Pyramiden auf Teneriffa: Neue Datierung erschüttert die Geschichtsbücher
Eine internationale Forschergruppe hat sensationelle Neuigkeiten zu den rätselhaften Pyramiden auf Teneriffa veröffentlicht. Mithilfe der modernen optisch stimulierten Lumineszenzdatierung (OSL) konnten die Wissenschaftler belegen, dass die Bauwerke im Norden der Insel deutlich älter sind als bislang angenommen: Sie stammen aus der Zeit vor Christi Geburt.
Internationales Spitzenteam am Werk
Das Forscherteam setzt sich aus namhaften Experten zusammen: Dr. Dominique Görlitz, ein Biogeograph aus Deutschland, Dr. Jorge S. Sánchez, Professor für Geodynamik aus Galicien, der griechische Kernphysiker Dr. Georgios Polymeris sowie der Biologe Gustavo Sánchez Romero von den Kanarischen Inseln. Gemeinsam arbeiten sie im Rahmen des Projekts „bora“ daran, die Geheimnisse der sogenannten „Stufenpyramiden der Kanaren“ zu lüften.
Die OSL-Methode, mit der die Forscher arbeiteten, ermöglicht es, den Zeitpunkt der letzten Belichtung von Mineralkörnern wie Quarz oder Feldspat zu bestimmen. So lässt sich das Alter von Gesteinsschichten exakt ermitteln – eine Technik, die in der Archäologie zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Enthüllung am Freitag im MUNA-Museum
Die Ergebnisse der Studie werden am Freitag, dem 3. Juli, im Rahmen der „bora“-Konferenz der Öffentlichkeit präsentiert. Die Veranstaltung findet ab 11:00 Uhr im Veranstaltungssaal des Museo de Naturaleza y Arqueología (MUNA) statt. Den Auftakt macht um 11:30 Uhr Dr. Dominique Görlitz mit einem Vortrag über das Projekt „bora Teneriffa: Der Schlüssel zu den vergessenen Ursprüngen der Guanchen“. Am Nachmittag, ab 16:00 Uhr, übernimmt der Biologe Gustavo Sánchez Romero, Autor des Buches „Pyramiden der Guanchen auf den Kanaren: Die Lösung des Rätsels“. Er wird die Typologie und die besonderen Merkmale der kanarischen Pyramiden erläutern. Um 16:30 Uhr schließlich legen Dr. Jorge S. Sánchez und Dr. George Polymeris im Detail dar, wie die OSL-Datierung an den beiden untersuchten Pyramiden auf Teneriffa durchgeführt wurde.
Infrage gestellte Geschichte
Die neuen Datierungen, zusammen mit modernen Rekonstruktionen und digitalen Analysen, stellen die traditionellen Interpretationen der frühen Geschichte Teneriffas grundlegend in Frage. Bisher galten die terrassenförmigen Steinbauten oft als einfache landwirtschaftliche Terrassen aus jüngerer Zeit. Die neuen Ergebnisse deuten jedoch auf einen viel älteren, möglicherweise rituellen oder astronomischen Zweck hin.
Eintritt frei – Solange der Platz reicht
Die Konferenz ist öffentlich und der Eintritt ist frei. Interessierte Besucher sollten jedoch frühzeitig kommen, da die Platzkapazität begrenzt ist. Die Veranstaltung verspricht, ein Meilenstein in der Erforschung der kanarischen Urgeschichte zu werden.

