teneriffa geheime kieselbuchten

Teneriffas geheime Kieselbuchten: 5 Schätze abseits der Touristenströme

Teneriffas wilde Küste: Wo das Meer auf schwarzen Kies trifft

Teneriffa ist nicht nur für seine schwarzen Lavasandstrände und die goldenen Buchten im Süden bekannt. Die Kanareninsel hält auch eine Reihe von kleinen, versteckten Stränden bereit, deren Bett aus schroffen Felsen, glattem Kies – auf den Kanaren „Callaos“ genannt – und vulkanischen Steinen besteht. Diese oft unbekannten Orte sind ein oft übersehenes Juwel der vulkanischen Küstenlandschaft. Für alle, die es ruhiger mögen und sich abseits der großen Touristenpromenaden treiben lassen wollen, sind diese Buchten ein echter Geheimtipp.

Die kleine Playa de los Guíos in Los Gigantes

Eingebettet unter den beeindruckenden Klippen von Los Gigantes im Westen Teneriffas liegt die kleine Playa de los Guíos. Anders als die oft überlaufene Nachbarbucht besteht dieser Ort fast vollständig aus flachen, schwarzen Steinen. Das Wasser ist hier türkisklar und lädt zu erfrischenden Tauchgängen ein – an ruhigen Tagen klappt das sogar direkt von den Felsen aus. Das Fehlen von Sand ist für viele Besucher zunächst ungewohnt, doch die Ruhe, die hier herrscht, und der spektakuläre Blick auf die senkrechten Felswände machen den Aufenthalt zu einem unvergesslichen Erlebnis. Sonnenschutz ist allerdings Pflicht, denn Schatten spendende Bäume gibt es nicht.

Las Galletas: Der Kieselstrand für die Mittagspause

In der Gemeinde Arona an der Südküste, bekannt für seine vielen Ferienanlagen, liegt der kleine Ort Las Galletas. An seiner Küste hat man über die Jahre hinweg die Steine und Geröllteile systematisch aufgeschüttet. Das Ergebnis ist ein schmaler, aber malerischer Strand mit glattem Kies, der bei Sonnenuntergang in schönen Brauntönen glänzt. Das klare Wasser und die Nähe zu den kleinen Restaurants und der Fischhalle am Hafen machen diesen Ort ideal für einen ruhigen Nachmittagsspaziergang. Ein Geheimtipp vor allem für die Einheimischen, die hier oft ihre Angel auswerfen.

Der stille Steinstreifen von Juan López

Nur eine kurze Autofahrt von den belebten Buchten von Los Cristianos entfernt, aber dennoch eine ganz eigene Welt: Die Playa de Juan López liegt am südlichen Ende der Autobahn, im Gebiet der Gemeinde Arona. Die Zufahrt erfolgt über eine schmale, steile Straße, die in einem kleinen Parkplatz endet. Von dort gelangt man über eine Holztreppe hinab zu dieser Bucht, die fast vollständig aus vulkanischem Kies und Schutt besteht. Da dieser Strand kaum bewirtschaftet ist und keine Liegen oder Schirme verleiht, ist er selbst im Hochsommer selten voll. Die Wellen rauschen hier mit einer ungekünstelten Kraft gegen die Steine – ein idealer Ort für alle, die dem Trubel entfliehen möchten.

Die versteckte Playa de la Fajana in El Palmar

Ein weiterer verlorener Strand im Nordwesten Teneriffas ist die Playa de la Fajana, nahe dem kleinen Bergdorf El Palmar. Diese Bucht ist durch ihre abgeschiedene Lage und die begrenzte Anzahl von Parkplätzen ein echter Geheimtipp, der nur von denen gefunden wird, die die Route kennen. Der Strand besteht aus einer Mischung aus schwarzem Lavagestein und feinem Kies, der sich angenehm unter den Füßen anfühlt. Die Brandung rauscht ungebrochen auf den Strand zu, was ein Bad nur mit größter Vorsicht erlaubt. Die meisten Besucher kommen jedoch nicht zum Schwimmen, sondern um einfach die Seele baumeln zu lassen und den Kies unter den Füßen zu spüren. Ein Tipp für alle, die die raue Seite der Insel erleben wollen – inklusive Blick auf die wilden Wellen des Atlantiks.

Praktische Tipps für Ihren Besuch an den Kieselstränden

Ein Besuch der Kieselstrände erfordert eine gute Vorbereitung. Da die meisten Buchten keine touristische Infrastruktur bieten, sollten Sie stets genügend Wasser zu trinken, feste Schuhe (Wasserschuhe oder Badeschuhe) für den Zugang über die Steine sowie ausreichend Sonnencreme mitnehmen. Schattenplätze sind selten; ein Pavillon oder ein großer Sonnenschirm ist oft Gold wert. Nach dem Baden sollten Sie sich mit einem Handtuch abtrocknen, da der schwarze Lavakies in der prallen Sonne sehr heiß werden kann. Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steht einem unvergesslichen Tag in einer der ruhigeren Ecken Teneriffas nichts im Wege.

Source

Nach oben scrollen
Share via
Copy link