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Kanarische Inseln: 67 Prozent weniger irreguläre Einreisen

Weniger Boote, weniger Menschen: Die Lage auf den Kanaren

Die Kanarischen Inseln verzeichnen einen deutlichen Rückgang der irregulären Migration. Wie das spanische Innenministerium mitteilte, sind zwischen dem 1. Januar und dem 30. Juni 2026 insgesamt 3.708 Migranten auf dem Seeweg irregular auf den Archipel gelangt. Das ist ein Minus von 67,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als noch 11.321 Menschen die Küsten erreichten. Die Menschen kamen in 49 Booten an – 137 weniger als bis zum 30. Juni 2025.

Spanien insgesamt: Weniger Ankünfte, aber steigende Zahlen auf dem Festland

Bundesweit betrachtet, sind bis Juli 12.138 Migranten irregular nach Spanien eingereist. Das entspricht einem Rückgang von 32,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (17.990 Personen). Allerdings zeigen die Daten des Ministeriums, dass die irregulären Ankünfte auf dem spanischen Festland um 19,38 Prozent zugenommen haben – auf insgesamt 3.086 Menschen.

Der 14-tägige Bericht zur irregulären Einwanderung verdeutlicht die Gesamtentwicklung: In diesem Jahr kamen bislang 9.440 Migranten auf dem Seeweg nach Spanien – ein Rückgang von 44,2 Prozent im Vergleich zu 2025 (16.931 Ankünfte). Sie erreichten das Land in 371 Booten, 171 weniger als im Vorjahr.

Anstieg auf dem Festland, Rückgang auf den Balearen

Ein differenziertes Bild zeigt sich bei den einzelnen Zielregionen. So kamen auf dem Seeweg 5.717 Migranten auf dem spanischen Festland (3.086) und auf den Balearen (2.631) an. Dies bedeutet einen Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (5.600). Allerdings kamen die Menschen in 319 Booten – 34 weniger. Auf dem Festland handelt es sich um 501 Personen mehr als im ersten Halbjahr 2025, was einem Plus von 19,38 Prozent entspricht. Sie kamen in 180 Booten an – 18 weniger als 2025.

Auf den Balearen hingegen sank die Zahl der irregulären Einreisen. Hier kamen 384 Migranten weniger an als im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 – ein Rückgang von 12,7 Prozent. Die Menschen erreichten die Inseln in 139 Booten, 16 weniger als im Vorjahr.

Ceuta und Melilla: Explosiver Anstieg der Landwege

Eine massive Zunahme verzeichnen die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla in Nordafrika. Insgesamt 2.698 Menschen gelangten in diesem Jahr irregular auf dem Landweg in die autonomen Städte – ein Anstieg von 154,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Allein in Ceuta kamen 2.582 Migranten an – 1.604 mehr als 2025. In Melilla waren es 116, verglichen mit 81 Ankünften im Vorjahr. Auf dem Seeweg erreichten bis zum 30. Juni 15 Menschen Melilla, doppelt so viele wie im Vorjahr (7). Ceuta verzeichnete keine Ankünfte auf dem Seeweg, während es 2025 noch drei gewesen waren.

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