft hat, „Hammer“ nach Teneriffa zu holen: „Es war ein Kampf, dieses Stück hierherzubekommen, und ich bin sehr froh, dass sie zugestimmt haben. Aber jetzt müssen wir auch zeigen, dass sich die Reise gelohnt hat.“ Karten sind noch erhältlich, die Preise liegen bei etwa 15 Euro. Das Auditorio de Tenerife lädt alle ein: „Kommt vorbei, es ist ein einzigartiges Erlebnis, das man auf Teneriffa so schnell nicht wieder sehen wird“, so Rivero abschließend. Damit wird dieses Gastspiel nicht nur zu einer außergewöhnlichen Gelegenheit, eine der renommiertesten Compagnien der Welt zu erleben, sondern auch zu einem Bekenntnis: Der Tanz in all seinen Formaten behält einen zentralen Platz im Kulturprogramm der Insel.

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